Tagebuch Julia Fischer, 24.02.2007


  Von Dienstag bis Freitag haben wir in Hikkaduwa einfach mal 3 Tage die Seele baumeln lassen und den Strand und die Sonne genossen.

Wir sind am Dienstag früh gegen 5 Uhr los gefahren. Die Fahrt war der absolute Hammer! Wir mussten mitten durch Colombo fahren und dort ist wahnsinnig viel Verkehr, teilweise auch 2- und 3-spurig. Tja... und dann erinnert euch mal bitte an den Fahrstil der Singhalesen und daran, dass wir mit Motorrad unterwegs waren. Frank kennt das ja alles schon und nimmt die Sache etwas gelassener, aber ich musste ein paarmal laut aufschreien, z.B. wenn wir gerade mal wieder durch zwei riesengroße Busse hindurchgefahren sind (die übrigens sehr laut sind und von einem Katalysator nur träumen könnnen), zwischen denen der Abstand von vornherein nur ca. 1,5 Meter war und die sich dann auch noch aufeinander zu bewegten... Es gab echt einige brenzlige Situationen, aber wir sind ja heil hin- und wieder zurück gekommen. Frank ist auch echt super gefahren, kann mich nicht beschweren... Lachen

Auf der Fahrt sind wir u.a. auch durch Beruwela gefahren, wo ich ja vor über 10 Jahren mit meinen Eltern das erste Mal Urlaub in Sri Lanka gemacht habe. Wir sind auch an unserem damaligen Hotel vorbei gefahren, welches nach dem Tsunami wieder aufgebaut werden musste. Ich hätte ja auch gerne dort mal nach unserem Bekannten von damals gefragt, von dem wir bis heute nicht wissen, ob er noch lebt oder nicht. Allerdings wollten wir auf der Hinfahrt einfach nur erstmal in Hikkaduwa ankommen, da die Fahrt auch ziemlich anstrengend ist, und heimwärts hat uns leider die Zeit gefehlt.

Allgemein konnte man in den gesamten südlich gelegenen Ortschaften noch ziemlich genau sehen, wo der Tsunami besonders schlimm war. Es stehen von einigen Häusern nur noch die Mauerwände und an den Straßenrändern stehen überall Gräber von verstorbenen Menschen. Ich kann mich an ein „Haus“ erinnnern, was eigentlich total verwüstet und unbewohnt aussah, wo jedoch auf dem Balkon bzw. was davon übrig geblieben war eine Frau gerade ihre Wäsche aufhing. Allerdings wurden auch schon sehr viele Gebäude wieder aufgebaut und fast an der gesamten Küstenstraße entlang wurden große Steinwände zum Schutz aufgebaut.

Unser Hotel in Hikkaduwa lag direkt am Strand und vom Zimmer aus konnte man auf das Meer schauen. Außerdem hatten wir einen kleinen Swimming-Pool im Hotel und das gesamte Personal war sehr freundlich.

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  Am Donnerstag nachmittag waren wir mit Taucherbrille und Schwimmflossen im Meer schnorcheln. Für mich war es das erste Mal und ich war davon total begeistert. Es hat zwar einen Moment gedauert, bis ich mich an die Atemtechnik gewöhnt hatte, aber danach war es wirklich wunderschön. Wir haben bei den Korallenriffen ganz viele bunte Fische gesehen. Allerdings habe ich festgestellt, dass diese Sache auch ganz schön anstrengend ist, da man die ganze Zeit in Bewegung ist und ständig nur durch den Mund atmet.

Donnerstag abend haben wir uns dann mit den Pateneltern von Dilki getroffen, die zur Zeit gerade in Hikkaduwa ihren Urlaub verbringen. Erst waren wir in einer kleinen Kneipe etwas essen und anschließend haben wir den Abend in unserem Hotel mit einem Arrak-Cola ausklingen lassen.

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  Die beiden sind wirklich sehr nett und wo sie schon mal da waren, wollten sie sich natürlich auch mal das Angels Home anschauen und haben sich für Freitag eine Fahrt nach Marawila besorgt. Gegen Mittag haben wir uns alle im Heim wieder getroffen. Die beiden hatten sehr viele Geschenke für die Kids dabei, wie z.B. Puzzle, Schreibblöcke, Stifte und Gummibärchen. Außerdem haben sie auch von Petra, die ja bereits vor einigen Wochen in Marawila zu Besuch war, etwas mitgebracht: einen wunderschönen Kalender mit Fotos von den Kids sowie für alle Angestellten und die Kinder einen Umschlag mit Fotos darin.

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  Die Kinder haben sich über alle Sachen sehr gefreut.

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  Abends waren wir mit Dilkis Pateneltern in einem Restaurant in Marawila und später haben wir noch eine Weile auf der Terasse gesessen und uns unterhalten.

Heute morgen hat Dilki dann noch eine kleine Einkaufstour mit Regina und Latta gemacht, wo sie sich etwas zum Anziehen aussuchen durfte. Als sie wieder kamen, war erstmal Modenschau angesagt.

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Gegen Mittag kamen 4 weitere Besucher ins Angels Home, die Frank vor kurzem bei dem Forum-Treffen in Hikkaduwa kennengelernt hat; 2 nette Sri Lanka Liebhaberinnen mit ihren Männern. Auch sie haben noch einmal für jedes Kind ein Kuscheltier mitgebracht und Geld gespendet.

Nach dem Mittagessen habe ich mit den Kids eine Runde gewürfelt, bevor sie sich dann für die Kirche fertig machen mussten.

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  Gegen 14.30 Uhr sind dann alle Besucher wieder gegangen und ich habe mich erstmal ein Stündchen aufs Ohr gehauen. In Hikkaduwa habe ich mir irgendwie eine leichte Erkältung zugezogen und fühle mich deshalb die letzten 2 Tage etwas schlapp. Allerdings hat mir Frank schon 2mal seinen ganz besonderen Chilli-Pfeffer-Tee zubereitet und so langsam geht’s mir auch wieder besser.

Morgen werde ich mal versuchen, mit den Kids das große 1000er Puzzle fertig zu stellen, was sie von Petra geschenkt bekommen haben.

Anfang der Woche gehe ich mit Latta für alle Kinder Badeanzüge einkaufen, da wir am Dienstag einen Termin in Wennapuwa zum Schwimmen haben. Ein Bekannter von Frank hat dort einen Swimming-Pool und wenn es den Kids gefällt, werden sie dort in Zukunft alle 14 Tage hinfahren, um schwimmen zu lernen.