Aller Anfang ist schwer


Sonnenuntergang in MarawilaNun bin ich schon 1 ½ Wochen hier und habe mich schon langsam an den Alltag im Angels Home gewöhnt.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich doch nicht so gut angekommen bin wie ich mir das eigentlich erhofft hatte. Nach meiner Ankunft wäre ich eigentlich am liebsten in den nächsten Flieger nach Deutschland gestiegen. Ich war wirklich überrollt von den ersten Eindrücken hier in Marawila und konnte mir gar nicht vorstellen, die nächsten Wochen hier zu verbringen, aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.

Die ersten zwei Tage wurde ich zwar noch verschont, aber danach hieß es auch Aufgaben zu übernehmen und mit anzupacken.

Nirosha, Nawanjena, Shashikala und Piumi ShanikaDie Kinder habe ich das allererste mal zum Mittagsessen gesehen, Julia hat mich vorgestellt und ich habe nur geschockt in 48 gleich aussehende Gesichter geblickt und mich nur gefragt, wie man sich nur die Namen merken kann, geschweige denn, wie man die Mädchen auseinander halten kann, für mich sahen sie im ersten Augenblick wie eineiige 48linge aus.

Auch musste ich mich erst mal an die Art der Kinder gewöhnen, denn scheu sind die meisten nicht und so kamen sie dann später auf mich zu und wollten mein Gesicht, meine Haut und meine Haare anfassen. Danach war ich fast schon überfordert und war froh, als ich in mein Zimmer gehen konnte.

Chethana und NandikaSich die Namen zu merken ist auch echt eine Herausforderung. Das erste Mal hören die sich so ähnlich an und auch die Aussprache gelingt erst bei einigen Wiederholungen. Und auch die Geschwisterkinder und Zwillinge auseinander zu halten ist schon eine Kunst für sich!

Letzte Woche haben wir dann auch mit den Englischtests angefangen, um nachher beurteilen zu können, ob die Kinder in ihrer Stufe bleiben oder in die nächste können. Dadurch konnte ich mir dann auch gleich ein paar mehr Namen merken und so gab es direkt Arbeit für mich, was mir dann auch gut tat und mich von meinen Fluchtgedanken abgelenkt hat. Smile

Nandika, Achini und ichInzwischen habe ich mich auch schon so langsam an die Kinder gewöhnt. Zwar habe ich schon von manchen Frechdächsen gehört, doch zu mir waren sie total nett und haben mir geholfen, wo sie nur können, bis jetzt. Wink

Diese Woche fängt dann für uns alle die Englischnachhilfe an und wir sind doch schon gespannt, wie das laufen wird und ich glaube, danach sind wir die geduldigsten Menschen auf der Welt!

Viele Grüße und bis bald!

Margret

powered by social2s