Svenja Mau. Marawila – Colombo – Nuwara Eliya – Kandy und zurück! 08.04.2011


Am Montagmorgen um sechs Uhr machten wir uns mit dem Tuk-Tuk auf Richtung Bushaltestelle in Marawila, in der Hoffnung, einen nicht allzu vollen Bus nach Colombo zu erwischen. Leider ging der Plan nicht auf. Der Bus war brechend voll und zwischen den zwei Sitzen an jeder Seite standen noch drei Reihen. Wir hatten das Gefühl, gleich zerdrückt zu werden... Nach zwei Stunden war der Spuk aber dann vorbei und wir sind in Colombo zum Bahnhof gegangen und haben dort den Zug nach Nuwara Eliya ins Hochland Sri Lankas zu den Teeplantagen genommen.

Teeplantagen Die Zugfahrt war wirklich toll! Die Landschaft ist herrlich und wo man nur hinschaut, sieht man Teeplantagen ohne Ende. Wie auch in den Bussen sind die Türen der Züge die ganze Fahrt auf, sodass ich mich immer wieder auf die Stufe in die Tür gesetzt und ganz viele Fotos gemacht habe. In Deutschland undenkbar! Mit 1 ½ Stunden Verspätung kamen wir in Nuwara Eliya an und haben uns zu unserem Hotel bringen lassen. Da Frank und Julia uns von einem kleinen Shop, in dem man Erdbeeren mit Crepes essen kann, vorgeschwärmt hatten, sind wir dort auch noch hingefahren, obwohl es schon dunkel war. War auch echt lecker! Grinsen Dann haben wir noch im Hotel Abendbrot gegessen und uns bei knapp 20 Grad unter die Bettdecke gekuschelt und ganz schön gefroren die Nacht! Da war die erste warme Dusche seit sechs Wochen ein echtes Vergnügen!

Dienstagmorgen haben wir uns zum Busbahnhof bringen lassen und uns auf der Strecke nach Kandy bei einer Teefabrik absetzen lassen. Auf den Bus nach Kandy wartenDa haben wir eine Führung gemacht und noch ein bisschen Tee für zu Hause gekauft. Und dann haben wir uns an die Strasse gesetzt und auf den nächsten Bus nach Kandy gewartet, der eine halbe Stunde später kam und uns netterweise auch mitgenommen hat. Bei den Serpentinen war ich nach knapp zwei Stunden ruppiger Fahrt heilfroh aussteigen zu dürfen, da mein Magen für so etwas einfach nicht gemacht ist... Winken Ach, und beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen: Im Vorbeifahren haben wir am Strassenrand kleine Äffchen gesehen! Grinsen Wir hielten sie erst für Welpen oder Katzen, aber es waren tatsächlich Affen! Grinsen

In Kandy angekommen haben wir uns zu unserer zweiten Unterkunft fahren lassen, die leider nicht so schön wie in Nuwara Eliya war, aber zum Schlafen gereicht hat! Der Tuk-Tuk-Fahrer, der behauptet hatte, zu wissen, wo unser Hotel ist, entpuppte sich dann als völlig ahnungslos, sodass wir bestimmt eine halbe Stunde durch die Stadt gefahren sind und mindestens dreimal anhalten mussten, um nach dem Weg zu fragen... Im Hotel haben wir nur schnell unsere Sachen abgelegt und sich gleich weiter in die Stadt, um uns ein wenig umzuschauen. Dabei haben wir entdeckt, dass Kandy eine super Stadt zum Shoppen ist: indische Oberteile, Taschen ohne Ende, Kleider, Röcke, Schmuck, Gewürze, Tee usw. J Wir waren so vertieft, dass wir um ein Haar den Kandy Dance, der um halb sechs anfangen sollte, verpasst haben. Um zwanzig nach fünf haben wir schnell ein Tuk-Tuk angehalten und haben es auch noch geschafft.

