Schmetterling verliert die Farbe


Gartenarbeit ist angesagt und alle sind fleißig am arbeiten, bis sich auf einmal eine kleine Hand Tragen des Falters Hand in Handin meine legt und Sashini meinen Namen ruft. In ihrer anderen Hand liegt ein toter Schmetterling, der langsam seine Farbe verliert! So manches Kind hätte sich über seinen Fund gefreut. Für das Foto wird trotzdem gelächeltEs strahlend allen gezeigt und anschließend mit Stolz und viel Tesafilm im Tagebuch befestigt. Doch so nicht unsere Sashini. Mit großen Augen und Verzweiflung im Blick schaut sie zu mir auf und hält das leblose Tier in den Händen. Ihre kindliche, tiefgreifende Trauer über diesen Verlust steckte mich an. Nun beginnt der Trauerzug. Zunächst zu zweit. Ich werde von ihr im wirren Zickzack und mit dem Ziel eine Ruhestätte zu finden von Palme zu Palme gezerrt. Zwei weitere Mädchen betrachten fastzieniert die bunten Flügel, die aufgehört haben zu schlagen. Sie schließen sich uns an. Durch die Berührung der vielen schwitzigen Kinderhände verliert der Falter schon die Farbe und das grelle Puder löst sich in Nichts auf. Vom 5. Mädchen wir ein grünes Blatt gebracht. Der Schmetterling darauf gebettet und zu einem Päckchen gefaltet. Mit einem Stock durchbohrt, damit es nicht erneut aufklappen kann.

Doch als Theekshanis Stimme ertönt und Gardenwork ist beendet. Der kleine Trupp löst sich auf. Shashini drückt das Päckchen an sich und läuft davon.

ManDer Schmetterling aufm Altar geht davon aus sie würde den Schmetterling eingeschlossen im Grün des Blattes zur Ruhe legen, irgendwo im Schatten, an die Wurzeln einer Palme oder die Ecke ihres Schrankes. Allerdings sehe ich den gelb-roten Falter etwas matter und mit geknickten Flügeln erneut, als ich mit ernster Miene zum kleinen Altar geführt werde, vor dem sich die katholischen Mädchen zum beten versammeln. Dort liegt er gebettet auf weißen Blüten. Meine Hände zu einer Schale geformt, wird der Schmetterling hineingelegt und Sashinis schießen sich darüber. Nach 5 Schritten wird geprüft, ob er noch da ist. Die aus Händen geforSchmetterling im Stiftdöschenmte Höhle öffnet sich und überall sind Armeisen und kleine Käfer!!  Aus der Blumen in den Schmertterling gekrabbelt überlagerten sie diesen und wimmeln in unseren Händen.

Befreit von Käfern treffen wir auf Bodi, die kleinste unserer Engel, und Sashini entdeckt noch einen "Butterfly". Zwischen Fingerspitzen am Flügel fängt das zweite für tot gehaltene Insekt an lebendig zu werden.  Der Schmetterling wird plötzlich uninteressant. Die Freude für das Lebendige überwog. Der Schmetterling auf der rosa BlumeDie beiden Mädchen kreischen und kichern. Verlieren das Gleichgewicht, treten ausversehen auf den "Butterfly", grinsen und heben ihn wieder auf. Er flattert und krabbelt. Ganz beschäftigt wird mir der ausgeblichene Schmetterling mit den Worten "You take" überlassen. 

Der Schmetterling auf der rosa BlumeKaum liegt er in einem metallenen Stiftedöschen auf meinem Nachttisch erinnert sich Sashini mit sehnsüchtigem Blick. Er wird nach seinem langen Weg nochmal aus der Dose genommen und mit zarten Fingern auf eine rosa leuchtende Blume gebettet.

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