Nun bin ich also da.


Ne ne ne, du hast den falschen Schläger!Ankunft im Angels Home for Children. Julia hat mich am Flughafen abgeholt und wir sind nach ca. 30 Minuten Fahrt bereits in Marawila angekommen. Das letzte Stück ging es durch einen kleinen Palmenwald und schon standen wir vor dem Tor zum Angels Home for Children. Das freundliche Gebäude kenne ich bereits von der Homepage und ich muss feststellen, in Realität mit den spielenden Kindern wirkt das Ganze noch viel besser.

Meine Ankunft ist an einem Sonntag um die Mittagszeit, die Kinder haben somit schulfrei. Überall sitzen und spielen Mädchen, die Grösseren spielen Volleyball, andere sind auf dem Spielplatz oder spielen Ball oder sonstige Spiele. Besonders die Kleinen sind sofort da und schauen sich mich genau aus der Nähe an.

die erste Aufforderung für mich: „you play Halli-GalliVon ihnen gibt gleich die erste Aufforderung für mich: „you play Halli-Galli“. Wie, was ist denn das bitte? „Halli-Galli“ ist ein Kartenspiel für die Kleineren der Mädchen und der absolute Favorit. Das Spiel gibt es sogar in zweifacher Ausfertigung, damit auch alle mitspielen können. Es geht darum, Karten mit Obstarten aufzudecken und sobald die Anzahl von fünf gleichartigen Obststücken aufgedeckt wurde, wird die Klingel geschlagen. Dementsprechend häufig wird geklingelt. Das macht einen riesen Spass und es wird viel gelacht, geschummelt und natürlich diskutiert, wer jetzt mitspielen darf und wer nicht.

Ich bin also gleich mittendrin.

Volleyball, zurzeit das beliebteste Spiel.Es geht gleich weiter mit: „Siri come“, „Siri look“, „Siri you play Volleyball“, „Siri“, „Siri“ ... statt auf  „Sigrid“ haben wir uns auf „Siri“ geeinigt, das ist für die Kleineren doch einfacher.

Die Namen und die Gesichter für die 51 Mädchen mir zu merken, das wird richtig schwierig. Ich habe bereits mit deutschen Namen so meine Schwierigkeiten. Aber bei Namen wie: Atchini, Satchini, Sashini, Sajani, Subani, Supipi oder Padmini, wird es sicher eine extrem grosse Herausforderung. Auf den ersten Blick sehen die Kleinen sich auch immer wieder ähnlich, zumindest ist das mein erster Eindruck. Tatsächlich gibt es auch zwei Zwillingspaare darunter. Na ja, ich habe ja noch etwas Zeit, sie alle besser kennenzulernen.

Nach der ersten Spielrunde gibt es um 16Uhr Tea-Time, wie jeden Tag. Alle Mädchen sitzen an einem langen Tisch zu Tee und Keksen. Bei mir macht sich danach das Jet-Lag bemerkbar. Ich will mir nur mal eben auf der Dachterasse vor den Praktikantinnenzimmern eine Pause gönnen. Prompt schlafe ich im Stuhl ein.

Den Rest dieses Sonntages erlebte ich nur noch aus der Ferne, da ich die meiste Zeit geschlafen habe.

So viel erstmal von meiner Ankunft ... bald wieder mehr von meinen täglichen Aufgaben und Erlebnissen.

Viele Grüsse aus Marawila – von Sigrid/Siri