Wie die Zeit vergeht!


 Tagebuch3.Hanna.TitelbildUnd Gestan is Heid woan. (Und Gestern ist Heute geworden,)

 Und Heid wiad boid Moang. (Und Heute wird bald Morgen.)

  •  "Heast as ned" Hubert von Goisern

Zeit ist so relativ, und trotzdem immer spürbar vorhanden. Vergeht sie zu schnell ist man traurig, vergeht sie zu langsam wird man ungeduldig. Dass man einen Tag, eine Woche, ein Jahr in Zeit aufteilt erleichtert uns das Leben und es ist auch unvorstellbar ohne Zeiten zu leben. Aber schöne Augenblicke lassen sich meiner Meinung nach nicht in Zeit messen. Der Moment kann noch so kurz sein, so kann er es trotzdem schaffen als kleine Ewigkeit in Erinnerung zu bleiben.

Solche schöne Momente durfte ich hier mit den Mädchen und meinen Kolleginnen schon viele sammeln, und bin sehr dankbar darüber. Denn durch diese Erinnerungen ist es in Ordnung, dass die Zeit nur so an einem vorbeizieht. Hanna Bericht2 Gemeinsam Zeit verbringenSo werd ich mir immer merken wie wir Praktikantinnen jeden Morgen mit einem leckeren Frühstück den Tag starten. Wie wir uns gegenseitig zuhören und unterstützen, uns über alltägliches aus dem Heim oder auch von dem Leben in Deutschland/Österreich erzählen. Durch die entspannte Atmosphäre mit meinen Kolleginnen kann man gestärkt und mit neuer Motivation zu den Mädchen, die einem nach knapp zwei Monaten sehr ans Herz gewachsen sind. Momente in denen wir tanzen, spielen, lernen und lachen sind hell in meinen Gedanken. Besondere Anlässe wie Karneval, Valentinstag oder das Fußballtunier leuchten um so heller. Oft sind es auch die ganz kleinen Augenblicke, wenn zum Beispiel ein Mädchen gerade wegen etwas beleidigt ist, aber dann entschuldigend zu einem kommt mit einer Geste der Versöhnung.

Tagebuch3.Hanna Abendessen bei KerzenlichtNatürlich gibt es auch Ereignisse die nicht schön sind, aber das gehört nun mal genau so dazu. Man darf nur nicht darauf herumkauen, und muss immer wieder von neuem in verschiedene und schwierige Situationen gehen. Nach so einigen singhalesischen Dramen, was in Sri Lanka ganz normal ist, scheint dies oft gar nicht so einfach, denn man fängt an sich selber auch mehr als nötig in die Situationen hinein zu steigern. Tagebuch3.Hanna.Zusammen ist man stärkerMan lernt sich in der Geduld, und Sachen so hinzunehmen wie sie sind, auch wenn man diese manchmal nicht ganz versteht, immerhin muss man bedenken das wir Praktikantinnen nur einen so kurzen Bruchteil im Heim leben.

Und Gestern ist Heute geworden, und Heute wird bald morgen. In diesem Sinne bin ich bereit im kommenden Monat noch so einiges zu erleben, und das Erlebte als Momente in Erinnerung zu behalte.

Eure Hanna