Melanie Bierut. Sportfest mal anders. 13.03.2011


Vorab: Keine Sorge, es hatte absolut nichts mit Sportfesten von damals in der Schule zu tun! Lachen

Irgendwann kam bei uns die Idee auf, dass es ja ganz schön wäre, eine gemeinsame, nicht alltägliche Beschäftigung für die Mädchen zu veranstalten. Somit war das Sportfest beschlossene Sache. Jetzt ging es in die Planung und um das Organisieren..... So manche Ideen kamen auf, wurden diskutiert, verworfen oder verfeinert. Schließlich sollte es allen Spaß bringen, egal ob groß oder klein. Staffellauf, Weitsprung und Hochsprung?! Bei 30 Grad am Sonntagnachmittag?! Nein, ganz bestimmt nicht - schon aus reinem Eigenschutz nicht, womöglich müsste man ja mitmachen. WinkenAlso gab es folgende Disziplinen: Sackhüpfen, Basketball-Korbwerfen, Luftballontanz, Dosenwerfen, Staffellauf mit Verkleiden, Kokosnuss-Anzahl-Schätzen und Wasserbomben-Fangen.

Tage vorher haben wir schon ein Plakat als Vorankündigung aufgehangen und die Mädchen sollten sich, falls sie mitmachen möchten, in einer Teilnehmerliste eintragen.

Tagelang habe ich mir die Liste angeschaut. Will überhaupt jemand mitmachen? Finden die Mädchen die Idee albern? Wollen sie lieber einen „programmfreien“ Sonntag? (Unter der Woche haben sie schon genug zu tun…) Aber meine Sorgen waren unberechtigt. Zum Schluss standen 26 Mädchen auf der Liste.

Dann kam der große Tag! Die ganze Woche über haben Svenja und ich alle möglichen Sachen für die Spiele zusammengesammelt. Ob nun die Reissäcke zum Sackhüpfen und zum Verkleiden, 5-Liter-Wasserflaschen zum Dosenwerfen (irgendwie gibt es hier Gott sei Dank kaum etwas aus Konservendosen), die Kokosnüsse im Glas zum Schätzen, Tuschkasten etc. Und am Sonntagmorgen wurden heimlich (!) knapp 50 Wasserbomben befüllt -  alleine da waren Svenja und ich schon nass. Grinsen

FlaschenwerfenBallon-tanzen

Nach dem Mittagessen um 13.30 Uhr ging es dann endlich los! Wir haben laut Musik angemacht, ordentlich mit einer Glocke gebimmelt und alle zusammengeholt. Kinder und Personal. Die Teameinteilung hatte Julia schon am Vortag vorgenommen, so dass wir ein rotes und ein grünes Team hatten. Alle bekamen teamzugehörig mit Wasserfarben entweder grüne oder rote Farbe ins Gesicht gepinselt. Die Größeren selbstverständlich coole Streifen wie beim American Football. Meine Güte, war das ein Gewusel! Werde ich die Mädchen je „gebändigt“ bekommen? Sie dazu bringen, alle Spiele zu verstehen und mitzumachen? Meine Sorge war unberechtigt. Nachdem ich lautstark auf mich aufmerksam gemacht habe und die Glocke nochmal geläutet wurde, konnten Svenja und ich jeweils einem Team das Sackhüpfen erklären. Und schon ging es dann mit dem ersten Spiel des Tages los. Was für ein Spaß und ich war einfach nur froh und erleichtert, dass alle Freude hatten, mitfieberten und sich gegenseitig lautstark anfeuerten. So kam dann ein Spiel nach dem anderen dran.

SackhüpfenSackhüpfenSackhüpfen

ZuschauerSpannend war es auch, zwischendurch in die Gesichter vom Personal zu schauen, die teilweise nicht weniger lautstark am Mitfiebern waren.

Relativ schnell war dann auch schon das letzte Spiel dran. Julia hat sich hier am meisten drauf gefreut. WinkenSie hatte nämlich die tolle Aufgabe, dass sie nacheinander pro Mädchen eine Wasserbombe werfen durfte, die dann gefangen werden sollte. Je mehr gefangen wurden, desto mehr Punkte fürs Team. Julia genoss sichtlich ihren Job und die Mädchen standen teilweise gleichzeitig freudestrahlend, hochmotiviert, konzentriert aber auch ein bisschen ängstlich da und hofften, dass sie fangen und keine kleine, kalte Dusche bekommen. Wir hatten natürlich zum Schluss ein paar Wasserbomben für die Mädchen übrig, so dass auch Julia den einen oder anderen Wasserballon abbekam. Grinsen

Wasserbomben werfenWasserbomben werfenWasserbomben werfen

Nach ca. zwei  Stunden gemeinsamen Spaß, Mitfiebern, Lachen und Aktion ging es dann zur „Siegerehrung“ auf die Bühne. Wir haben uns vorher lange Gedanken gemacht, ob es einen Preis geben sollte. Letztendlich gab es für alle Cola (die nicht alltäglich für die Kinder ist) und für das rote Gewinnerteam eine Tüte Gummibärchen. Die Kinder und wir waren zufrieden und zum Schluss wurde noch ausführlich auf der Bühne getanzt.

Auch so können Sportfeste sein. Cool

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