Bin ich wirklich schon angekommen?


Die Mädchen haben uns lieb aufgenommenWow endlich in Colombo gelandet. Irgendwie kommt mir alles noch so unwirklich vor. Das ging dann jetzt doch echt schnell. Ich weiß noch wie ich ein paar Tage vorher immer noch drüber nachgedacht hab wies wohl wird, gepackt hab usw...und jetzt bin ich hier...?!?

Unsere Praktikumsbetreuerin Julia empfängt Kerrin und mich am Flughafen. Es kommt einem echt sehr heiß vor, wenn man aus Deutschland mit -15 Grad gestartet ist.

Dann geht es auch schon los mit dem Auto Richtung Marawila. Ich wusste gar nicht, dass hier Linksverkehr ist. Die gesamte Autofahrt ist echt nervenaufreibend. In Deutschland hätte man die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Hier scheint es aber zu funktionieren. Ein wenig Angst hab ich trotzdem, immerhin wird hier ständig überholt und nur gehupt. Wenn ein kleineres Auto von vorne kommt muss es eben Platz machen.

Heile angekommen begrüßen uns im Heim ein paar grinsende Kinder, Buddy der Wachhund und die Mätren. Mätren sind hier so etwas wie die Kindermädchen.

Nachdem wir etwas Schlaf nachgeholt haben, werden wir sofort voll lieb aufgenommen und die Kinder fragen uns gleich nach unserem Namen und zeigen uns alles. Das freut uns natürlich total.

Am ersten richtigen Tag sind wir zusammen mit der Praktikantin Lisa, die schon seit einer Woche hier ist, in die Stadt gefahren. Da sind wir schon aufgefallen. Viele Männer haben uns drei weiße Mädchen echt angestarrt oder gewunken. Das war schon ein komisches Gefühl.

Fischmarkt in MarawilaIch hatte selbst von mir eigentlich erwartet, dass ich so etwas wie ein Kulturschock „erleide“. Aber eigentlich hab ich einen ganz guten Einstieg gefunden. Nur auf dem Markt, wo die Fische und sonstige Meerestiere den ganzen Tag in der Sonne auf den Warentischen liegen, dreht sich mir dann doch ein wenig der Magen um. Wir kaufen etwas Obst und sonstige Lebensmittel für echt wenig Geld und dann geht es auch schon wieder zurück ins Angels Home.

Die Tage vergehen hier wirklich schnell und ich habe mich rasch eingelebt. Die Mädchen sind wirklich voll lieb. Nur die Namen kann ich mir immer noch nicht so gut merken. Wir sprechen Englisch mit den Kinder, was nicht immer einfach ist, weil einige die Sprache noch nicht so gut beherrschen oder wir auch oft deren „Dialekt“ nicht verstehen. Aber dann verständigt man sich eben mit Händen und Füßen.

Spielen mit den Mädchen auf der BühneWir spielen viel mit den Mädchen, helfen ihnen beim Waschen, bei den Hausaufgaben oder geben ihnen Nachhilfe.

Zu Essen gibt es hier morgens, mittags und abends Reis. Nach einigen Tagen fehlt einem da schon mal die gute Kartoffel. Das Essen ist aber trotzdem lecker, nur ab und zu echt sehr scharf.

Ungewöhnlich für mich ist auch diese neue Geräuschkulisse. Ständig hört man irgendwelche Tierlaute, der Wind weht durch die Palmen, ab und zu hört man eine Kokosnuss auf den Boden aufprallen und von irgendwoher kommt Flötenmusik. Außerdem riecht es hier immer nach Feuer. In Sri Lanka gibt es keine Müllversorgung und deshalb verbrennen die Bewohner ihren Müll.

Soviel zu meinen ersten Eindrücken. Ich bin gespannt, was wir noch alles erleben.

Anne

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