Ewig und doch erst seit Gestern...


Nationalfeiertag in Sri LankaMittlerweile bin ich bereits seit knapp 3 Wochen im Angels Home und es kommt mir vor als wäre ich schon Ewig aber aber doch erst seit Gestern hier. Die Zeit rennt und man macht so viele neue Erfahrungen.

Seit dem letzten Bericht war der Nationaltag von Sri Lanka, mein erster tag alleine in der Stadt und auch das „Sportsmeet“ in der Schule der Mädchen.
Das war spannend und wie zu erwarten anders als ich es kenne. Es war Aufjedenfall heiß und unglaublich dramatisch. Zum Beispiel ist eine Teilnehmerin die zufällig auch noch letzte beim Staffellauf war ein paar Minuten später in der Mitte des Feldes zusammen gebrochen und musste von 4 Mädchen vom Platz getragen werden. Das war sehr spannend...

Unsere Mädchen haben bei dem Fest sehr gut abgeschnitten! Mehr dazu kann man aber in dem Bericht von Maggi lesen. Auf jeden fall war es ein aufregendes Erlebnis!

Fischmarkt an der BeachroadAufregend war auch mein erster freier Tag. Ich hatte mir vorgenommen nach der letzten Busfahrt diesmal das Fahrrad zu nehmen und mir die Stadt Marawila etwas anzuschauen. Am morgen bin ich erst einmal die Beach Road lang geradelt und hab mir den Fischmarkt angeschaut. Überall am Straßenrand haben Händler ihre Plane mit dem Fisch darauf ausgebreitet und manche mussten den Fisch sogar erst noch ausnehmen. Es ist unvorstellbar, dass das so eine enorme Menge verkauft wird und das jeden Tag ausser Sonntag aber auf meinem Rückweg war der Fischmarkt deutlich geschrumpft.
Nach einer Weile an der Beach Road radeln und nach ein paar mal abbiegen habe ich mich plötzlich auf dem Freitags-Markt wieder gefunden, wobei eigentlich der Einkaufsladen mein Ziel war.

Wochenmarkt in MarawilaDer Markt war ziemlich voll und relativ eng aber das macht den Charm aus. Bei den Bananen und den Papayas hab ich gleich zugeschlagen und konnte (meiner Meinung nach) auch einen fairen Preis aushandeln. Was eine Herrausforderung darstllt, da viele der Verkäufer hier für nicht einheimische andere Preise „vorschlagen“ und das englisch auch nicht immer zum handeln ausreicht. Beim Obst und Gemüse hat das allerdings ganz gut geklappt, schwerer ist es bei den Klamotten.

Später am Tag bin ich zum Strand eines Hotels gefahren, damit man sich dort auch in Bikini hinlegen kann. Das war sehr schön und außer, dass ein Riesen Bagger neben mir gearbeitet hat auch sehr entspannt. Ich hab sehr schöne Muscheln gefunden, ganz viel Harry Potter gelesen und mich total verbrannt...

Strand von MarawilaZurück im Heim hat Sara mich eingecremt. Dank ihr ist es mittlerweile auch wieder besser. Smile

Auch besser ist meine Beziehung dem Essen gegenüber. Ich gewöhne mich langsam daran und mitlerweile gibt es auch Dinge die ich unglaublich lecker finde wie z.B. „Roty“ (unglaublich leckere Kokos-Mehl-Fladen). Am Sonnatag gab es hier welche und weil ich mitgeholfen habe die zu machen, kann ich die mir jetzt auch zuhause machen (allerdings muss ich nochmal nach Mengenangaben fuer weniger als 60 Roty schauen).

Morgen ist mein nächster freier Tag und ich bin gespannt was ich da wohl erleben werde. Vielleicht werde ich mit dem Bus nach Negombo fahren oder aber doch nochmal hier die Stadt und den Strand geniessen... Ich entscheide das einfach spontan den Vorrausplanen hat hier sowieso nicht den grösten Sinn.

Liebste Gruesse

Vera