Tagebuch Valeska. Die Ankunft von Julia, Mira und dem Kameramann Florian. 21.08.2007


51. & 52. Tag.


Zuerst muss natürlich erwähnt werden, dass am Dienstag Dinesha Geburtstag hatte.

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Somit gab es schon 2 spannende Ereignisse an diesem Tag. Gegen Mittag sind dann auch endlich Julia und Mira gemeinsam mit Frank und Rukmal im Heim angekommen. Latta hatte als Begrüßung zwei Blumensträuße gekauft, die Anne und Asadi den beiden Mädchen dann überreicht haben. Die Vorfreude der Kinder auf Julia und Mira war schon sehr groß, aber als sie sich dann alle gegenüber standen, waren die Kinder stumm und wie angewurzelt. Nur die Augen haben gestrahlt. Mira’s singhalesisches Vokabular wurde von Mali und Sujeewa gleich darauf getestet. Nachdem wir dann alle zusammen gegessen hatten und die vom Chili laufende Nase geputzt war, haben wir alle zusammen erstmal etwas Volleyball gespielt. Somit konnten sich die Kinder aus ihrem versteinerten Zustand lösen.

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Während Julia und Mira das Spiel weitergeführt haben, sind Frank, Rukmal, Dinesha und ich einkaufen gefahren. Catherin meinte zu mir, dass Dinesha unbedingt ein schönes Kleid und Schuhe braucht, da sie von zu Hause kaum Sachen mitgebracht hatte. Also hat sie sich zwei schöne Kleider, einen Rock, ein Hemd und passende Schuhe dazu ausgesucht. Die Kleider stehen ihr wirklich gut, vor allem weil sie sehr aufrecht geht, was sie elegant aussehen lässt.

Anschließend, nach dem üblichen Vorzeigen der neuen Kleidung, wurde die Torte angezündet und es wurde (in den verschiedensten Tonlagen) gesungen. Nachdem jeder sein Kuchenstück verzehrt hatte (diese überzuckerten singhalesichen Torten werde ich nie vergessen), haben wir das Heim verlassen, damit wir noch einige Einkäufe erledigen konnten. Am Abend haben wir uns dann gemütlich zusammengesetzt und Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.

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Am folgenden Tag haben wir auf die Ankunft von Florian gewartet. Als es dann soweit war, sind wir zusammen zum Mittag ins Heim gefahren, erstmal aber ohne Kamera. Zu unserer Überraschung hatten die Kinder ihre besten Kleider an und dazu jeder noch einen unpassenden Strandhut. Nachdem jeder von uns Platz genommen hatte, wurde auch langsam klar, warum sich die Kinder alle so schick gemacht hatten. Sie haben den Kameramann mit einigen Tanzeinlagen begrüßt. Schade nur, dass die Kamera noch nicht auf Action war. Frank meinte nur: "Wenn ich komme, kriege ich nie eine Tanzvorführung." Die Kinder haben sich richtig Mühe gegeben, einige konnten sich gerade noch so ihr Lachen verkneifen. Die Vorführungen waren eine Mischung aus Theater, Kandydance und Singen.

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Am lautesten waren Chanchala und Saduni. Von ihnen haben die meisten Kinder auch abgeguckt. Vor allem Asadi hat sich auf die Schritte von Chanchala konzentriert, jedoch hat sie schon bald aufgegeben. Sie hat versucht, ihr Gesicht unter dem Hut zu vestecken. Das Einzige, was hervorgeragt hatte, war ihre Zunge.

Den weiteren Tag haben wir damit verbracht, uns gegenseitig im Volleyball zu übertrumpfen. Nur waren die Gruppen etwas ungerecht aufgeteilt, 4 gegen 8. Hiruni hat natürlich verteidigt, was das Zeug hält und Shanika ist auf dem Spielfeld fast eingeschlafen. Das Spiel war aber keineswegs langweilig und wenig Wasser haben wir auch nicht gerade verloren. Dafür können wir heute Abend gut schlafen.

Viele Grüße aus dem Marawila

Valeska