Hier ist alles anders!


Halli hallo ihr Lieben, meine ersten eineinhalb Wochen sind nun vorbei und ich habe schnell festgestellt: Hier ist alles anders!

Zu Hause trägt man selten SchuheZu Hause trägt man selten SchuheAnders ist die Tatsache, dass ein Haus in Sri Lanka nicht mit Schuhen betreten wird. Es wird barfuß gelaufen. Da das Schuhanziehern, und sind es nur Flip Flops, zu anstrengend und zu aufwendig sind, lässt man sie im Garten auch einfach aus. Meine Schuhe stehen seit meiner Ankunft in einem Regal und dort bleiben sie auch die meiste Zeit. Ich habe mich so schnell daran gewöhnt, dass ich meine Schuhe sogar vergessen habe bei einem kleinen Spaziergang zum Meer anzuziehen. Aber daraus habe ich gelernt, denn Steine können unter den Füssen sehr schmerzvoll sein. Grinsen

Auch die Geschäfte werden meistens barfuß betreten. Ich weiß nicht, wie es in touristischen Gebieten ist, aber in Marawila habe ich meine Flip Flops ausgezogen, bevor ich ein Geschäft betreten habe.

Ebenfalls anders ist der Umgang mit Besteck. Während wir Deutschen einen sehr großen Wert auf gute Manieren beim Essen legen und in Luxushotels mit dem vielen verschiedenen Besteck übertreiben (dort liegt so viel Besteck um den Teller herum, dass man erst überlegen muss, welches Messer zuerst verwendet werden muss), essen die Singhalesen mit den Fingern.

Ich finde das sehr sympathisch. Bei meinen ersten Versuchen hatte ich zwar nicht allzu viel Reis in meinem Mund, aber mittlerweile kann ich es relativ gut. Wichtig dabei ist, dass man sich traut mit den ganzen Fingern im Essen zu matschen, damit der Reis aneinander klebt. Anschließend wird er dann auf die Finger gelegt und mit einem Finger in den Mund geschoben.

Anders sind auch die tierischen Mitbewohner, insbesondere Spinnen. In Deutschland sind Spinnen kein Problem. Sie sind zwar nicht wirklich schön und die eine oder andere auch ein wenig ekelig, aber es ist immer noch möglich diese in einem Glas ins Freie zu bringen. Hier in Sri Lanka ist das nicht so einfach...Die Spinnen sind nämlich einfach nur riesig und ekelig. Und ehrlich gesagt, ist dies ein Aspekt, an den ich mich absolut noch gar nicht gewöhnt habe.

Meine erste Spinne gesichtetWer mag schon gerne Spinnen in dieser Grö0eMeine erste Bekanntschaft mit einem solchen Wesen, mit kurzen Haaren auf den langen dicken Beinen und den schwarzen riesigen Punktaugen, habe ich in der Wohnung von Frank gemacht. Da dachte ich mir noch.... „Ach... nicht so schlimm, die ist ja nur bei Frank!“ Grinsen

Aber gestern dann der Schock: auch auf unserer Terrasse befindet sich solch eine ekelige Spinne. Sie war sogar noch grösser und man konnte die schwarzen Punktaugen gut erkennen. Also schnell todesmutig ein Foto, aber Achtung, nicht zu nahe..., KLICK, und??? Oh..große Enttäuschung... auf dem Foto sieht die Spinne gar nicht so riesig aus!!!

Ander ist auch der Umgang mit Schlangen. Gleich in meiner ersten Woche bin ich einer Schlange begegnet. Dünn, mittellang, oben grün und unten weiß. Sie hat sich im Baumhaus der Mädchen versteckt. Ich dachte mir nur... Abstand halten, die könnte giftig sein. Dies habe ich versucht den herumstehenden Girls zu erklären. Aber sie wussten genau was sie zu tun hatten... mit Steinen bewerfen und versuchen sie mit einem langen Stock zu vertreiben. Mir war das nicht geheuer und ich war ständig damit beschäftigt die Mädchen davon abzuhalten. Endlich kam dann der Gaertner und hat die Schlange mit einem Besen vertrieben.

Auch Mückenstiche sind hier irgendwie anders. Sie sind zwar genauso nervig und sie jucken so wie in Deutschland, aber sie sind viel viel kleiner, wie kleine Flohstiche, und sie verschwinden viel viel schneller.

Englischnachhilfe macht den Kindern hier richtig SpaßAnders ist hier auch die Begeisterung der Kinder bezüglich des Englischlernens. Alle Kinder sind total begeistert und wollen Englisch lernen. Sie fragen ständig nach, wann sie wieder Englishclass haben und wollen zwischendurch immer, dass man ihnen etwas aufschreibt, was sie dann abschreiben können. Während der Englischnachhilfe sind sie sehr aufmerksam und machen aktiv mit. Es kommt nur ganz selten vor, dass ein Mädchen keine Lust hat und unkonzentriert ist. Dies ist total schön anzusehen. In Deutschland habe ich selten ein Kind gesehen, das so gerne und mit voller Begeisterung lernen will.

Natürlich ist das nicht alles. Hier ist noch vieles mehr ganz anders als in Deutschland. Aber dieser Bericht gibt zumindest einen kleinen Einblick in ein anderes Land mit einer anderen Kultur, einer anderen Religion, anderen Werten und Normen.

Für mich sind all diese Dinge völlig neue Erfahrungen und für die Mädchen hier sind sie völlig normal und nicht anders.

Viele liebe Grüße aus Marawila, bis bald

Julia