Die Tage vergehen und der Abschied rückt näher!


GruppenfotoMeine Zeit hier im Angels Home geht langsam dem Ende zu und der Abschied, an den ich gar nicht denken möchte, rückt leider immer näher. Nach meinem Urlaub vergingen die letzten Wochen hier im Angels Home wie im Flug.Ich war immer der Meinung, dass ich noch alle Zeit der Welt habe - es ist ja erst Halbzeit - und jetzt muss ich mich schon von hier verabschieden.

Nach der sehr schönen Zeit mit meiner Familie kehrte ich zurück in den Alltag mit den Mädchen: stand mit ihnen früh am Morgen auf, unterstützte sie in ihrem Alltag, unterrichtete sie in Englisch, manchmal (aber sehr selten) musste ich auch bei Auseinandersetzungen einschreiten oder schimpfen,... Ich lachte und spielte viel mit den Mädchen, hörte gerne ihren Erzählungen zu,... Der Alltag der Mädchen wurde auch wieder zu meinem Alltag und ein Tag nach dem anderen verging rasend schnell. Dinge, die mir anfangs als außergewöhnlich und besonders erschienen, sind für mich mittlerweile selbstverständlich. Es ist sogar schon so weit, dass ich morgens um kurz vor halb fünf, bevor mein Wecker klingelt, von alleine aufwache (und das heißt schon was lächelnd).

MädelsIch erlebe hier viele unbezahlbare Eindrücke vom singhalesischen Leben, der Denkweise und Kultur der Singhalesen. Leider wird mir aber auch immer wieder bewusst, was für große Unterschiede zu meinem Leben in Deutschland existieren. Besonders nach den vielen interessanten Unterhaltungen mit den älteren Mädchen bin ich immer wieder über ihre Einstellungen und Gedanken verblüfft. Die Gespräche am Abend mit den Mädels werde ich definitiv sehr vermissen traurigSchaschikala und ich

In den letzten Wochen passierte auch so einiges im Angels Home. Frank baute gemeinsam mit den größeren Mädchen einen tollen neuen Spielplatz und das Kinderheim stellte eine neue Head-Matron ein. Außerdem wird der Hühnerstall des Angels Home in der nächsten Woche renoviert, damit ein Hahn und Hennen in den Garten des Kinderheims einziehen können. Die Mädchen sind schon ganz aufgeregt und freuen sich darauf.
Ich bin übrigens gerade damit beschäftigt, meine Reise durch Sri Lanka nach meinem Praktikum zu planenund zu organisieren und je konkreter die Pläne werden, desto mehr steigt die Vorfreude und die Aufregung. Die anfangs bestehenden Zweifel, ob ich bei diesem singhalesischen Chaos überhaupt noch alleine durchs Land reisen soll, sind verflogen. Mittlerweile komme ich hier im chaotischen Sri Lanka wunderbar klar.

Eins ist jetzt schon sicher: Es wird ein Abenteuer lächelnd. Also Leute drückt mir die Daumen, dass ich hier nicht verloren gehe.

Bis bald!
Eure Tamara