Momente in denen ich zu gerne...


Beim Pantomime lernen wir auch einmal ohne Worte „sprechen zu können“ 3 Sprachen haben wir hier in unserem Angels Home. Zuerst einmal wäre da das Deutsch, das eben wir Praktikantinnen und Julia und Frank ganz gerne mal sprechen. Dann gibt es noch das Singhalesisch, welches die Kinder und unsere Erzieherinnen perfekt beherrschen. Und zuletzt bleibt da noch das Englisch, das irgendwie doch einen zu großen Wortschatz mit sich bringt und somit auch manchmal kleine Problemchen bereitet

Momente in denen ich zu gerne singalesisch könnte…

…wenn man mit unseren Mädels bei der Gartenarbeit beim Unkraut zupfen ist und alle auf einmal loslachen und man selbst nicht weiß was gerade so lustig ist.

…wenn alle am Spielen sind und eine Erzieherin plötzlich „ohne Grund“ die Kinder anschimpft und man selbst nicht weiß was jetzt gerade falsch war.

…wenn man das Rezept einer Speise wissen möchte, die Erklärung jedoch schon am Name der Frucht scheitert.

…in den „english classes“, wenn man eine Mindmap über Essen macht und nur die Hälfte der Ideen der Kinder aufschreiben kann, weil man die andere Hälfte nicht versteht.

Eshani und Nawangena wissen hier wohl eindeutig besser bescheid, wer beim Volleyball vorne liegt als ich …beim Volleyball spielen, wenn man plötzlich merkt man hat gewonnen, obwohl man gedacht hat man liegt hinten.

…wenn alle Mädels auf einmal weglaufen und man selbst sitzen bleibt und sich fragt wo denn alle hingerannt sind.

…wenn ein Mädchen weint und man es trösten will, es jedoch die tröstenden Worte doch nicht versteht.

Momente in denen man bemerkt, dass vieles auch ohne viele Worte funktionieren kann und sich auch anders zu helfen lernt…

…beim täglichen spielen, wenn man mit den Kleinsten auf der Tischtennisplatte steht und sich vor einem Mädchen am Boden rettet. Welches Tier das Mädchen am Boden darstellt ist am Ende doch ganz egal Wink.

…wenn ein Mädchen bei der „playingtime“ sagt „game“ und schon durch eine Bewegung klar ist, dass es Dominosteine meint.

…wenn es heißt „Selina come“, dann fragt man eben nichtmehr lange nach, sondern geht einfach mit und schaut nach was es zu zeigen gibt Wink.

…wenn die „english class“ erheitert wird, da ich den Donner mit „boomboom“  beschrieben habe.

…wenn 2 Mädchen abends im Bett sitzen und reden und einem zuwinken man soll sich doch auch dazu setzen.

…wenn man sich darüber freut, dass schon wenige Vokabeln reichen, um ein kleines Gespräch zu führen Smile

 

Viele liebe Grüße aus dem dreisprachigen Angels Home!

Eure Selina