Und am Ende bleiben uns die Erinnerungen.


Abschied MarinaMehr als drei Wochen sind nun seit meinem Abschied aus dem Angels Home vergangen, in denen ich, sogar ganz ohne Zahnschmerzen, gemeinsam mit meiner Schwester und einer lieben Freundin viel von Sri Lanka sehen durfte und anschließend wieder gut in Deutschland angekommen bin. Und obwohl mir hier nun schon etliche Male die Frage „Na wie wars in Sri Lanka?“ gestellt wurde, fällt es mir immer noch schwer, darauf eine passende und prägnante Antwort zu finden. Es waren spannende und intensive zwei Monate im Angels Home, mit kleinen und größeren Herausforderungen undso vielen wunderbaren, unvergesslichen Momenten. Aber vor allem war es eine Zeit, in der ich so viel Herzlichkeit und Lebensfreude von den Mädchen erfahren habe, die mich wirklich beeindruckt hat und dies immer noch tut. Zeit des Abschiednehmens

So haben die Mädels es mir leicht gemacht, mich in einer für mich völlig neuen Welt zurecht zu kommen, mir viele Dinge ihrer Kultur näher gebracht und oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Durch die vielen gemeinsamen Stunden, die wir täglich miteinander verbrachten, entwickelten wir schnell ein enges Verhältnis zueinander. Besonders mit den älteren Mädchen, die beinahe in dem Alter wie wir Praktikantinnen waren, habe ich viele interessante Gespräche geführt,über Themen, die jeden Heranwachsenden in diesem Alter bewegen oder beschäftigen, ganz unabhängig von Herkunft oder der Kultur.

Wirklich überrascht hat mich wenige Tage nach meiner Rückkehr ein Anruf von Ayesha, ein Mädchen aus dem Angels Home, dass seit wenigen Wochen wieder bei ihrer Großmutter lebt. Sie fragte, ob ich gut Zuhause angekommen sei und wie es mir gehe. Und obwohl wir nur wenige Minuten miteinander telefonierten, freute dieser Anruf mich riesig und zeigte mir, dass ich zwar eine von zahllosen Praktikantinnen im Heim war, aber in den Köpfen der Mädels doch einen Platz eingenommen habe. Zugleich untermauerte dieser Anruf die Tatsache, dass die Mädels aus dem Angels Home wirklich sehr aufmerksam sind. Auch im Alltag oder in schwierigen Situationen sind sie füreinander da und geben sich gegenseitig Halt, was ich sehr bemerkenswert fand.Einige der süßen Abschiedsbriefe der Mädels

All diese jungen, starken Persönlichkeiten werde ich ebenso wenig vergessen wie den Alltag dort: das frühe Aufstehen und die Blicke der verschlafenen Mädels jeden Morgen; die lustigen Stunden, während wir dem Personal in der Küche geholfen haben und uns nebenbei Lieder vorgesungen haben; spannende Volleyballspiele; die Suche nach dem perfekten Versteck beim Verstecken spielen mit den Kleinen; der Rückhalt von Janika, Julia, Nadine; die vielen lustigen Momente auf unserer Terrasse und viel viele Dinge mehr.Mit viel Spaß bei der Arbeit

Auch wenn ich ganz froh bin, wieder zuhause zu sein und mein „normales Leben“ zurück zu haben, bin ich sehr glücklich, dieses Praktikum absolviert zu haben und dankbar für all die Erfahrungen, die ich während dieser 2 Monate machen durfte.

Bis vielleicht in einigen Jahren, Angels Home und Marawila.

Marina