Anlässlich des Kindertages in Sri Lanka


 Mädchen mit ihren AusgehuniformenHallo,

anlässlich des Kindertages in Sri Lanka am 01.Oktober, fand am darauffolgenden Tag ein großes Kinderfest in Chilaw statt. Der Ort Chilaw liegt etwa 20km nördlich von Marawila und so entschlossen wir uns das Festival mit 29 Kindern, 3 Mitarbeiterinnen und 2 Praktikantinnen zu besuchen. Die anderen Kinder mussten leider im Heim bleiben bzw. vormittags die Schule besuchen. Los ging unser Ausflug früh morgens, nachdem wir die Ausgehuniformen gebügelt,  sich die Mädchen fertig gemacht und wir das morgendliche Chaos überstanden hatten. Mit allen Mädels liefen wir zur Bushaltestelle und warteten einige Minuten vergebens auf einen einigermaßen leeren Bus. Da zu dieser Zeit aber gerade Berufsverkehr war, mussten wir uns Wohl oder Übel in einen der vollen Busse quetschen. Es war unglaublich schwierig alle Mädchen in den sowieso schon überfüllten Bus zu bekommen und so stand Maheshi, unsere Managerin und gute Seele des Hauses, am Anfang der Fahrt nur halb in der Bustür. Angekommen in Chilaw liefen wir in Zweierreihen gut geordnet der Miss hinterher, die uns zum Gelände der „Sudasuna Hall“ führte, wo das Fest stattfinden sollte.

Bereit für den AuftrittWir wurden in eine recht große Halle geführt, in der schon mehrere Sitzreihen besetzt waren, mit Kindern anderer Heime, die wie unsere Kinder Uniformen an hatten. Nachdem wir endlich zwei Sitzreihen für unsere Mädchen fanden, ging auch schon das Programm auf der Bühne los. Inzwischen war es halb 10, die Halle war voll besetzt und unsere Mädchen, die später auch einen Tanz präsentieren sollten, machten sich hinter der Bühne fertig für ihren Auftritt. Die Nationalhymne ertönte und nach einer kurzen Rede des Veranstalters zeigten die Mädchen und Jungen aus den verschiedUnterhaltsames Programm enen Heimen und Städten Sri Lankas  nach und nach auf der Bühne ihr Einstudiertes. Von traditionellen singhalesischen Tänzen, über tamilische Bollywoodtänze bis hin zu kleinen Schauspielstücken, in denen kleine Kinder als Schmetterlinge verkleidet über die Bühne hüpften, hatte das Programm so ziemlich alles zu bieten. Durch das Programm wurde immer in singhalesisch und tamilisch geführt, da sowohl singhalesische Gäste anwesend waren als auch tamilische Besucher. Ich persönlich fand es schön mit anzusehen, dass sich mittlerweile fast alle Leute aus Sri Lanka, ob Singhalesisch oder Tamilisch, untereinander verstehen und sich  ihre Kulturen näher bringen – zumindest auf dem Festival.

Nach ungefähr 2 Stunden hieß es Frühstückszeit und Catherine, zwei Mädchen und ich holten, die vom Veranstalter gestellten gefüllten Brötchen und den Saft ab und verteilten es an die hungrigen Kinder. Kurze Zeit später wurde die Veranstaltung fortgesetzt und ziemlich am Ende des Der Tanzauftritt Programms waren dann unsere 7 Mädchen an der Reihe. Das Lied ertönte und sie führten den Tanz ohne Fehler vor, den sie vorher im Heim schon Wochen vorher eingeübt hatten. Begeistert klatschten die anderen Mädchen aus dem Heim im Publikum im Takt des Liedes und feuerten die Tänzerinnen an. Tamara und ich waren richtig stolz auf unsere Mädchen, deren Tanzeinlage uns mit am Besten gefallen hat. Als Anerkennung für die Teilnahme, gab es schließlich ein riesiges Carromboard und eine Kiste voller T-Shirts für alle 52 Mädchen des Angels Home for Children. Zum Schluss wurden noch einige Ehrungen durchgeführt und unsere Sewandi, die an der Artcompetition teilgenommen hatte,belegte den zweiten Platz von nahezu 200 Kindern. 4 Stunden dauerte es, bis abermals die Nationalhymne erklang und somit das Programm beendet wurde. Wir bekamen noch eine Box mit mehreren Lunchpaketen und machten uns dann, wieder in Zweierreihen gehend, auf den Weg Richtung eines nahegelegenen Platzes, zu dem uns Shanika, eines der älteren Mädchen, führte.

Auf dem RastplatzDas Begleitpersonal Lunchtime

Die Mädchen setzen sich auf die Treppenstufen oder auf Steine und fingen an ihre Lunchpakete zu essen, die gefüllt waren mit Reis und Curry. Da einige der Pakete übrig blieben, gaben wir diese an zwei Bettler, die ebenfalls auf dem Platz saßen und sich darüber gefreut haben. Gemeinsam redeten wir noch ein wenig, ein paar Kinder spielten mit Luftballons, die sie auf dem Fest bekommen hatten und einige Mädchen ruhten sich ein wenig aus. Dort hat es uns und auch den Mädchen sehr gut gefallen, doch gegen 15.30 Uhr mussten wir unseren Heimweg antreten. Bepackt mit vielen Rucksäcken und dem großen Carromboard liefen wir zur Bushaltestelle und hatten Glück, dass ein bis dahin noch leerer Bus gleich in Richtung Marawila fahren würde.Alle Mädchen hatten einen Sitzplatz, was glaube ich auch ganz gut war, denn viele Mädchen waren fix und fertig vom Tag und schliefen während der Heimfahrt auf ihren Sitzen ein.

Tamara, Samitha und SinaDie gesamte AusflugsgruppeHeimfahrt

Am späten Nachmittag trafen wir pünktlich zur Teezeit wieder im Angels Home ein, berichteten Frank ein wenig von unserem Ausflug und zeigten allen die neuen orangefarbenen T-Shirts.

Ich muss sagen, dass dieser Tag bisher einer der schönsten war und das so etwas ruhig wiederholt werden könnte, da wir uns alle sehr gut verstanden haben und die Mädels super artig waren und mitgemacht haben. Außerdem konnten bzw. können wir bei solchen Aktionen nicht nur den Mädchen, sondern auch dem Personal näher kommen und allem Voran zusammen eine Menge Spaß außerhalb des Heimes haben. Meiner Meinung nach war der Ausflug für mich eine gute Erfahrung in Bezug auf die Organisation und Durchführung und außerdem übernahm ich ja an diesem Tag die Verantwortung für 29 Mädchen, was alles durchaus gut klappte.

Ich melde mich bald wieder aus dem warmen Sri Lanka, bis dahin viele Grüße. Sina

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