Eingetaucht in eine andere Kultur


Der Strand am Palm Bay Hotel in MarawilaNach sechs Tagen Arbeit mit den Mädchen im Angels Home findet jeden Sonntag mein freier Tag statt. Diesen verbringe ich immer ganz unterschiedlich. Mal ist ein kleiner Städtetrip in die naheliegenden Städte Negombo oder Chilaw angesagt und mal führt es mich in das Club Palm Bay Hotel hier in Marawila. Dort verbringe ich dann die meiste Zeit im Pool oder entspanne auf der Sonnenliege. Außerdem gibt es dort einen kleinen Strandabschnitt, den ich sehr schön finde.

Der Pool im Club Palm Bay HotelDie Tage im Club Palm Bay Hotel sind immer eine gelungene Abwechslung und natürlich ein Kontrastprogramm zu meinem Alltag hier im Angels Home. Jedes Mal wenn ich in das Club Palm Bay Hotel fahre treffe ich natürlich auf zahlreiche Menschen, die gerade hier auf Sri Lanka ihren Urlaub verbringen. Daraufhin stelle ich dann immer wieder fest, dass es einen ziemlichen Unterschied ausmacht, einen Urlaub in einem anderen Land zu verbringen oder für einige Wochen oder Monate in einem Land zu leben.

Reis und Curry sind nun schon zur Gewohnheit für mich geworden und ich finde es mittlerweile so ziemlich normal und gewöhnlich, dass es dies zum Frühstück, Mittag und zum Abendessen gibt. Im Hotel gibt es natürlich nicht „nur“ Reis und Curry, sondern auch viele andere Gerichte, wie beispielsweise Nudeln, Lasagne oder Pommes. Außerdem wird dort das Essen mit Messer und Gabel gegessen und nicht mit der rechten Hand. Dies genieße ich dann natürlich auch mal wieder auf eine gewisse Art und Weise, stelle jedoch wiederum fest, dass es eine ziemlich einmalige Erfahrung ist, für einige Zeit in eine andere Kultur abzutauchen und somit unter anderem das einheimische Essen, mit der rechten Hand, zu essen. Zugegebenermaßen konnte ich mich in den ersten Wochen meines Praktikums im Angels Home nicht wirklich an Reis und Curry zum Frühstück gewöhnen und freute mich immer sehr auf die Tage Mittwoch und Sonntag, da es an diesen Tagen Brot zum Frühstück gibt.Die Mädchen und ich in der Spielzeit Dieses Empfinden änderte sich jedoch nach einiger Zeit und nun ist es so, dass Reis und Curry, wie viele andere Dinge auch, zu meinem Alltag hier im Angels Home dazugehören. Ein weiterer Unterschied ist, dass ich durch das Praktikum im Angels Home viel über die singhalesische Kultur und über die Menschen in Sri Lanka lerne beziehungsweise erfahre. Dies wird zum einen durch den täglichen Kontakt mit dem Personal ermöglicht und zum anderen natürlich durch den Umgang mit den Kindern.

Oftmals entstehen somit beim Helfen in der Küche zum Beispiellustige Konversationen oder Situationen, an die ich mich sicherlich noch lange Zeit nach meinem Praktikum im Angels Home erinnern werde.

Viele Grüße,Nadine