Tagebuch Julia Krause. Eine Zeit, die ich lange nicht vergessen werde. 31.08.2010


Die Wärme der Sonne spüre ich auf meiner Haut. Über mir wiegen sich die Blätter der Palmen im Wind. Im Hintergrund höre ich leise das Rauschen des Meeres, doch wird es übertönt von den spielenden Kindern, denen ich zusehe, wie sie mit den Kokosnussschalen im Sand spielen.- In diesem Moment schlage ich meine Augen auf. Ich wage einen Blick aus dem Fenster und stelle betrübt fest, dass es regnet. Mist! Ich bin ja wieder in Deutschland und hatte gerade bloß geträumt.

Julias AbschiedDenn vor 4 Tagen musste ich mich auch schon von Sri Lanka und dem Angels Home verabschieden und es ging für mich wieder zurück in das 8000 km weit entfernte Deutschland. Obwohl ich mich sehr freute meine Familie und Freunde bald wieder zu sehen, fiel mir der Abschied recht schwer. Ich hatte mich gerade eingelebt, hatte die Kinder erst so richtig kennen gelernt und mich an die dortigen Lebensumstände gewöhnt, da war die Zeit meines Praktikums auch schon vorbei. Im Nachhinein weiß ich: 4 Wochen sind echt zu kurz!

Dennoch bin ich wirklich dankbar für die Möglichkeit, die ich bekommen habe, ein Praktikum im Angels Home machen zu dürfen. Auch wenn ich nur einen Monat in Sri Lanka verbracht habe, war es doch eine Zeit, die mich sehr geprägt hat und die ich lange nicht vergessen werde. Ich habe so viel erlebt und viele Eindrücke gesammelt, die ich nicht mehr missen möchte.

Als persönliches Highlight würde ich die Übernachtung im Heim zählen. Ich verließ einmal nicht, wie sonst immer, das Heim zwischen 17 und 18 Uhr und hatte so die Chance den kompletten Tagesablauf der Kinder mitzuerleben:

Als Frank, Julia und Elvira nach Hause gegangen waren, spielte ich noch gemeinsam mit einigen Kindern draußen im Garten bis es dann gegen halb 7 auch schon langsam dunkel wurde und wir ins Haus gingen. Nachdem alle geduscht und sich umgezogen hatten durften die Kinder Fernsehen schauen. Danach beteten wir, lasen in der Bibel und sangen Kirchenlieder. Auch die buddhistischen Kinder machten bei allem mit, was mich etwas wunderte. Zum Abendessen gab es Reis und Curry, also das Gleiche, das es auch zum Mittag gibt. Wir saßen noch eine Weile am Tisch nach dem wir gegessen hatten und unterhielten uns, bis es wieder Fehrnsehzeit war und sie sich über eine singhalesische Soap freuten. Ich fand sie auch recht witzig anzusehen, obwohl ich nicht viel verstehen konnte. ;-). Nach einiger Zeit gingen die jüngeren Mädchen ins Bett. Um 9 Uhr mussten dann auch die Älteren schlafen gehen, da wir ja am nächsten Morgen auch schon wieder um 6 Uhr geweckt wurden. Nach dem Aufstehen beteten wir wieder gemeinsam. Zusammen mit Udeshika fegte ich danach das Haus und noch vor dem Frühstück half ich Deepanie beim Kochen für den gesamten Tag. Ich raspelte Kokosnüsse und schnitt das Brot, das es dann zusammen mit Dhal (ein Brei aus Linsen und Kokosmilch) zum Frühstück gab. War echt total lecker! Nachdem wir alle satt waren, ging es an die morgentliche Gartenarbeit. Jeden morgen werden im Angels Home die heruntergefallen Blätter zusammengekehrt und mit der Schubkarre auf den Haufen transportiert, auf dem auch der Müll verbrannt wird. Die Kleinsten helfen dabei schon eifrig mit. Die Älteren verloren hingegen bald die Lust und brachten mir stattdessen irgendwelche Klatschspiele bei. Dann kamen Frank, Julia und Elvira auch schon wieder und ich machte mich, etwas müder als sonst, an meine Übersetzungsarbeit.

Hiermit möchte ich mich verabschieden und mich bei Julia und Frank für die tolle Zeit bedanken.

