Tagebuch Julia. Die Kommunion. 08.12.2007


 Am Samstag war für unsere drei Mädels Chanchala, Dilki und Udeshika ein ganz besonderer Tag. Sie hatten ihre erste Kommunion in der Kirche von Mudukatuwa und mussten mit Jasintha bereits um 6 Uhr dort sein, damit alles Organisatorische noch einmal durchgesprochen werden konnte. 

Unser Besuch (Christa und Traudel) sowie Frank und ich sind dann gegen 7 Uhr zur Kirche gefahren, da es ca. halb acht losgehen sollte. Als wir dort ankamen, war bereits ein riesengroßer Menschenauflauf vor der Kirche. Wir kamen uns erstmal wieder total blöd vor, da wir so ziemlich die einzigen waren, die nicht in weiß gekleidet waren und dann natürlich auch noch besonders auffielen, da wahrscheinlich nicht alle Tage eine Gruppe "Weißer" zu einer Kommunion in Sri Lanka antanzt.

Vor dem Eingang der Kirche haben sich alle Kinder, die an diesem Tag Kommunion hatten, in einer riesen Schlange angestellt, wobei die Mutter jeweils links und der Vater rechts stand. Es waren ca. 180 Jungen und Mädchen und somit hat es einige Zeit gedauert bis wir unsere 3 Mädels dann endlich gefunden hatten. Wir wollten natürlich noch einmal sicher gehen, dass auch bei allen mindestens ein Angehöriger dabei war. Ansonsten hätten wir uns natürlich mit in die Schlange gestellt... Grinsen

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 Irgendwann ging dann die Kirchenmusik los und alle Kinder sind mit ihren Eltern etappenweise in die Kirche gegangen, wobei sie sich jeweils einmal auf die Mutter-Seite und einmal auf die Vater-Seite gekniet haben. Als auch wir dann irgendwann mit den übrigen Angehörigen der Kinder in die Kirche gegangen sind, hatten diese bereits alle auf den vorderen Bänken Platz genommen. Da das Gebäude ziemlich groß war, brauchte ich eine ganze Weile bis ich unsere Mädchen unter den ganzen Kindern (die auch noch alle gleich aussahen) wieder gefunden hatte.

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 Die Messe dauerte ca. 2 Stunden, in denen viel gebetet und gesungen wurde. Da ich nicht religiös bin, möchte ich den Ablauf an dieser Stelle nicht bis ins Detail beschreiben, da mir dafür einfach das nötige Hintergrundwissen fehlt. Es war für mich jedoch sehr interessant, einmal an einer katholischen Kommunion teilhaben zu dürfen - und das auch noch in einer fremden Kultur.

Als die Messe zu Ende war, haben sich die Kinder draußen auf den Treppenstufen der Kirche für das große Fotoshooting aufgestellt, zuerst die Mädchen und anschließend die Jungen. Leider stand unsere Udeshika in der letzen Reihe direkt am Pfeiler, so dass wir sie nur schlecht aufs Bild bekommen haben.

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 Anschließend gab es in der Kirche für alle Kinder und deren Angehörige noch ein kleines Frühstück. Wir sind jedoch schon zurück zum Heim gefahren und haben dort auf Chanchala, Dilki und Udeshika gewartet. Die anderen Mädels hatten sich alle schon sehr schick gemacht und im Essensraum war bereits ein kleiner Tisch mit einem selbst gebackenen Kuchen aufstellt.

Als unsere 3 Hauptpersonen dann endlich mit ihren Angehörigen eingetroffen sind, wurden sie sehr liebevoll vom Personal und den anderen Kindern begrüßt und beglückwünscht. Anschließend wurde der Kuchen angeschnitten und die Mädels bekamen von Christa und Traudel jeweils einen Rosenkranz sowie eine kleine Jesus-Figur geschenkt, worüber sie sich sehr gefreut haben. Von Frank gab´s für jedes Mädchen eine schicke Kette und später bekommen sie noch eine CD oder ein Fotoalbum mit den schönsten Bildern von diesem Tag.

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 Gegen Mittag war unsere kleine Kommunionsfeier im Heim dann auch zu Ende und die Angehörigen sind wieder nach Hause gefahren. Den restlichen Tag verbrachten wir dann mit den Vorbereitungen für unsere Weihnachtsfeier. Wie diese so abgelaufen ist, könnt ihr dann in meinem nächsten Bericht nachlesen.