Julia Fischer. Home Sweet Home. 11.09.2011


Julia Fischer gerade zurück aus Sri Lanka. Freude bei Familie und FreundenAuch wenn es viele von euch schon wissen, möchte ich auch hier in meinem Tagebuch kurz bekannt geben, dass ich mich seit Mittwoch wieder einmal in Deutschland bei meinen Eltern befinde. Das herzliche Empfangskomitee inklusive meinem großen Bruder Marco ist auch dieses Mal wieder vollzählig am Frankfurter Flughafen aufgeschlagen, um mich abzuholen. Außerdem wurde ich zu Hause schon von einigen Freunden erwartet, die mich mit Sekt, Kerzen und einem großen Willkommens-Banner begrüßt haben.

Was viele von euch vielleicht noch nicht wissen, ist, dass ich dieses Mal einen etwas längeren Heimaturlaub vor mir habe. Ich werde insgesamt bis zum 27.12.2011 in Deutschland bleiben, um noch ein schönes Weihnachtsfest mit meiner Familie zu verbringen und dann Silvester schließlich wieder mit Frank und den Mädels zu feiern. Die meisten Menschen, denen ich erzähle, dass ich jetzt so lange nicht in Sri Lanka bin, sind ein wenig geschockt und fragen mich immer gleich, ob alles in Ordnung ist oder ob ich irgendwelche Probleme habe. Das liegt vermutlich daran, dass meine gewöhnliche Aufenthaltsdauer meist 2-4 Wochen beträgt und ich mich eigentlich auch jedes Mal freue, wenn ich wieder zurück auf die Insel fliege.

Nun, ich kann euch versichern, dass es mir gut geht und dass ich mich auch im Dezember freuen werde, nach Sri Lanka zurückzukehren. Trotzdem ist diese lange Auszeit für mich jetzt gerade vollkommen richtig und wichtig. Ich lebe jetzt auch schon seit 4 Jahren in Marawila und auf Dauer kommt einem das Leben dort sehr eintönig vor und die Arbeit, die wir dort leisten, geht nicht selten an die eigene Substanz. Frank kann damit vielleicht besser umgehen als ich, auch wenn ich glaube, dass ihm ein längerer Urlaub bestimmt auch mal gut tun würde. Deshalb haben wir beide entschieden, dass es für mich das Beste ist, eine etwas längere Auszeit zu nehmen, um Energie zu tanken, den Kopf frei zu kriegen und schließlich im Dezember mit neuem Enthusiasmus zurückzufliegen.

Wobei ich während meines Deutschlandaufenthaltes aber nicht nur auf der faulen Haut liegen möchte. Zunächst einmal möchte ich mind. einen Monat arbeiten gehen, um mir ein bisschen Geld zu verdienen. Anschließend plane ich für Anfang / Mitte November eine kleine Vortragstour in 3-4 Städten Deutschlands, um unsere Arbeit wieder ein bisschen bekannter zu machen. Dazu werde ich später aber noch mehr berichten, sobald Orte und Daten geklärt sind.

Dies soll als kurze Meldung meinerseits auch erstmal ausreichend sein, denn ich werde mich während meiner Zeit in Deutschland hier immer mal wieder zu Wort melden.

Liebe Grüße aus Südthüringen,

Julia.