Viele Grüße,

Julia

 

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4

Eine Zeit, die ich lange nicht vergessen werde

 

Die Wärme der Sonne spüre ich auf meiner Haut. Über mir wiegen sich die Blätter der Palmen im Wind. Im Hintergrund höre ich leise das Rauschen des Meeres, doch wird es übertönt von den spielenden Kindern, denen ich zusehe, wie sie mit den Kokosnussschalen im Sand spielen.- In diesem Moment schlage ich meine Augen auf. Ich wage einen Blick aus dem Fenster und stelle betrübt fest, dass es regnet. Mist! Ich bin ja wieder in Deutschland und hatte gerade bloß geträumt.

 

Denn vor 4 Tagen musste ich mich auch schon von Sri Lanka und dem Angels Home verabschieden und es ging für mich wieder zurück in das 8000 km weit entfernte Deutschland. Obwohl ich mich sehr freute meine Familie und Freunde bald wieder zu sehen, fiel mir der Abschied recht schwer. Ich hatte mich gerade eingelebt, hatte die Kinder erst so richtig kennen gelernt und mich an die dortigen Lebensumstände gewöhnt, da war die Zeit meines Praktikums auch schon vorbei. Im Nachhinein weiß ich: 4 Wochen sind echt zu kurz!

Dennoch bin ich wirklich dankbar für die Möglichkeit, die ich bekommen habe, ein Praktikum im Angels Home machen zu dürfen. Auch wenn ich nur einen Monat in Sri Lanka verbracht habe, war es doch eine Zeit, die mich sehr geprägt hat und die ich lange nicht vergessen werde. Ich habe so viel erlebt und viele Eindrücke gesammelt, die ich nicht mehr missen möchte.

 

Als persönliches Highlight würde ich die Übernachtung im Heim zählen. Ich verließ einmal nicht, wie sonst immer, das Heim zwischen 17 und 18 Uhr und hatte so die Chance den kompletten Tagesablauf der Kinder mitzuerleben:

Als Frank, Julia und Elvira nach Hause gegangen waren, spielte ich noch gemeinsam mit einigen Kindern draußen im Garten bis es dann gegen halb 7 auch schon langsam dunkel wurde und wir ins Haus gingen. Nachdem alle geduscht und sich umgezogen hatten durften die Kinder Fernsehen schauen. Danach beteten wir, lasen in der Bibel und sangen Kirchenlieder. Auch die buddhistischen Kinder machten bei allem mit, was mich etwas wunderte. Zum Abendessen gab es Reis und Curry, also das Gleiche, das es auch zum Mittag gibt. Wir saßen noch eine Weile am Tisch nach dem wir gegessen hatten und unterhielten uns, bis es wieder Fehrnsehzeit war und sie sich über eine singhalesische Soap freuten. Ich fand sie auch recht witzig anzusehen, obwohl ich nicht viel verstehen konnte. ;-). Nach einiger Zeit gingen die jüngeren Mädchen ins Bett. Um 9 Uhr mussten dann auch die Älteren schlafen gehen, da wir ja am nächsten Morgen auch schon wieder um 6 Uhr geweckt wurden. Nach dem Aufstehen beteten wir wieder gemeinsam. Zusammen mit Udeshika fegte ich danach das Haus und noch vor dem Frühstück half ich Deepanie beim Kochen für den gesamten Tag. Ich raspelte Kokosnüsse und schnitt das Brot, das es dann zusammen mit Dhal (ein Brei aus Linsen und Kokosmilch) zum Frühstück gab. War echt total lecker! Nachdem wir alle satt waren, ging es an die morgentliche Gartenarbeit. Jeden morgen werden im Angels Home die heruntergefallen Blätter zusammengekehrt und mit der Schubkarre auf den Haufen transportiert, auf dem auch der Müll verbrannt wird. Die Kleinsten helfen dabei schon eifrig mit. Die Älteren verloren hingegen bald die Lust und brachten mir stattdessen irgendwelche Klatschspiele bei. Dann kamen Frank, Julia und Elvira auch schon wieder und ich machte mich, etwas müder als sonst, an meine Übersetzungsarbeit.

 

Hiermit möchte ich mich verabschieden und mich bei Julia und Frank für die tolle Zeit bedanken.Viele Grüße,Julia

powered by social2s