Noch zuhause und irgendwie doch schon unterwegs


Sara Kellerer-Pirklbauer„Reisen heißt entdecken, zuerst die Welt und dann sich selbst.“

Mit diesem Motto bin ich bislang, soweit es eben möglich war – denn schlussendlich bin ich ja doch noch blutjunge 19 Jahre alt, meinen Weg gegangen.

Und jetzt führt er mich nach Sri Lanka, um dort eine völlig andere Welt zu entdecken, eine andere Kultur, eine andere Denk- und Umgangsweise. Ich freue mich darauf meine gedanklichen, sprachlichen, mentalen Grenzen zu durchbrechen, denn eines ist mir bewusst, der Aufenthalt im „Angels Home“ wird mich prägen, verändern, wachsen und reifen lassen.

Ich erwarte also so gesehen eine ganze Menge, und ich weiß, dass mir auch viel geboten wird, denn schlussendlich drehen sich meine 2,5 Monate Marawila um 52 kleinere und größere Racker, Mädels und junge Frauen. Das Arbeiten mit Menschen und noch mehr das mit Kindern ist vor allem eines, fordernd und nie langweilig. Aber auch schön, berührend und geht einem oft ganz nah. Kinder bringen einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, zeigen dir warum man sich freut und wieso man traurig ist, das man mit viel Fantasie und einfach nur seinem Willen sich so vieles zauberhaft denken kann und deine eigene Realität vor allem von einem abhängt, deiner Vorstellungskraft und deinen Gedanken.

Meine Gedanken und Gefühle sind mein kostbarstes Gut, und im Moment schwanken sie von wahnsinniger Vorfreude bis hin zu unglaublicher Nervosität und auch fast einen Hauch von Angst, denn drei Monate sind schnell vorbei, und dann hat man wohl oder übel ein Päckchen voller Erlebnisse die einen doch verändert haben und muss sich wieder einfinden bzw. sich neu finden.
Doch ich merke, dass ich es kaum erwarten kann mich meinem neuen Abenteuer hinzugeben, mal mit weniger auszukommen, sich gewissen „europäischen“ Ordnungen und Bräuchen zu entziehen, zu erkennen was einem wirklich gut tut, was man braucht.

Bildung, Wissen, Liebe, Aufmerksamkeit und vieles mehr zu teilen, zu geben und zu schenken, darauf freue ich mich besonders. Und so verschwind ich dann, nächste Woche schon, zu der „besinnlichsten Zeit des Jahres“ in den Flieger, um mich dort drei Monate vielleicht mehr zu besinnen als wahrscheinlich ansonsten die ganze Weihnachtszeit über.

Bis dahin, liebe Grüße von

Sara.

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