Ich glaube, wir haben für dieses Jahr langsam genug Regen gesehen. 😂
Seit mittlerweile sechs Tagen regnet es hier in Marawila fast durchgehend. Heute gab es tatsächlich einmal ein paar Stunden, in denen nur leichte Schauer herunterkamen. Nach den vergangenen Tagen fühlte sich das schon fast wie schönes Wetter an.
Ansonsten hatten wir teilweise wirklich von morgens bis abends kräftigen Monsunregen. Nicht einfach ein bisschen Nieselregen, sondern richtig Wasser von oben – so, wie man es sich unter Regenzeit in Sri Lanka wahrscheinlich vorstellt.
Und irgendwann weiß das ganze Wasser natürlich nicht mehr, wohin.
Bei uns auf dem Gelände standen teilweise rund 60 Zentimeter Wasser. Wege verschwinden, der Garten wird zum kleinen See und man überlegt sich zweimal, ob man wirklich noch irgendwo hinlaufen muss. 😄
Ganz ohne Schäden sind auch wir diesmal leider nicht davongekommen.
Unsere tiefe Brunnenpumpe stand nämlich nicht hoch genug. Bei normalen Regenfällen überhaupt kein Problem – bei ungefähr 60 Zentimetern Wasser allerdings schon.
Kurz gesagt: Die Pumpe hat einen ausgiebigen Tauchgang gemacht, für den sie definitiv nicht gebaut wurde. 😂
Sie hat es leider nicht überlebt und muss nun ersetzt werden.
Trotzdem gibt es diesmal etwas, über das ich mich wirklich richtig freue.
Nach den Überschwemmungen und dem vielen Wasser der vergangenen Jahre hatten wir beschlossen, unseren Gemüsegarten und alles rund um das Gewächshaus nach und nach höher zu bauen. Beete, Pflanzgefäße und andere wichtige Bereiche stehen mittlerweile deutlich über dem Boden.
Dafür haben wir in den letzten Monaten jede Menge Arbeit investiert. Unter anderem wurden aus alten Plastikbehältern mit Beton stabile Stützen gebaut und unsere Pflanzflächen darauf gesetzt.
Und diesmal hat sich dieser Aufwand richtig bezahlt gemacht. 💪🌱
Obwohl auf dem Gelände teilweise sehr viel Wasser stand, sind die Schäden an unserem Gemüsegarten und im Gewächshaus bisher sehr gering geblieben.
Gerade dort steckt inzwischen viel Arbeit drin. Wir ernten regelmäßig Salat, Gemüse und andere Sachen für unser Kinderheim. Deshalb wäre es wirklich ärgerlich gewesen, wenn uns nach Wochen und Monaten Arbeit innerhalb weniger Stunden alles abgesoffen wäre.
Diesmal standen wir also da, überall Wasser – aber unser Gemüse schön oben. 😄
Manchmal lernt man in Sri Lanka eben auf die etwas härtere Art, wie man etwas beim nächsten Mal besser macht.
Natürlich haben wir trotzdem Glück gehabt.
Wenn man sieht, welche Probleme der starke Regen in anderen Regionen Sri Lankas verursacht, sind eine kaputte Brunnenpumpe und ein paar kleinere Schäden bei uns wirklich noch überschaubar.
Und unsere Mädels?
Für die ist so viel Wasser natürlich teilweise eher interessant als problematisch. Während ich mir Gedanken über Pumpen, Gemüse und Abflüsse mache, sieht ein Teil der Kinder wahrscheinlich hauptsächlich einen riesigen zusätzlichen Wasserspielplatz. 😂
So unterschiedlich können die Prioritäten sein.
Jetzt hoffen wir einfach, dass der Regen langsam etwas nachlässt und das Wasser wieder verschwinden kann.
Die neue Brunnenpumpe bekommen wir auch irgendwie wieder hin.
Und das Wichtigste für mich:
Unser Gemüsegarten und das Gewächshaus haben diesen ersten richtig großen Härtetest bestanden.
Der nächste Monsun darf trotzdem gerne noch ein bisschen warten. 🌧️😂
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