Von kleinen und großen Abenteuern des Alltags


Tielbild Colombo So ihr Hübschen,

während ich nun schon seit drei Stunden im Immigration Office auf die Verlängerung meines Visums warte, versuche ich mich einmal daran, zu beschreiben, wie es sich so anfühlt, allein in den Städten Sri Lankas unterwegs zu sein.

Um von Marawila aus in die verschiedenen Städte zu kommen, ist es am einfachsten, den Bus zu nehmen. Das ist unschlagbar günstig (eine Fahrt kostet meist nur den Bruchteil eines Euros), jedoch für Ungeübte eine mittelgroße Herausforderung. Aufgrund der oftmals nur singhalesischen Beschriftung der Busse ist es gar nicht so einfach, den richtigen Bus zu erwischen und dann ist eine kleine Meisterleistung, beim Einsteigen unfallfrei davonzukommen, da die Busse, wenn überhaupt, nur wenige Sekunden anhalten. Aber man trifft immer auf liebe Menschen, die versuchen zu helfen und einen sprichwörtlich „an die Hand nehmen“.Der Busbahnhof in Colombo 

Hat man letztlich die richtige Haltestelle zum Aussteigen gefunden, erwarten einen in den Städten ziemlich viele neugierige Blicke und Rufe von den Einheimischen. Auch die Hupe ist ein gern genutztes Mittel, um Aufmerksamkeit zu erwecken. Das ist ziemlich befremdlich und teilweise unentspannt, jedoch gewöhnt man sich an all das von Ausflug zu Ausflug mehr, beziehungsweise lernt, das zu ignorieren und die spannenden Seiten der StädteChilaw, Negombo oder auch Colombo, die ich bisher besucht habe, zu fokussieren.

Die Besichtigung prächtiger Tempel oder auch der Besuch der pulsierenden Fisch- und Obstmärkte faszinieren jedes Mal wieder und zeigen die Vielfalt Sri Lankas in jeglicher Hinsicht.So besichtigt man Tempel in Anwesenheit von Kühen, kann bestaunen, welche Opfergaben die Menschen ihren Göttern bringen oder man lässt sich einfach auf dem Markt ein wenig treiben und probiert bis dahin unbekannte Früchte. 

In diesen Situationen kommt man zudem sehr gut in Kontakt mit Einheimischen, die ganz stolz von Sri Lanka erzählen und sich dafür interessieren, wie man ihr Heimatland findet und wo man herkommt. Dabei kommt es zwar häufiger zu kleinerenKommunikationsschwierigkeiten aufgrund des doch größtenteils sehr holprigen Englisch, aber mit einem Lächeln im Gesicht sind solche kleinen Problemchenauch schnell vergessen und ein Lächeln verbindet ja bekanntlich immer!

Ungewohnter Besuch im TempelBuntes Treiben auf dem Markt in ChilawEinhübscher Buddha im Munneswara Tempel

Wie ihr merken könnt, wird ein Ausflug hier niemals langweilig und selbst die banalsten Dinge können zu einem kleinen Abenteuer werden. Jedoch kann man am Ende des Tages jedes Mal von kleinen oder größeren Besonderheiten erzählen, die man sicherlich so schnell nicht wieder vergessen wird und den Aufenthalt hier unvergesslich machen.

Bis bald,

Marina

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