Mein Trip nach Colombo


 Blick auf ColomboJede Praktikantin muss während ihres Aufenthaltes einen Trip nach Colombo antreten, um ihr Visum zu verlängern. Für mich war es am vergangenen Donnerstag soweit und ich möchte euch gerne von meinem Tagestrip nach Colombo berichten. Vor allem möchte ich ein paar Insider-Informationen für zukünftige Praktikantinnen preisgeben.

Aufgebrochen bin ich morgens um 5.45 Uhr, damit ich auch den ganzen Tag zur Verfügung hatte. Um 6.00 Uhr war ich dann an der Bushaltestelle. Dort habe ich dann den A/C - Bus nach Colombo genommen. Die Busse halten hier nicht automatisch wie in Deutschland, sondern man muss Sie quasi heranwinken. Wenn man Glück hat, hält der Bus, wenn man Pech hat, fährt er weiter. So hat es etwa 25 Minuten gedauert, bis ich endgültig im Bus saß. Das Ticket kostet 165 LKR (es müsste der ganz normale Preis sein). Das sind umgerechnet 1,05 Euro. Die Fahrt dauert im besten Fall eine Stunde. Der AC - Bus ist etwas komfortabler als der normale Bus, d.h. man hat einen Sitzplatz und der Bus ist klimatisiert. Endstation war dann die Pettah Bus Station in Colombo.

Von dort habe ich mich erst mal mit dem Tuk Tuk auf den Weg zum Immigration Services Centre gemacht. Das Büro befindet sich in der Galle Road 330 und ist meiner Meinung nach ziemlich unscheinbar, sodass ich zunächst daran vorbeigelaufen bin. Um kurz nach 8.00 Uhr war ich dort und kam auch ziemlich schnell an die Reihe. Der Preis für die Visumsverlängerung beträgt 8020 LKR, d.h. 51,24 Euro. Insgesamt darf man sich dann 3 Monate im Land aufhalten. Dabei haben sollte man auf jeden Fall seinen Reisepass, sowie ein aktuelles Passfoto. Nach einem Rückflugticket wurde ich nicht gefragt. Das Passfoto kann man aber auch noch vor Ort machen lassen. Die Bearbeitung des Visums dauerte allerdings den Tag über, sodass ich gebeten wurde, um 17 Uhr wiederzukommen und es dann abzuholen. Allerdings musste ich später feststellen, dass ich nicht im Departement of Immigration and Emigration war , sondern in einem privaten Office. Von daher habe ich leider auch zu viel für das Visa gezahlt. Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Es war nun 8.30 Uhr und ich hatte bis 17 Uhr Zeit mir die Stadt anzugucken. Meiner Meinung nach muss man sich Colombo nicht zwingend anschauen, wenn man in Sri Lanka ist. Wenn man aber einmal dort ist, sollte man die Zeit definitiv nutzen.

Der Viharamahadevi ParkHier folgen nun die Plätze und Gebäude, die ich besucht habe und auch weiterempfehlen möchte:

Ich bin zunächst zum Viharamahadevi Park gefahren. Mit einem leckeren Frühstück bestehend aus einem Chocolatechip-Cookie und einem Caramel Frappuccino von Cup Cafe - ähnelt sehr Star Bucks - bin ich durch den Park geschlendert. Der Park ist inmitten der hektischen Hauptstadt eine wahre grüne Oase, die zum Entspannen einlädt, also nach einer langen Busfahrt genau das Richtige. Vom Park aus sieht man die Town Hall Colombos, welche auch Independence Hall genannt wird.Die Town Hall

Meine nächste Station war der Gangaramaya Tempel. Wer sich für Buddhismus und Kultur interessiert, sollte sich den Tempel auf jeden Fall anschauen. Ich habe mich dort tatsächlich eine ganze Stunde aufgehalten und fand es ziemlich überwältigend. Fotos zu machen, war erlaubt. Bei dem Tempelbesuch sollte man allerdings daran denken, Kleidung zu tragen, die Schultern und Knie bedeckt. Für Touristen kostet der Eintritt 300 LKR. Mit diesem "Tempelticket" kann man sich aber auch weitere Tempel anschauen, sowie den Seema Malaka Tempel, der zu Fuß nur einen Katzensprung entfernt liegt.

