Tagebuch Julia. Ausflug mit den Kids. 24.08.2007


Respekt vor den Dickhäutern

 Als wir nach einer ca. 3-stündigen Fahrt gegen Mittag schließlich in Pinnawela angekommen sind, waren sowohl die Kinder als auch das Personal vom Angel’s Home sichtlich erleichtert. Immerhin hatten wir einen Bus ohne Klimaanlage und je länger wir fuhren, umso wärmer wurde es auch.

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  Das übliche Verhandeln über den Eintrittspreis ist diesmal ganz positiv verlaufen und sobald wir endlich im Elefantenwaisenhaus waren, konnte man beobachten, wie unsere Gruppe einen Zahn zulegte, da alle möglichst schnell einen Elefanten zu Gesicht bekommen wollten.

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  Einige der Mädchen haben noch nie vorher einen echten Dickhäuter gesehen und deshalb war die Vorfreude umso größer. Als erstes gingen wir auf die große Wiese, wo sich die Tiere frei bewegen können. Man kann dort sehr nah an die Elefanten herantreten, da sie alle bereits an die täglichen Besucher gewöhnt sind und von den Pflegern immer wieder zurück gedrängt werden, wenn sie den Menschen zu nah kommen. Unsere Mädels und auch Latta, Deepanie, Rukmal und Co. zogen es jedoch vor, einen Sicherheitsabstand von ca. 20-30 Metern einzuhalten, da ihnen die großen Tiere dann wohl doch nicht so ganz geheuer waren. Zwar fragten wir die Kids, ob sie nicht gemeinsam mit uns ein Stück näher heran gehen wollen, dies lehnten sie jedoch dankend ab... Winken  Valeska, Mira, Frank und ich sind dann alleine weiter vor gelaufen und hatten teilweise sogar Rüsselkontakt.

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  Anschließend sind wir zur Fütterung eines Elefanten-Babys gegangen. Dies fand auf einem eingezäunten Gelände statt und wir konnten beobachten, wie das Kalb von den Pflegern mit der Flasche seine Milch bekam. Diesen Anblick fanden die Kinder wesentlich angenehmer und sie waren eine ganze Weile vertieft. An einer Stelle des Geheges war der Zaun ein Stück geöffnet und als der kleine Elefant ganz zielgerichtet dort hin lief und dann unmittelbar bei den Zuschauern war, konnte man bei unseren Mädchen schon das Funkeln in den Augen sehen. Es dauerte auch nicht lange und Mali fragte mich, ob wir nicht mal dort hingehen könnten. Also sind wir mit allen auf die andere Seite gegangen, um dem Kleinen ganz nah zu sein. Latta war total begeistert und man hätte meinen können, wir haben plötzlich noch ein Kind mehr, auf das man aufpassen muss.

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 Da wir genau zur richtigen Zeit im Elefantenwaisenhaus waren, um das Baden der Tiere im Fluss zu beobachten, wollten wir uns natürlich auch dieses Schauspiel nicht entgehen lassen. Dafür mussten wir durch eine schmale Gasse zum Fluss laufen, durch die auch die Elefanten von ihren Pflegern geführt werden. Als der erste Dickhäuter kam, brach schon mal die erste kleine Panik aus. Alle Kinder flüchteten auf ein Steinplateau und beobachteten mit weit geöffnetem Mund, wie das riesige Tier an ihnen vorbei lief. Als der Elefant auch noch genau auf unserer Höhe ein tiefes Grunzen hervorbrachte, machten alle gleich noch einen Schritt zurück und hielten sich aneinander fest. Diese Szene wiederholte sich dann bei jedem Elefant, der durch die Gasse zum Fluss geführt wurde.

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  Als wir schließlich an dem Badeplatz angekommen sind, hatten wahrscheinlich alle Kinder und das Personal so viel Respekt vor den Tieren, dass sie sich das Ganze wieder nur aus einigen Metern Entfernung betrachtet haben. Auch unsere Überredungsversuche, mit runter zum Fluss zu gehen, brachten da nicht mehr viel. Als wir eine Weile zugeschaut haben, wie die Elefanten gebadet wurden und einige Fotos davon gemacht haben, gingen wir zurück zu den anderen.

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Latta kam sofort ganz aufgeregt zu Frank und meinte, er müsse unbedingt ein Foto von ihr vor dem lebensgroßen Plaste-Elefanten eines Restaurants machen. Jaja... das haben wir gerne: sich an die Echten nicht rantrauen, aber dann so tun als ob... Lachen

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