Childrens Day Sri Lanka 2014


Childrens Day 2014 in Sri LankaDer 01. Oktober begann für mich um halb fünf. Meine Müdigkeit verschwand dann ziemlich schnell, als mir der Gedanke kam, dass heute kein normaler Mittwoch ist, sondern Kindertag. Diesen Tag verbrachten wir gemeinsam mit dem Mädchen, dem Personal und ungefähr 800 anderen Kindern aus Kinderheimen in der Nähe vom Wennappuwa am Strand.

Nachdem wir gemeinsam Tee tranken schlüpften die Kinder in ihre T-Shirts und Hosen. Die Hosen mochten sie gar nicht und auch für mich war es irgendwie komisch, da wirklich alle Mädchen immer Röcke tragen. Nach dem wir gefrühstückt hatten, sammelten sich die Mädchen auf dem Hof. Jede bekam eine Nummer, danach stellten sie sich in einer Reihe auf...na dann kanns ja los gehen!

Im Bus fuhren wir einige Minuten zu einer Turnhalle. Dort versammelten sich die über 800 Kinder aus circa 50 verschiedenen Kinderheimen. Nach ungefähr 6-maligen Platzwechsel hatten wir uns nach dem Wunsch unseres Betreuers sortiert. Wie mir Subani erklärte hatte jedes  Kinderheim einen Betreuer, der uns an dem Tag begleitet. Nach langem Warten und einer Ansprache auf singhalesisch, ging es dann über einen schmalen Trampelpfad zu unseren Bussen. Der Bus fuhr eine Weile und dann kamen wir am Strand in Wennappuwa an.Am Strand von Wennappuwa wurde unser Childrens Day 2014 gefeiert Die Kinder mussten sich nach der Farbe ihres T-Shirts (grün, pink, blau, orange) aufstellen. Es begann erneut eine lange Zeit des Wartens, da wieder viele Reden, unter anderem vom Ministerpräsidenten des Distrikts, gehalten wurden. Farbenfroh wurde der Himmel als die Kinder ihre bunten Luftballons stiegen ließen.Einige Mädchen und Jungen haben es in der prallen Sonne nicht ausgehalten und mussten in den Schatten sich ausruhen. Als dann endlich die Reden vorbei waren, durften die Kinder Luftballons steigen lassen. Auch der traditionelle Kandydance durfte natürlich nicht fehlen. Dann bemerkten Antonia und ich, dass eine Traube von Menschen sich zwischen den Kindern bewegte. Als sich diese Traube dann in unsere Richtung steuerte, sagte Theekshani: „This is the chief minister!“ (=Ministerpräsident). Als sie das sagte, war uns sofort klar, dass er sich gleich mit uns, den beiden weißen Praktikantinnen vom Angels Home, unterhalten würde. So kam es dann auch. Smile Endlich, nach all dem Warten konnten die Kinder ihre selbst gebauten Drachen steigen lassen. Die Kinder ließem ihre selbst gebastelten Drachen steigenEinige funktionierten, andere nicht. Aber das war auch gar nicht so schlimm, denn die Kinder waren sehr glücklich und hatten richtig viel Spaß!  Der Himmel war bedeckt von den bunten Drachen, die im Wind schwebten und die Luft war erfüllt von den Rufen und dem Lachen der Kinder. Auch Live-Musik stand auf dem Programm, was ein weiteres Highlite am Childrens Day war.Kurz darauf fing die Band zu spielen an und die Stimmung wurde immer ausgelassener. Auch wir mischten uns unter die Kinder und waren doch wieder einmal eine Attraktion. Immer wieder standen plötzlich Kinder vor uns, die uns nach unseren Namen fragten oder uns mit großen Augen anstarrten. Das weckte in unseren Kindern den Beschützerinstinkt.

Allerdings brachten die vielen Kinder und die Hitze auch ein großes Problem mit sich: Wasser.

Bei Live-Musik wurden die Tanzbeine geschwungen :-)Zwar hatten die Helfer schon während der Reden Wasserflaschen an die Kinder verteilt, doch bei der großen Hitze war das keinesfalls genug. Dem Strand entlang waren drei Wasserstationen aufgebaut, an denen sich die Kinder ihre Flaschen wieder auffüllen konnten. Dort bildete sich nach kurzer Zeit auch schon einen nicht kleiner werdende Traube von Mädchen und Jungen. Und auch wir standen lange und oft bei den Wasserspendern, um unsere Mädchen mit ausreichend Wasser zu versorgen. So war es dann auch sehr angenehm, als wir uns zum (sehr leckeren) Mittagessen unter die nahen Palmen setzten und uns erholten. Nachdem wir wieder neue Kraft geschöpft hatten, ging es für uns erst richtig los. Mit neuer Kraft stürmten unsere Mädels die Tanzfläche. Da gab es auch für uns kein Halten mehr. Abkühlung im Meer ist für die Kinder immer ein riesen SpaßAls wir von oben bis unten nass geschwitzt und mit Sand bedeckt waren, machte sich die Kinderschar auf zu einem kleinen abgesperrten Bereich, an dem sie mit ihren Füßen ins Wasser konnten. Schnell zogen wir unsere Schuhe aus und liefen zum Meer. Hier standen die Aufsichtskräfte knietief im Wasser, hielten sich an den Händen fest und bildeten eine Mauer, sodass auch bei einer großen Welle kein Kind ins Meer gezogen wird. Gleichzeitig standen auch noch 6 Rettungsschwimmer der Navy bereit. Für den Fall der Fälle. Mit jeweils einem Kind an jeder Hand standen wir dort und warteten auf unsere erste Welle. Und wir wurden nicht enttäuscht. Schon nach kurzer Zeit waren nicht nur unsere Füße, sondern unsere ganzen Beine, nass. Die Mädchen quietschten vor Vergnügen über die langersehnte Abkühlung.

So ging für uns ein wunderschöner, lustiger und schweißtreibender Tag zu Ende. Auch für unsere Mädchen war es ein anstrengender Tag und kaum waren wir im Bus waren sie auch schon eingeschlafen.

Der Childrens Day ist zu Ende und nun wird erstmal eine Runde entspannt ;-)

Viele Grüße aus Marawila,

Antonia und Lisa.