Jetzt ist die erste Woche für mich und damit auch die Ferien für die Mädchen vorüber.
Ich habe mich hier schon immer mehr eingelebt, mich an die Zeit gewöhnt und mich auch nach und nach an das Klima gewöhnt, Schwitzen gehört hier für mich zum Alltag.
Die Ferienwoche konnte ich schon fleißig dazu nutzen, Namen zu lernen, sowie die ein oder anderen Spiele mit den Mädchen zu spielen. Dadurch durfte ich schon einige näher kennenlernen. Die Mädchen haben mir ihre Lieblingsspiele gezeigt und schön ist es wie hier jede freie Minute am liebsten mit verschiedenen Klatschspielen oder Daumen-catchen verbracht wird. Das erinnert mich selbst an meine Kindheit und an die Zeit auf dem Pausenhof in der Grundschule.Schön zu sehen, dass manche Dinge unabhängig davon, wo man aufwächst, überall mit Freude getan werden.
Ich bin auch beeindruckt, wie selbständig viele Mädchen sind, auch schon die Jüngsten. Das wäre für Deutschland alles andere als üblich. Viele Dinge, bei denen viele Kinder wahrscheinlich noch Unterstützung bekommen würden, erledigen sie hier ganz selbstverständlich alleine und wissen sich zu helfen. Beispielsweise ihr Geschirr abspülen, selbstständig zu spielen, Gartenarbeiten oder kleine Konflikte zu lösen.
Nun startet aber wieder mehr Disziplin durch den Schulbeginn und die tägliche Routine.
Die letzten Tage wurden damit verbracht, zu überprüfen, ob jedes Mädchen alles vollständig hat, um ordentlich und vorbereitet wieder in die Schule zu starten. Dazu gehörte die Kontrolle aller Rucksäcke mit Schulbüchern und Stiften, die Sauberkeit der Schuluniformen sowie die Frage, ob Trinkflasche und Lunchbox vorhanden sind.
Montagmorgen um 7:00Uhr ging es dann los.
Ich habe ein paar Mädchen gefragt, ob sie sich auf die Schule freuen. Die Antwort war eindeutig: Ja sie freuen sich in die Schule zu gehen.Nicht nur weil sie dort etwas lernen, sondern auch, weil sie rauskommen und ihre Freunde treffen können.
Jetzt heißt es dann weniger spielen und entspannen, dafür mehr lernen und früheres Aufstehen. Nicht nur für die Mädchen, sondern auch für mich. Für mich ist es auch neu wieder einen geregelten Alltag zu haben, das habe ich als Studentin nämlich nicht wirklich. Ich bin aber zuversichtlich, dass es mir und auch den Mädchen guttun wird. Gleichzeitig bin ich gespannt, wie sich der Alltag nun verändern wird und welche neuen Erfahrungen die nächsten Wochen mit sich bringen werden.