Tagebuch Kathrin. Meine ersten Tage in Marawila. 24.04.2010


 Nach meiner ereignisreichen 17tägigen Rundtour durch Sri Lanka sollte endlich meine Zeit im Angel’s Home beginnen.

Ich gebe zu, 17 Tage sind für eine Sri Lanka-Rundreise sicherlich viel zu wenig, dennoch habe ich versucht die Zeit so gut wie es nur geht zu nutzen. Ich habe viel gesehen und schon einmal vorab einen kleinen Eindruck von der Kultur, dem Klimas, der Flora und Fauna, dem Essen des Landes und der Mentalität der Menschen bekommen. In dieser kurzen Zeit habe ich Srilanka als Land richtig in mein Herz geschlossen!

Meinen ersten Tag im Heim hätte ich mir nicht schöner vorstellen können. Die Mädchen begrüßten mich mit Blumen und stellten sich vor mir auf, um sich nacheinander vorzustellen. Ich war unendlich gerührt und würde mich nicht wundern, wenn ich in diesem Moment vor Verlegenheit knallrot angelaufen bin. Nachdem mir die Kinder noch etwas schüchtern ihr Heim zeigten, gab es ein ausgezeichnetes Mittagessen, bestimmt das Beste, das ich in Sri Lanka kosten durfte, welches ich natürlich, so wie es sich gehört, landestypisch mit der Hand aß. Ich musste nicht lange warten, bis Kumari, das neueste Mädchen im Heim auf mich zu kam und mich zu den anderen Mädels führte, die gerade Seilsprangen. Auch wenn sie sich nur sehr schlecht spricht (sowohl singhalesisch, als auch englisch) forderte sie mich unmissverständlich auf mitzumachen. Gerade die zwei kleinsten Kumari und Asadi schwangen das Seil, über das ich springen durfte. Es ist gar nicht so leicht, durch einen Schwingkreis von 1,10m Radius zu springen! WinkenAuch wenn ich mich vielleicht etwas ungeschickt angestellt habe, was mir ja angesichts dieser Umstände keiner verübeln konnte, fühlte ich mich schon nach ein paar Stunden  im Heim angenommen und pudelwohl.

Am Abend zeigten mir Frank und Sophie ein sehr gutes Restaurant, das Mascha. Wir haben uns gut verstanden und viel gelacht und nebenbei auch eine schöne Gelegenheit gehabt uns in gemütlicher Atmosphäre ein wenig besser kennen zu lernen. Es war ein herzlicher und schöner Einstand für mich.

Ich freue mich schon sehr auf die Zeit, die jetzt noch vor mir liegt. Und bin schon gespannt auf die Nachhilfestunden, die nächste Woche mit der Schule beginnen werden. Wie schon erwartet,  sind die Englischkenntnisse der Mädchen sehr unterschiedlich. Das liegt vor allem daran, dass manche erst seit kurzen überhaupt eine Schule besuchen. Zwar konnte ich mir bisher schon einen ganz groben Eindruck, vom Kenntnisstand einiger Mädchen machen, jedoch kann ich andere Mädchen was ihr Wissen anbelangt, gar nicht einschätzen. Auf jeden Fall denke ich auch, dass einige davon einfach sehr schüchtern und zurückhaltend sind und bin deshalb gespannt, ob sie in den kleinen Übungsgruppen aus sich heraus kommen werden.

 

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