Der Kandy Dance war auch schön. Er besteht aus verschiedenen Passagen, zu denen Männer trommeln und zum Teil auch singen. Männer und Frauen tanzen zum vorgegebenen Takt. Der Höhepunkt fand draußen statt, wo drei der Männer über brennende Kohle gingen und mit Fackeln getanzt haben. Zahntempel Nach den Kandy Dance sind wir zum Zahntempel, der am Kandy Lake liegt, gelaufen. Es ist dann aber dabei geblieben, dass wir uns den Tempel von außen angeschaut haben, da der Eintritt ziemlich teuer war und wir zwei deutsche Studenten getroffen haben, die uns Bilder von den Räumen des Tempels gezeigt haben, die zwar nett waren, uns dann aber doch nicht umgehauen haben. Also haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Tempelanlage gemacht, sind etwas essen gegangen und dann zurück ins Hotel gefahren. An dem Abend haben wir gesehen, dass auf einem Berg eine große Buddha-Figur zu sehen ist und haben den letzten Tuk-Tuk-Fahrer des Abends gleich für den nächsten Morgen engagiert, dass er uns abholt und da hoch fährt.

Um sieben Uhr morgens ging es also auf den Berg und das hat sich auch wirklich gelohnt! Mit 1,30 Euro Eintritt handelte es sich wohl um eine der günstigsten Attraktionen Kandys. Unser Tuk-Tuk-Fahrer hat uns begleitet und ist mit uns in die Anlage gegangen. Es war schon ein irres Gefühl, unter diesem riesigen Buddha zu stehen! Um die Uhrzeit waren wir zum Glück die einzigen Besucher.Buddha in Kandy Am Fuße des Buddhas gab es einen Raum, der mit Deckenmalereien verziert war und in dem gebetet wurde, und an seiner Rückseite war eine Treppe, die wir hochgehen konnten und von der wir einen tollen Ausblick auf das bergige Umland von Kandy hatten. Am Fusse des Buddhas war ein heiliger Baum, um den eine Mauer gezogen war. Dort betete ein älterer Mönch, indem er mit einer Wasserkelch um den Baum herumging und je einen Teil des Wassers in vier Löcher (an jeder Seite der quadratischen Mauer eines) verteilte, von wo aus es in die Erde des Baumes floss. Wir durften das Ritual gemeinsam mit dem Mönch wiederholen und uns etwas dabei wüschen. Das war schön!beim beten Danach durften wir noch in den Raum mitkommen, in dem er wahrscheinlich sonst Besuch empfängt. Dort haben wir uns vor ihm hingekniet und er hat für uns gebetet und uns je ein weißes Band um das Handgelenk gebunden, was bei den Buddhisten so Brauch ist, wie wir schon von unseren Mädels wissen. Für uns war dieser Tempelbesuch eines der Highlights des Trips! Grinsen

Frohen Mutes haben wir uns in die Stadt zurück fahren lassen und sind dort zu einem Naturschutzgebiet in der Stadt gelaufen. Leider war auch hier der Eintritt ziemlich hoch, sodass wir wieder umgekehrt sind. Schön war die Strecke durch den Wald bis zum Einlass aber trotzdem schon! Also haben wir uns wieder unserem Hobby, dem Shopping, zugewandt und weitere tolle Sachen gekauft. Winken Gegen Mittag hatten wir das Gefühl, die tollsten Läden der Stadt gesehen zu haben, haben unsere Sachen aus dem Hotel geholt und uns auf den Rückweg nach Marawila gemacht.  Erschöpft, aber glücklich kamen wir gegen halb acht nach Hause und sind dann auch früh schlafen gegangen.

Das war ein wirklich gelungener Trip!  Und ich freue mich schon auf den nächsten in acht Tagen! Grinsen Davor muss ich mich jedoch noch von den Mädels verabschieden, weil sich meine Zeit hier zum Ende neigt. Das verdränge ich aber noch ganz erfolgreich... Sie werden mir ganz schön fehlen! Aber dazu schreibe ich bestimmt noch einen neuen Bericht nächste Woche!

Liebe Grüße aus Marawila

Svenja