Praktikantinnen unter sich


Nina, Selina, Marlena und ich auf unserem Trip nach Negombo.Wie leben die Praktikantinnen des Angels Home eigentlich unter sich?

Natürlich stehen Tagebucheinträge über die Mädels des Angels Home im Mittelpunkt, aber vielleicht gibt es ja auch einige, die sich gerne einmal ein Bild über das Leben der Praktikantinnen im Angels Home machen möchten, oder eventuell sogar vorhaben sich selber für ein Praktikum zu bewerben und gerne mehr über unser Leben hier erfahren wollen.

Selina, Nina, Marlena und ich teilen uns 2 Zimmer, ein Bad und eine kleine Küche im obersten Stock des Angels Home. An den Vormittagen unter der Woche, wenn die Kinder in der Schule sind, schreiben wir Berichte, erledigen Aufgaben für Frank und Julia oder genießen einfach nur den  Ausblick auf Meer und Palmen.

Haben wir einmal nicht so viel zu tun, spazieren wir gerne auf den Strand, zu dem kleinen Markt vor der Kirche, an dem wir schon unsere Stammverkäuferin haben oder fahren nach Marawila um einkaufen zu gehen.

In unseren Uniformen genießen wir den Ausblick von der Terrasse.Am Nachmittag schlüpfen wir dann in unsere Uniformen und der washing place, die Englischnachhilfe, die Gartenarbeit und schlussendlich die Spielzeit erwarten uns. Doch nicht nur unter der Woche, sondern auch an den Wochenenden haben wir einen vollen Zeitplan. Bis auf die Zeit im Tempel oder in der Kirche, verbringen wir den ganzen Tag mit den Kindern, Volleyball, Uno, Elle, Friseur, Geschäft,.. der Großteil des Tages wird genützt um den Lieblingsaktivitäten der Kinder nachzugehen. Wenn man rund um die Uhr 52 Mädchen um sich hat, freut man sich manchmal schon wenn die Kleinen nach dem Zähneputzen friedlich in ihren Betten liegen.

Doch genug zu den Kindern, dieser Bericht sollte ja von uns Praktikanten handeln:

Eine große Umstellung mussten wir im Bereich Nahrung miterleben, da es drei Mal täglich Reis gibt, der noch dazu mit sehr scharfen Beilagen kombiniert ist. Deswegen freuen wir und umso mehr auf Mittwoch und Sonntag, da es dann zum Frühstück Brot gibt. Auch die Einladung von Frank und Julia zu, Pizzaessen, oder ein Ausflug zum KFC wurden zu unseren kulinarischen Highlights. Wegen der "eintönigen" Ernährung, machten sich einige meiner Bekannten Sorgen, dass ich vom Fleisch fallen könnte, doch leider mussten wir feststellen dass andere Praktikantinnen negative Erfahrung gemacht haben, deswegen stellten wir ein tägliches Sportprogramm zusammen. Seit einigen Wochen heißt es jetzt nach Feierabend: Seilspringen und Kraftübungen.

Leider haben wir manchmal unerwartete Besucher, denn nicht nur die Kinder haben davon Wind bekommen, auch sonderbare Insekten kreuzen immer wieder unseren Weg. So kommt es nicht selten vor, dass wir uns auf Insektenjagd begeben müssen und Kakerlaken oder sonstiges mithilfe von Kübeln entfernen müssen, wobei uns schon einmal ein Mischgeschick passiert ist und der Müllkübel, der von unserer Terrasse fiel, unseren Allrounder Samanthe unruhig machte. Es würde ja auch ganz lustige Fotos zu dieser Aktion geben, doch leider haben mir die anderen drei nicht ihr Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben ;)

An unseren freien Tagen legen wir uns gerne in ein Hotel an den Pool. Doch nicht nur die Hotels werden von uns erkundigt, sondern auch mit dem Rad durch Marawila fahren, Essen, Einkaufen, die anderen Menschen und die andere Kultur kennenlernen, nach Negombo oder Colombo fahren, sind beliebte Freizeitakitvitäten.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Einblicke in unser Leben hier geben.

Liebe Grüße

Magdalena

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