Der Schein trügt... oder doch nicht?


Bild 1Am vergangenen Sonntag sind wir gemeinsam mit unseren Mädchen ins Land der Sinne eingetaucht. Nach gründlicher Vorbereitung starteten wir nachmittags dann unsere verschiedenen Stationen.

Salz oder Zucker?In Fünfer-Gruppen eingeteilt durften die Mädchen erst einmal ihren Geschmackssinn unter Beweis stellen. Hierfür hatten wir verschiedene Dinge wie Salz, Zucker, Michtoffey, Tee, Lemon und natürlich auch Schokolade in Kokusnussschalen gefüllt. So, den Finger einmal eingetaucht , sollten die Mädchen nun mit verbundenen Augen erraten um welches Lebensmittel es sich handelt. Eigentlich könnte man denken es sei ganz einfach, jedoch hatten einige Mädchen große Schwierigkeiten, Sandiya beispielsweise verwechselte Salz mit Zucker, wiederrum Anne hat wohl einen sehr guten Geschmackssinn und erriet alles auf das erste Mal. Für jedes richtig Erratene gab es einen Punkt und wer am Schluss die meisten Punkte hat, wurde mit einem kleinen Geschenk belohnt.

Bild 3Aber ersteinmal ging es weiter  mit "Geruch". Wieder wurden den Kindern die Augen verbunden und Sie mussten Seife, Puder, Öl und Zahnpasta erschnuppern. Vorallem bei Puder und Seife war es ein sehr kleiner Unterschied und viele unserer kleinen Teilnehmer konnten den Unterschied nicht erkennen. Auch ein kleines Missgeschick ist hier passiert, denn beim Riechen am Puder hatten wir vergessen, dass die Mädchen nicht ausatmen sollten - so hatte das erste Testmädchen ein weißes Gesicht smile.

Im Land der SinneDas Gesicht wieder sauber, ging es zur nächsten Station dem "Hören" Dies war die schwerste Station. Die Kinder mussten erraten um welches Tier es sich handelt. Hierzu wurden Geräusche über den Laptop abgespielt. Angefangen von Affe, Huhn über Frosch und Tiger, kamen wir dann zu Kuh und Elefant. Vorallem die ersten Tiere waren für die Mädchen sehr schwer zu erraten und es kamen die ungewöhnlichsten Antworten dabei raus. Beispielweise hatte Salani beim "Froschgeräusch" gemeint es wäre ein Affe, auch beim zweiten Hören war Sie sich hier ganz sicher. Da sieht man dann ganz deutlich wie unterschiedlich die Wahrnehmung der Kinder ist, was zur Belustigung der übrigen Gruppenteilnehmer führte smile

Als weiteres Spiel hatten wir hier eine Fläche abgestecht in der sich die Mädchen platzierten. Mit geschlossenen Augen mussten die Kinder mit der Hand zeigen, aus welcher Richtung das Geräusch kam. Sina und ich klatschen hierzu in die Hände und warteten ab bis alle Mädchen die "richtige Richtung" gezeigt hatten. Jedoch waren einige von unseren Teilnehmern gänzlich verwirrt aus welcher Richtung denn nun das Geräusch kam; Vorne, Hinten, Rechts, oder doch Links? Alle Mädchen waren sich nie einig und es war ein lustiges Bild, wie die Kinder ihre Arme in die Luft streckten.

Bild 5Mit allen Sinnen etwas zu erraten ist für die meisten von uns und auch für die Mädchen kein Problem. Wird jedoch unser Hauptsinn, das Sehen "ausgeschaltet" gestaltet sich dies schon als große Herausforderung. Beim "Tasten" gingen die Kinder erst über einen Kreisel mit verschiedenen Materialien. Begonnen hatten wir mit Sand, dies kennen die Kinder hier sehr gut, da sie täglich über den sandbesetzen Boden unseres Heimes laufen.Bild 6 Dann folgten verschiedene Blätter, kleine Steine, Wasser, große Ziegelsteine, ein Teppich und zum Ende hin Zeitungspapier. Besonders lustig war das Laufen über Kokusnussschalen, hier war die zusätzliche Schwierigkeit, dass man das Gleichgewicht halten musste um nicht abzurutschen. Als zweite Aufgabe mussten die Kinder dann wiederum "blind" ein anderes Mädchen ertasten.  Für einige Mädchen eine leichte Übung, da  sie ihre Mitstreiterinnen gut kennen. Andere Mädchen hingegen tappten völlig im Dunkeln. Shakina, eines unserer größeren Mädchen musste Udenika ertasten. Da es mehrere kleine Mädchen gibt, war dies eine schwierige Aufgabe, da sie keine konkreten Anhaltspunkte hatte. Für alle eine sehr lustige und neue Erfahrung.

Das letzte Mädchen war gerade fertig geworden mit ihren Aufgaben, dann begann sich der Himmel dunkel zu färben und es zog ein Gewitter auf. So mussten wir schnell alle Sachen verräumen und die letzte Station auf die Bühne verlegen. Eines unserer wichtigsten Sinne ist das Sehen, mit Hilfe unserer Augen nehmen wir unsere Umwelt wahr. Tausend kleine Bilder verwandeln sich zu einem großen und wir können uns am Tag sowie in der Bild 7Nacht orientieren. Aber sehen wir immer das Richtige oder haben wir manchmal den falschen Blickwinkel? Das "richtige Auge" musste man auf jeden Fall bei der fünften Station haben, dem "Sehen". Den Mädchen wurden Bilder mit optischen Täuschungen gezeigt, und sie sollten erklären was zu sehen ist. Wie viele Beine hat der Elefant? Ja eigentlich vier, aber auf dem Bild waren weitaus mehr zu sehen, zumindest auf den Ersten Blick. Auch das Bild mit den beiden Gesichtern die zusammen eine Vase bilden, war für manche Mädchen eine Herausforderung. Lediglich die Gesichter hatten sie erkannt. Nach der Frage wo sich die Vase befindet wussten viele keine Antwort, hatten jedoch große Freude am Raten und Herumprobieren, wo sich den jetzt das "zweite Bild" im Bild versteckt.

Die Mädchen noch schwer am überlegen, ob wir sie mit den Bildern vieleicht doch reingelegt hatten und es da gar nichts weiter zu Sehen gab, zählten Sina und ich die erspielten Punkte der Mädchen zusammen. Alle Mädchen hatten gut abgeschnitten, wobei Harisha, Subani und Anne die Besten waren. Mit 14, 13 und 12 Punkten von zu erreichenden 14 waren dies unsere Sieger. Vor dem Abendessen gab es dann eine kurze Dankesrede für das tolle Mitmachen und natürlich die Geschenke für die drei besten Teilnehmerinnen.

Für uns und ich glaube auch für die Mädchen war dies ein von Eindrücken und neuen Erfahrungen geprägter Tag, in dem wir unsere Sinne ein Stückchen mehr kennenlernen durften und gemeinsam ein paar schöne und lustige Stunden verbringen konnten.

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