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Raus aus der Komfortzone

Munnessaram Tempel von ausßen
Der Gott Vishnu

Im Angels Home for Children leben die Kinder sehr behütet, genauso die Praktikantinnen. Deshalb habe ich mir an meinem sogenannten off-day (mein freier Tag) überlegt, ein bisschen die Gegend zu erkunden. Da der Munnessaram Tempel in der Nähe liegt und ich noch nie vorher in einem Tempel war, war es das perfekte erste Ausflugsziel. Unvorbereitet und nur den Namen der Stadt wissend, ging es los. Direkt an der Straße habe ich mir die erste Bushaltestelle gesucht und nachgefragt, ob ich richtig stehe und der Bus in die richtige Richtung zum Tempel fährt. Trotz der Sprachschwierigkeiten, war die etwas ältere Dame, die ich angesprochen hatte, sehr nett und hilfsbereit. Sie erklärte mir wie viel die Fahrt kosten würde und was ich dem Busfahrer sagen muss um an mein gewünschtes Ziel zu kommen. Im Bus war es sehr voll und ich stand ständig auf einem fremden Fuß oder jemand stand auf meinem. Ich wurde vom Kassierer direkt hinter den Busfahrer geschoben, sodass ich mich an einer Eisenstange festhalten konnte. Die brauchte ich auch, denn der Busfahrer hat in der Fahrt, die etwa eine Stunde dauerte, permanent andere Verkehrsteilnehmer überholt. Bei diesen für mich waghalsigen Überholungsmanövern wurde man ordentlich durchgeschüttelt. Der Muskelkater in den Armen bleibt wohl nicht aus.

Munnessaram Tempel

Nach einer Stunde fahrt nach Chilaw, der Stadt des Munnessaram Tempels, bin ich angekommen und machte ich mich auf den Weg. Wie es in einem Tempel üblich ist, habe ich meine Schuhe ausgezogen und konnte dann hinein gehen. Im Inneren war es angenehm kühl. Ich war erstaunt von den sehr schön verzierten Götterbildern in Form von Statuen, den aufwändigen Malerarbeiten und der Steinbildhauerrein. Da zur Zeit ein Fest stattfindet war es super voll und es herrschte eine festliche und sehr fröhliche Stimmung. Es ist der größte Hindu Tempel der Insel, der schon über 1000 Jahre alt sein soll, nachdem er 1578 von den Portugiesen zerstört wurde, ist er 1753 erneut aufgebaut worden und seitdem wird er stehts verändert und erneuert.

Auf dem Rückweg wollte ich mir das Tuck Tuck fahren nicht entgehen lassen, sodass ich statt zum Bus zu laufen, ein Tuck Tuck genommen habe. Es war super, der Wind bei der Hitze war sehr angenehm und ich konnte mit in dem Tuck Tuck die Umgebung anschauen, da dieses sehr viel langsamer fuhr. Das leichte Feilschen um den Preis kannte ich schon aus Uganda, es war ein schönes Gefühl, denn Handeln gibt es in Deutschland kaum mehr. 

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Von der Stimmung mitgerissen
Bewegung gegen Heimweh

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