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Hallo ich bin die "Neue" im Angels Home und heiße Yvonne. Ich bin 54 Jahre alt. Ich arbeite seit vielen Jahren bei der Deutschen Bahn AG. Nach vielen Jahren im oberen Management habe ich gelernt, wie man Strategien entwickelt, Zahlen analysiert und Ziele erreicht. Doch je höher man steigt, desto leiser wird manchmal das, was wirklich zählt - echte Begegnungen, ehrliche Emotionen, ein Lächeln, das nicht in Kennzahlen messbar ist. Ich möchte den Kopf freibekommen raus aus Konferenzräumen, weg von PowerPoint-Folien und wieder etwas Echtes tun. Etwas, das nicht auf Gewinnmaximierung abzielt, sondern auf Menschlichkeit. Die Arbeit mit Kindern ist für mich keine Pause vom Alltag, sondern eine Rückkehr zu dem, was mich antreibt nämlich Sinn, Nähe und Verantwortung.
Mit meiner langjährigen Erfahrung bringe ich nicht nur Organisationstalent und Führungsstärke mit, sondern auch Empathie, Geduld und die Fähigkeit, Strukturen zu schaffen, die nachhaltig helfen. Ich weiß, wie man Projekte aufbaut, Menschen motiviert und Ressourcen sinnvoll einsetzt und genau das möchte ich vor Ort einbringen.
Ich bin überzeugt, ein Lächeln eines Kindes, das sich gesehen und geliebt fühlt, ist mehr wert als jede Bilanz. Und ich weiß, dass ich selbst daran wachsen werde – als Mensch, nicht als Manager. Mein Aufenthalt in Sri Lanka – Nähe, Neugier und kleine Schritte der Selbsthilfe.
Offene Herzen und neugierige Ohren
Schon bei der ersten Begegnung haben mich die Kinder mit ihrer Offenheit überrascht. Sie hören aufmerksam zu, stellen neugierige Fragen und wollen lernen. Besonders spannend ist das ständige Wechseln zwischen Singhalesisch und Englisch – ein lebendiges Sprachspiel, das zeigt, wie sehr sie sich Wissen aneignen wollen. Manche Kinder haben mich sogar gefragt, ob sie ein paar Worte auf Deutsch lernen dürfen. Dieses Interesse berührt mich sehr, denn es zeigt: Lernen ist für sie nicht Pflicht, sondern Freude und Abenteuer.
Parallel zu meinem Aufenthalt in Sri Lanka begleite ich ein weiteres Herzensprojekt: den Bau einer Schule in Ruanda. Dort geht es um Bildung als Fundament für Selbstbestimmung. Beide Engagements verbindet derselbe Gedanke: Hilfe zur Selbsthilfe. Ob im Kinderheim oder in der Schule es geht darum, Kindern Chancen zu eröffnen, damit sie ihr Leben selbst gestalten können.
Sri Lanka schenkt mir Momente der Nähe und Authentizität, Ruanda die Vision von nachhaltiger Entwicklung. Zusammen bilden sie für mich einen Weg, der Mut erfordert, aber auch Hoffnung schenkt – Hoffnung, dass wir durch echte Begegnungen und Projekte, die Menschen befähigen, gemeinsam Zukunft gestalten können.
Herzliche Grüße aus dem Angels Home
Eure Yvonne