Svenja Mau. Endlich angekommen! 26.02.2011


Nun ist es so weit und ich bin inzwischen gut in Marawila angekommen. Vor drei Tagen bin ich abends am Flughafen gelandet, wo Julia mich abgeholt hat. Da es schon dunkel war (hier geht bereits – was mich ueberrascht hat – gegen sieben die Sonne unter), habe ich nicht mehr viel von Palmen und Strand sehen koennen, wohl aber vom Chaos auf den Strassen dieses Landes. Grinsen Da fahren doch einfach die Einheimischen mit Fahrrad ohne Licht auf dem ca. 50-80cm breiten Mittelstreifen, obwohl die Autos auf der eigentlich zweispurigen (eine Spur fuer jede Richtung) Strasse ueberholen, wo sie nur die Chance dazu bekommen... Wahnsinn! In Deutschland voellig unvorstellbar, hier Alltag! Und alles ist voll mit den suessen, kleinen Tuk-Tuks in allen moeglichen Farben! Grinsen

Im neuen „zu Hause“ fuer die naechsten acht Wochen angekommen, haben wir noch ein bisschen im Garten gesessen und eine Pizza gegessen, bevor ich dann mein Zimmer bezogen habe, das ich mir in ca. drei Wochen mit Simone (der naechsten Praktikantin, die kommt) teilen werde. Am naechsten Morgen konnte ich dann auch das erste Mal den Ausblick vom Balkon geniessen. Dort liegt direkt hinter dem kleinen Garten, der zum Haus gehoert, leutend gruenes Sumpfland und Palmen, Palmen, Palmen. Nachteil des schoenen Sumpflandes ist nur, dass der Laermpegel, der beispielsweise durch Hunde, Haehne und die Musik des Nachbarn sowieso schon recht hoch ist, noch verstaerkt wird durch Froesche, Grillen oder was auch immer dort drin sitzt... Aber da gewoehnt man sich wohl recht schnell dran!

Vorgestern hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Angels Home. Der Arbeitsweg verlaueft direkt am der Beach Road entlang, wo die Fischer morgens auf dreckigen Decken im Sand am Strassenrand ihren frisch gefangenen Fisch verkaufen. Alles etwas anders hier als in Deutschland, aber so in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt... Natuerlich war ich aufgeregt, so viele neue Kinder auf einmal kennen zu lernen! Aber die Sorge war ziemlich unbegruendet. Erst waren nur fuenf Kinder da, die alle letzte Woche hierher kamen und erst gestern ihren ersten Schultag hatten. Also haben wir ein bisschen Ball gespielt, Sandkuchen gebacken und so weiter. Mittags kamen dann die ersten Kinder aus der Schule und die Namen wurden immer mehr. Das wird wohl auch noch dauern, bis ich alle drauf habe! Und gegen viertel vor zwei kamen die restlichen Maedels aus der Schule. Dann waren wir komplett. Die Maedchen sind echt suess, aber (ich glaube) ein paar freche sind auch dabei. Wie Kinder halt so sind... Grinsen

Nach dem Mittagessen hat Melanie mich dann mit zur Englisch-Nachhilfe mit den ersten Kindern genommen. Dort werde ich nun eine Woche mitlaufen und anschliessend teilen wir uns die Stunden auf. Das macht auch richtig Spass, auch wenn ich nachmittags von der Hitze bisher ziemlich kaputt bin. Die Vormittage verbringe ich teilweise im Computerraum, was fuer mich als Ex-Bankerin natuerlich angenehm ist (da kommt die Computersucht durch). Eine Stunde davon gebe ich Mali – mit ihren 17 Jahren eine der aeltesten Maedchen, die auch schon die Schule abgeschlossen hat – Computerunterricht, vorher bereite ich ihr ein paar Aufgaben als Wiederholung vor.

Die Tage verfliegen wirklich super schnell, ich bin gespannt, ob das so bleibt! Spass macht es auf jeden Fall! Und ganz stolz auf mich bin ich auch, da ich trotz der Riesenspinne im Bad geduscht und mich bettfertig gemacht habe. Überrascht Und dass , obwohl meine Angst vor Spinnen in Deutschland achon fast eine Furbie ist... Wie gesagt, hier ist irgendwie alles anders! Grinsen

Bis bald aus Marawila!

Eure Svenja