Tagebuch Linus. Besuch im Little Smile. 03.02.2009


Am letzen Wochenende stand ein Besuch im Little Smile an, ein Kinderdorf in den Bergen von Koslanda, das der deutsche Fernsehjournalist und Regisseur Michael Kreitmeier seit 1999 leitet. In den vergangenen Jahren hatte ich schon viele Geschichten von Little Smile gehört, aber nun hatte ich endlich mal die Gelegenheit mir selber einen Eindruck von allem zu machen.

Wir starteten am Freitag morgen um 4 Uhr in der Früh, mit Rukmal als Fahrer, Julia und vier unserer Kids (Mali, Chanchala, Chatumini und Dinesha) sowie Sakuntala. Die Entfernung von Marawila bis Koslanda beträgt ca. 250 km und die Fahrt dauerte fast 7 Stunden. Die erste hälfte der Strecke verlief noch recht lustig und wir machten mal einen kleinen Stop um Tee zu trinken oder um ein paar Fotos von der Landschaft zu machen.

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Aber als wir die kurvenreichen Straßen in Richtung World's End/ Koslanda fuhren, wurde es immer ruhiger im Bus. Die Mädels waren so eine lange und kurvenreiche Strecke nicht gewohnt und so nach und nach wechselte sich die Gesichtsfarbe der Kids und wir legten einen Stop nach dem anderen ein. Alle die vorher noch ihre Späße machten, überlegten ob die Plastiktüte auch groß genug ist und lachten, erging es spätestens jetzt auch nicht viel besser! Winken Aber irgendwie haben wir es dann doch noch geschafft und waren froh das wir unser Ziel gegen 11 Uhr erreicht haben.

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Nach dem wir unseren Wagen geparkt haben, wurden wir sehr herzlich von der Mätren empfangen die uns auch gleich in Richtung Küche einlud, wo wir uns mit Tee und selbst gebackenen stärken konnten. Grinsen Da Herr Kreitmeier noch in einer Besprechung war, wurden wir zunächst von der Mätren herumgeführt. Zunächst haben wir uns die verschiedenen Kinderhäuser angesehen, anschließend das Wirtschaftsgebäude und die Nähschule. Alleine die Einrichtung und Sauberkeit der Häuser hat mich fasziniert! Da am Eingangstor ein Schild war wo höflich drauf hingewiesen wurde nicht zu fotografieren haben wir uns natürlich daran gehalten, ansonsten hätte meine Chipkarte auch wohl nicht gereicht! Kurze Zeit später stieß auch Herr Kreitmeier zu uns und bevor die Führung weiter gehen sollte, wurden wir erst einmal zu Mittag gebeten. Kaum zu glauben, aber nach der etwas huckeligen Fahrt und den vollen Plastikbeuteln hatten alle einen riesen Hunger...grins.

Nach dem Lunch ging die Besichtigungstour weiter und wir besuchten eine Ausbildungswerkstatt, Wohngebäude für die Angestellten, einen buddhistischen Tempel und die neu errichtete Schule. Auch hier bin ich aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen! Ich kann es schlecht in Worte fassen, aber es ist der blanke Wahnsinn. Alles ist in Einklang mit der Kultur und Natur, man muss es selber gesehen haben um es zu verstehen.

Die Zeit verging wie im Flug und langsam wurde es Zeit sich wieder zu verabschieden. Doch so einfach war das nicht, denn jedes Gebäude (Schnitzschule, Schreinerei, Ayurvedaschule u.s.w.) jede Gartenanlage (Gewürzgarten, Heilpflanzgarten) lud ein um dort länger zu verweilen und alles genau zu betrachten. Auch die Erzählungen von Herrn Kreitmeier waren interessant und spannend zugleich so das ich noch stundenlang hätte zuhören können. Doch mittlerweile war es schon spät am Nachmittag und da am nächsten Tag wichtige Termine auf dem Programm standen einigten wir uns auf einen weiteren Besuch im Little Smile. Über die Einladung und das wir mit all unseren Kindern dort das nächste mal übernachten können freue ich mich jetzt schon ganz besonders. Aber bevor wir uns auf den Heimweg machten, gab es noch eine kleine Junglewanderung, die zu einem traumhaft schönen Ausblick über Koslanda führte.

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Da ich mich lieber mit Herrn Kreitmeier unterhielt, hatte ich meine Kamera den Kindern gegeben die fleißig ein Bild nach dem anderen schossen! Insgesamt fast 700 Bilder. Und die meisten sind auch noch super geworden. Ich glaube ich sollte da fotografieren demnächst doch den Kindern überlassen. Hier mal ein paar Auszüge der kleinen Fotografen. Grinsen

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Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich für die Einladung, die über 7 stündige Führung und ganz besonders für die vielen Tipps bedanken die ich von ihnen bekommen habe. Leider ist es sehr selten der Fall das man sich mit anderen Hilfsorganisationen austauschen kann geschweige denn auch noch Tipps bekommt.

Deswegen meinen allergrößten Respekt und Hochachtung für das was sie geleistet haben! Wer mehr erfahren möchte, hier geht es zur Webseite von Little Smile 

Liebe Grüße aus Marawila,

Linus