Tagebuch Valeska. Verlängerung des Visums. 03.08.2007


32. Tag.

Um 9 Uhr sind Frank und ich gemeinsam mit dem Bus nach Colombo gefahren um mein Visum zu verlängern. Die Busfahrten hier auf Sri Lanka sind immer wieder ein neues Erlebnis. Wenn man Glück hat trifft man auf einen Busfahrer der halbwegs rücksichtsvoll fährt. Ansonsten heißt es fast immer Augen zu und durch.

Als wir dann endlich unser Ziel erreicht hatten und das Department of Immigration betraten schauten uns die wartenden Menschenmassen in den überfüllten Räumen gelangweilt an. Die Luft wurde mit jeder Stufe nach oben stickiger und wärmer.Der Raum in dem ich mein Visa verlängern sollte war überfüllt! Daraufhin hat Frank gleich noch einen Zahn zugelegt um so schnell wie möglich das Gebäude wieder zu verlassen. Zuerst musste ich ein Formular ausfüllen, das ich dann zusammen mit meinem Reisepass der Dame hinter dem Schalter geben musste. Während sie den Reisepass kontrollierte ist ihr aufgefallen, dass in meinem Reisepass ein Einreisestempel vom 3. Juni, anstatt vom 3 Juli war.

Das war natürlich gar nicht gut, da wir jetzt von einem Büro in das andere geschickt wurden um die Sache zu klären. Aber zum Glück hatte ich mein Flugticket dabei und nach einiger Zeit war die Sache dann geklärt...schwitz.

So, nun ging es weiter zum nächsten Schalter wo ich das Geld für das Visum bezahlen musste. Nun habe ich auch endlich eine Nummer bekommen, und nun sollte das Warten aber erst richtig beginnen, denn ich hatte C 19 und gerade wurde B 43 aufgerufen. Der Mann neben wir meinte das kann noch 2 Stunden dauern. Als ich mich in die wartende Menge gesetzt hatte kam Frank zu mir, nahm mir meine Nummer ab und verschwand in eines der Hinterzimmer, in denen der Chef saß. 15 Minuten später kam Frank auch schon wieder raus, stellte mir den Chef noch kurz vor, und 5 Minuten später waren wir raus aus dem Gebäude. Es war genau 1:30. Ich war sehr froh, dass trotz einiger Wartezeit alles schneller verlief und dass mir Frank geholfen hat, vorallem da ich nicht genug Geld bei mir hatte um das Visum zu bezahlen.

Daraufhin mussten wir erstmal in das große Einkaufszentrum fahren, damit Frank seinen Burger essen und wir anschließend noch einen köstlichen Mangosaft trinken konnten. Gestärkt für die Rückfahrt haben wir uns zur Busstation fahren lassen und den nächstbesten Bus nach Marawila genommen. Die Busfahrt wahr sehr amüsant, besonders weil sich Frank mit einem Einheimischen unterhalten hat und zwischendurch eine deftige Prise Schweißgeruch abbekommen hat. Neben ihm hat es sich ein Mann mit den Armen hinter den Kopf verschränkt ab und zu mal gemütlich gemacht. Nur war es für die Menschen im Bus ein wenig schwindelerregend, besonders für Frank, der zu mir meinte: Gleich bleiben meine Pupillen stehen. Es war wahrhaftig eine Erlösung als der Bus Marawila passierte.

Nächstes Mal nehme ich 10 Packungen Deo mit und verkaufe sie im Bus, so wie die Süßigkeitenverkäufer, die kurz vor dem Losfahren nochmal in den Bus springen.


Viele Grüße aus dem frischen Marawila

Valeska