Die Zeit vergeht wie im Fluge!


An der Wand das Logo vom Angels HomeWenn man Spaß hat vergeht die Zeit wie im Flug. Den wahren Kern dieses Sprichworts erkennt man im „Angels Home“ mit den 57 Rabauken schnell, denn langweilig wird einem hier nie.

Deshalb stellte sich mir auch bald die Frage „Wer hat an der Uhr gedreht,...?“, als ich bemerkte, dass meine ersten 2 Wochen als Praktikantin im „Angels Home“ bereits vorbei sind.

Es waren aufregende, anstrengende und lustige Tage, an denen ich jeden Tag etwas neues gelernt habe. Entweder über die Kinder, das Leben auf Sri Lanka und im Kinderheim oder über die Mentalität der Menschen.

Mittlerweile kenne ich mehr als die Hälfte der Namen, einige Eigenheiten der Mädchen und den Tagesablauf.

In den ersten Tagen empfand ich vor allem die Geräusche von denen ich nun tagtäglich umgeben bin, als sehr gewöhnungsbedürftig.

Wenn man morgens um 5 Uhr aufstehe, um die Mädchen zu wecken, liege ich in meinem Bett und kann in der Ferne das Rauschen des Meeres und den Wind in den Palmblättern hören, sodass schon beinahe Urlaubsgefühle aufkommen.Der Blick von unserer Terasse Ansonsten ist es still. Selbst das Piepen, Zirpen und Summen mit dem man am Abend zuvor eingeschlafen ist, ist verstummt.

Leben kommt ins Haus, sobald die Glocke (ein fester Bestandteil des Alltags) geläutet wird und die Mädchen aus den Federn gekrochen sind. Dann heißt es Morgensport,  Zähne putzen, sich für die Schule herrichten und dann „See you later!“.

Doch natürlich kehrt die Stille nicht zurück, sobald die Mädchen auf dem Weg in die Schule sind. Aus der Küche schallen singhalesische Lieder durch das Haus, die an Bollywood – Filme erinnern. Auf dem Grundstück nebenan wird fleißig an den neuen Ausbildungsstätte des „Angels Home“ gewerkelt. Der Brotverkäufer dreht seine Runden und lässt dabei in Dauerschleife eine Melodie laufen, die mich an einen Eiswagen aus meiner Kindheit erinnert. Doch genauso wie an die Temperaturen werde ich mich auch daran gewöhnen.

Nach einer Woche im „Angels Home“ kann ich mit Sicherheit sagen, dass es die richtige Entscheidung war nach Sri Lanka zu kommen und dass ich mich ungemein auf die nächsten Wochen freue.

Bis bald und liebe Grüße aus Marawila

eure Antonia