Da ich noch ein Weihnachtsgeschenk benötigte, hat es mich als nächstes in das ODEL Shopping Center verschlagen. Von außen sieht es ziemlich unscheinbar aus, von innen ist es sehr modern. Hier gibt es Kleidung, Accessoires und Kosmetikartikel von diversen Marken, allerdings zu den Standardpreisen wie man sie auch aus Deutschland kennt. Trotzdem lassen sich dort auch einige nette Kleinigkeiten finden. Da das Gebäude klimatisiert ist, habe ich mich dort etwas länger aufgehalten. Gegenüber vom ODEL befinden sich die Cinnamon Garden Baptist Church und die Dawatagaha Mosque, die beide zumindest ein Foto wert sind.

Danach habe ich mir das Stadtviertel Pettah angeschaut. Hier gibt es unter anderem das Dutch Hospital, welches einst ein Krankenhaus war und heute ein Shopping Center ist. Ich finde es zwar nicht so schön wie das ODEL, aber hier gibt es viele verschiedene Restaurants, in denen man sich ein etwas luxuriöseres Essen gönnen kann.

Gleich dahinter, findet man den Uhrturm des Stadtteils. Am frühen Nachmittag wurde er vom Sonnenlicht angestrahlt, sodass er ein sehr gutes Fotomotiv abgegeben hat.

Der Uhrturm in PettahIch wollte unbedingt noch die Jami ul Alfar Mosque sehen, welche sich im Westen von Pettah befindet. Von daher habe ich mich zu Fuß auf den Weg dorthin gemacht: es war laut, es war voll und es lagen ziemlich verschiedene Gerüche in der Luft. Alles in allem ein ziemlich buntes und chaotisches Stadtviertel. Wer keine Menschenmassen mag, sollte es meiden. Trotzdem bietet die Moschee einen ziemlichen beeindruckenden Anblick, vor allem da sie sich inmitten der anderen Gebäude befindet.Die Jami ul Alfar Mosque

Da ich um 17 Uhr mein Visum abholen musste, habe ich als letzte Station das Barefoot Garden Café eingeplant, welches sich in der Nähe des Offices befindet. Dort kann man handgearbeitete Stoffartikel und Souvenirs kaufen, sowie im Hinterhof bei einem leckeren Essen oder Getränk den Tag ausklingen lassen.

Handgearbeiteter Stoff im Barefoot Garden CaféOhne Probleme habe ich schließlich mein Visum eingesammelt und bin dann wieder zur Pettah Bus Station gefahren, um den Heimweg anzutreten.

Für alle nächsten "Angels Praktis": A/C - Bus , Plattform 4 Richtung Chilaw ???? Aufgrund des Berufsverkehrs hat die Rückreise ziemlich lange gedauert, sodass ich letztendlich erst um 20 Uhr zurück im Angels Home war.

Was den Transport innerhalb der Stadt mit dem Tuk Tuk angeht: immer vorher fragen, was die Fahrt kosten soll und immer handeln, da man als Weißer im Endeffekt immer noch mehr als nötig zahlt. Wer darauf keine Lust hat, kann auch nachfragen ob das Tuk Tuk ein Taximeter hat. Dann zählt, wie man es vom Taxifahren in Deutschland kennt, die Anfahrt und die gefahrenen Kilometer.

Der Tag war insgesamt ziemlich anstrengend, aber auch interessant. Es war eine coole Erfahrung alleine in einer fremden Stadt unterwegs zu sein und sich zurechtfinden zu müssen. Trotzdem war ich ziemlich froh wieder zurück zu sein. Vor allem, da noch ein Teller vom heimischen Abendessen made by Nadischa auf mich wartete. Und wie heißt es doch so schön: zu Hause schmeckt's doch immer noch am besten ????

Liebe Grüße und bis zum nächsten Bericht!

Corinna