Svenja Mau. Ereignisse der letzten Tage. 28.03.2011


Inzwischen ist meine fünfte Woche im Angels Home angebrochen. Im sonst so ruhigen Marawila, in dem man den Tag meist „nur“ mit einem Sonnenuntergang am Strand, einem schnellen Essen, Wäsche waschen und Mails schreiben oder Skypen mit den Lieben daheim verbringt, haben wir die letzten Tage richtig viel unternommen! Grinsen

Am Samstag hatte ich meinen ersten freien Tag und habe es richtig genossen, im Bikini im Schatten draußen im Garten sitzen zu können und mal einen Tag kein Kindergeplapper um mich herum zu haben. Julia und Frank waren so lieb und haben Simone dann auch früher gehen lassen, sodass wir zusammen mit dem Fahrrad an einen Strand gefahren sind, wo man auch im Bikini (und nicht, wie es sich sonst gehört, in Klamotten) baden kann und wo sich sogar eine andere Touristenfamilie aufgehalten hat. Das war herrlich!

Strand von MarawilaDie Wellen waren noch in Ordnung, sodass wir schon die Strömung deutlich gemerkt haben, aber trotzdem ein bisschen schwimmen konnten. Nach dem Baden haben wir bestimmt noch eine Stunde unterm Schirm am Strand gelegen und gequatscht und sind dann in Ruhe zurückgeradelt. Grinsen In der Zeit haben die Mädels einen Spaziergang zu Frank und Julia nach Hause gemacht. Da durften sie sich dann ausnahmsweise die Bäuche mit Süßigkeiten voll schlagen und Cola trinken. Als wir nach Hause kamen, waren sie gerade wieder los Richtung Heim gezogen und es liefen noch sinhalesische Lieder, zu denen sie getanzt hatten. Davon haben sie am nächsten Tag ganz begeistert berichtet. Grinsen

KinobesuchSonntagnachmittag stand dann ein Kinobesuch mit den Mädels an. Ja, auch in Sri Lanka kann man ins Kino gehen! Winken Also wurden wir von einem organisierten Bus abgeholt (herrje, was ein Schrotthaufen, aber lustig war’s!). So einen lauten Bus habe ich noch nie erlebt!!! Das Kino war dann gar nicht viel anders als in Deutschland. Natürlich sind die Kinosessel lange nicht so bequem und komfortabel und eine Klimaanlage gibt es auch nicht (nur Ventilatoren), sodass wir hinterher völlig verschwitzt waren. Alles andere läuft aber gleich ab – mit dem Vorteil, dass man hier von elendlanger Kinowerbung verschont bleibt.

Der KinosaalDer Film war leider ohne englische Untertitel, deshalb konnten wir die Handlung nur erahnen. Erschreckend war für uns, was für ein schlechtes Bild in Sri Lanka von Weißen vermittelt wird. Da standen dann die klischeehaften kreidebleichen, dickbäuchigen, geldigen Hawaii-Hemd-Touris am Strand. Und noch erschreckender: An dem Tor zum Haus des Bösewichtes waren menschengroße Hitler-Plakate angebracht... Wenigsten wurde er mit dem „Bösen“ in Verbindung gebracht, trotzdem scheint es wohl auch hier Menschen zu geben, die denken, Hitler wär ein Guter gewesen... Das hat uns echt geschockt!

EinkaufAm Montag haben Simone und ich uns nach der Arbeit mit dem Tuk-Tuk in einen Batik-Shop bringen lassen. Das war auch wieder ein Highlight! Unglaublich viele tolle Sachen zu Spottpreisen! Wir konnten uns gar nicht satt sehen! J Eine Etage voll mit Klamotten (wir haben kurz überlegt, unseren Liebsten ein buntes Batik-Hemd mitzubringen, haben uns dann aber dagegen entschieden... Winken und eine voll mit Krimskrams – Kochlöffel aus Kokosnussschalen, aus Holz geschnitzte Elefanten in jeder Größe und Form, Handtaschen, Buddhas, Hocker, Schlüsselanhänger und so weiter und so fort. Grinsen Nach einer knappen Stunde im Shop sind wir dann noch schnell in den Supermarkt gegangen, haben uns vom Laden nebenan noch ein riesen Lunchpaket mit Reis und verschiedenen Gemüsesorten für 0,80 Euro mitgenommen und kamen dann erst gegen acht nach Haus.

Dienstag haben wir abends mit ein paar Mädels im Heim noch ein bisschen Deutsch und Sihala gelernt, das war auch wieder witzig. Also werden wir nun z.T. mit „Bis morgen! Ciao, ciao! Tschüss!“ verabschiedet anstatt mit „Bye, bye, see you tomorrow!“ Winken Und nun können wir auch auf Sinhala sagen, wie wir heißen, wo wir her kommen, wie alt wir sind und selbstverstädlich: „Ich liebe dich!“. Winken

Bis bald aus Marawila!

Eure Svenja