Mein erster Tagesausflug nach Negombo


Cover Hafen von NegomboNachdem ich meinen ersten freien Tag hier in Marawila am Strand verbracht hatte, wollte ich nun – eine Woche später – unbedingt meinen ersten Ausflug starten, um das Land besser kennen zu lernen. Dafür wählte ich die Stadt Negombo, die ich mit dem Bus nach ca. einer Stunde erreicht hatte. Meine erste Busfahrt war ziemlich angenehm: Der Bus war nicht allzu voll, sodass ich die Bank meistens für mich alleine hatte und weil das Fenster geöffnet war, hatte ich immer eine Brise frischen Wind im Gesicht – herrlich! ???? Die Stunde war wie im Flug vergangen!

Nach kurzer Orientierung steuerte ich auch schon den ersten Laden ein – er war klimatisiert ???? Zwar war die Kauflust groß, ich hatte mich aber trotzdem unter Kontrolle und habe nicht den halben Laden leer gekauft (worauf ich sehr stolz bin ???? ). Nach kurzer Stärkung mit ultrasüßem Kaffee (der so naja schmeckte...) ging es dann mit dem Tuk-Tuk weiter zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten.

Fischer bei der ArbeitDer Besuch auf dem Fischmarkt hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn der Geruch doch eher unangenehm war. Das allgemeine Treiben konnte mich dafür in seinen Bann ziehen: Ich fand es wahnsinnig spannend, dem ganzen Geschehen einfach zuzusehen. Es wurde Fisch zerlegt und angepriesen, die Preise wurden ausgehandelt und bei all dem wurde trotzdem viel gelacht. Der junge Sri Lanker, der hier auf dem Bild ganz links stehend gerade die frisch gefangenen Fische aus dem Netz holt, hat mir sogar einen davon angeboten – ich habe allerdings dankend abgelehnt.

Blick auf die LaguneMeine Reise führte mich weiter zum Hafen. Hier bot mir mein Fahrer an, eine Bootstour mit einem seiner Freunde unternehmen zu können, die ich aber lieber ablehnte – dieser Freund war mir nicht geheuer! Stattdessen habe ich beschlossen, ein weiteres Mal nach Negombo zu fahren, um die dortige Lagune mit ihrer wohl wunderschönen Flora und Fauna auf seriöse Art und Weise doch noch bewundern zu können!

Auf der Weiterfahrt hielt mein Fahrer noch kurz an einem weiteren schönen Plätzchen an und meinte, ich solle doch den kleinen Hügel dort hochlaufen. Gesagt – getan. Oben zeigte er mir dann das Gefängnis von Negombo – das direkt neben einem Tennisplatz liegt, auf dem gerade einige Kinder spielten. Da war ich doch erstmal baff! Ein Gefängnis – mein Fahrer erklärte extra noch, dass dort auch Mörder einsäßen – direkt neben spielenden Kindern. That’s Sri Lanka!

Ist dieses Fahrrad nicht wunderbarAuf dem Rückweg zur Bushaltestelle musste mein Fahrer dann nochmal am Straßenrand anhalten. Ich hatte dieses wunderbare Fahrrad entdeckt und wollte unbedingt ein Foto davon machen. Ich fahre daheim immer mit dem alten Klappergestell meiner Oma – weil ich es einfach so sehr liebe. Nur leider ist seine Gangschaltung kaputt, was es doch das ein oder andere Mal etwas anstrengend werden lässt. Dieser rostige, charmante, alte Drahtesel hat einfach sofort mein Herz erobert!

Die Heimfahrt konnte ich dann mit einem sehr wohligen Gefühl antreten, weil ich einen sehr schönen Tag erlebt hatte. Mein Fahrer lotste mich zu einer anderen Haltestelle als der, an der ich angekommen war. Gott sei Dank saß ich neben einem netten jungen Mädchen, das mir half, die richtige Haltestelle in Marawila zu finden – wer weiß, sonst wäre ich vielleicht bis nach Chilaw gefahren und hätte es noch nicht mal gemerkt, weil für mich doch alles irgendwie noch sehr ähnlich aussieht! ????

Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße,
eure Eva.

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