Ich heiße Caroline Roos und bin...


Caroline Roos, Praktikantin im Angels HomeIch heiße Caroline und bin die neue Praktikantin im Angels Home for Children.

Aufmerksam wurde ich auf das Angels Home über eine liebe Freundin, die eine langjährige Verbindung zum Angels Home pflegt. Sie hatte für mich den Kontakt zu Julia hergestellt, die ich daraufhin letztes Jahr während ihres Deutschlandbesuchs kennenlernen durfte. Julias Vortrag und die Erzählungen meiner Freundin haben bei mir den Wunsch gefestigt zwei Monate Auszeit aus meinem beruflichen Leben zu nehmen und als Praktikantin ins Angels Home zu kommen.

Je näher der Praktikumsstart rückte, desto gespannter wurde ich auf das Angels Home und Sri Lanka. Vergangenen Sonntag ging es dann los. Nach ereignisloser Anreise über Dubai bin ich Montag morgen in Colombo gelandet. Es war schön mit Julia ein bereits bekanntes Gesicht vor dem Flughafengebäude auf mich warten zu sehen.

Im Auto, das uns nach Marawila brachte, fiel mir die erste Merkwürdigkeit auf. Um den Innenspiegel hing neben einer Blumenkette und sonstigem Krimskrams ein Kreuz, auf dem Armaturenbrett klebte eine Buddha-Figur und ein Miniaturtempel und an der Windschutzscheibe war ein christliches Heiligenbild befestigt. Zeichen für Toleranz verschiedener Religionen oder der Gute weiß nicht was er will und pickt sich die Rosinen aus beiden Religionen?

AquarienIm Angels Home angekommen traf ich auf die ersten neugierigen Mädchen, die sich höflich vorstellten. Neben den Mädchen bildeten einige Mitglieder des Personals ein kleines, freundliches Empfangskomitee. Nachdem Julia mir das Heim gezeigt hatte, musste ich für mich feststellen, dass mir die Fischaquarien spontan am besten gefielen. Ein paar Mädchen empfanden wohl ähnlich und hatten sich in diese beruhigende Oase zum Lernen zurückgezogen.

Nach scharfem (!) Mittagessen mit Julia, Frank und den anderen Praktikantinnen wohnte ich nachmittags noch einer Englischunterrichtsgruppe bei, die ich demnächst übernehmen soll. Abends ging eben jene selbe Gruppe zum Essen auf der Beach Road – ja, der Name ist Programm. Der Weg mit dem Tuk Tuk entlang der Beach Road zum Restaurant war wunderschön. Nicht nur weil einem eine geradezu erlösend frische Brise bei den hohen tropischen Temperaturen um die Nase wehte, sondern auch weil der rosa gefärbte Himmel über dem Ozean zusammen mit den Silhouetten der Palmen eine traumhafte Stimmung zauberten. Angeregte Unterhaltungen über bisherige Erfahrungen der anderen auf Sri Lanka inklusive Berührungen mir der Tierwelt – im Speziellen Reptilien und Nager – rundeten meinen ersten, abwechslungsreichen Tag ab.