Die Aloe Vera Pflanze – Medizin aus dem eigenen Garten

…Kaum habe ich über die Regensaison in Marawila und die damit verbundene Flexibilität berichtet, schon erfolgt ein paar Tage später ein neuer Bericht über den ersten Sonnenbrand. 😊 Was die Flexibilität betrifft (siehe mein letzter Blogeintrag) muss man auch in der Regensaison auf starke Sonneneinstrahlung gefasst sein. Regensaison heißt hier also keineswegs dauerhafter täglicher Regen, sondern eher ein Mix aus Sonne, Wolken und Regenfällen. Glücklicherweise hatten Katharina (meine Co-Praktikantin) und ich Glück an unseren „off-days" (freien Tagen) und erwischten Sonnenschein. Dieser ist nicht zu unterschätzen – selbst bei einer grauen Himmelsdecke ist Sonnenschutz gefragt, wenn man seine Haut nicht schädigen möchte. Nun ja, späte Einsicht ist besser als keine Einsicht. So kehrten wir beide nach unseren Ausflügen an den Strand mit einem leichten Sonnenbrand zurück. 

Aber klug, emphatisch und einfühlsam wie unsere Angels sind, haben sie natürlich sofort eine Lösung parat. Kaum am Angels Home angekommen, kam mir Chethana leicht aufgeregt entgegen und meinte sie hätte eine Aloe Vera – Pflanze für uns. Sie fragte, ob sie uns denn kurz begleiten dürfte und uns die Anwendung der Pflanze vorführen dürfte. Gesagt, getan. Nun erlebten wir live die Vorteile eines so üppig ausgestatteten Gartens mit. Allein die Vielzahl an Früchten, Gemüse, Chilli und mehr versetzte uns schon in Staunen und nun profitieren wir auch noch von Medizin frisch aus dem eigenen Garten. So ist uns Aloe Vera natürlich bereits bekannt, aber in Deutschland tragen wir sie aus der Tube auf, gegensätzlich dazu kommt sie hier direkt aus dem giftgrünen Blatt. Liebevoll und einfühlsam brach Chethana ein Stück des „gummiartigen", dicken Blattes ab, zog die Hälfte der Blattschale ab und strich nun mit der offenen Seite des Blattes das leicht klebrige Gelee auf Katharinas rote Haut auf. Eine Wohltat! Das heilende Gelee zog ein, die Kühlung setzte sofort ein und einen Tag später, schien die Rötung schon etwas gemildert zu sein.

Der sonnige Tag schloss sich bei mir dann mit den Gedanken über das gegenseitige Helfen ab. So sollten doch wir Studentinnen eigentlich diejenigen sein, die den Mädels eine Hilfe sind und sie in ihrem Alltag unterstützen, doch dieses Bild scheint sich immer wieder zu drehen. Gerade in Momenten wie diesen, in denen die Mädels sich um unser Wohlergehen sorgen und uns großzügig ihre Hilfe anbieten, bekommt man das dann wieder deutlich zu spüren.  

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Trau dich!
Eine bunte Siegerehrung der para-athletischen Spie...

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