Tagebuch Valeska. Nach einer kurzen Nacht... 04.07.2007


2. Tag.

Trotz der etwas kurzen Nacht habe ich mich am heutigen Tag sehr gut gehalten. Nach der Dusche bin ich erfrischt runter auf die Terasse gegangen. Rukmal hatte schon das Fühstück vorbeigebracht. Morgen werden wir aber zu ihm gehen, er kann uns ja schließlich nicht immer das Frühstück bringen.

Gegen 11 musste Frank zum Büro von Marawila um einige Schwierigkeiten zu klären. Frank meinte zu mir, dass jeder hier auf Sri Lanka was zum sagen haben will und sich alles nur um Geld dreht. Schon heute habe ich etwas davon gemerkt. Genau so schnell verbreitet sich auch die Nachricht, dass eine "weiße" im Dorf ist.

Es war sehr interesant ein "Beamtengespräch" zu verfolgen, das ging ungefähr so: Frank saß der Chefin vom Büro gegenüber, die sich ununterbrochen mit Rukmal unerhalten hat... Naja, besser gesagt, Rukmal hat versucht der Frau deutlich zu machen, um welche Probleme es sich wirklich handelt. Natürlich nicht auf Englisch, sondern schön auf Geheimsprache. Die Frau hatte mich ab und zu mal angelächelt, was sie dabei gedacht hat würde mich ja sehr interessieren. Es war nahezu unmöglich die beiden zu unterbrechen. Als Frank langsam die Nase voll hatte, hat er die beiden unterbrochen um endlich eine Lösung zu finden. 3 Sekunden später war Frank wieder Nebensache.

Ich weiß nicht genau wieviel später, es kam mir fast wie eine Stunde vor, drehte sich Rukmal zu mir um und meinte: Come with me. und wir sind erstmal eine Cola trinken gegangen. Eine Stunde später war Frank fertig, mehr oder weniger hatte er etwas erreicht. Aber jetzt mal ehrlich, dafür braucht man doch nicht fast 3 Stunden. Das ist Sri Lanka.

Danach sind wir ins Heim gefahren. Heute haben wir aber nicht gespielt, da die Kinder extra Englischunterricht hatten. Währenddessen saßen wir zu dritt am Tisch. Frank hat sich einen Stempel zum Selbstzusammenstellen gekauft, nach Rukmal der beste Stempel auf ganz Sri-Lanka. Nachdem ich die Buchstaben zusammengesetzt hatte (echte Geduldsarbeit) hatte sich heraugestellt, ob der Stempel seinem Namen auch wirklich alle Ehre macht. Letzendlich meinte Frank: Nächstes Mal lasse ich mir den Stempel doch lieber in Deutschland anfertigen.

Gegen 6 sind Frank und ich noch kurz Früchteholen gefahren. Nach einem kurzen Besuch am Strand wollte ich unbedingt das Meereswasser auskosten. Frank hat daraufhin vorgeschlagen sich zu beeilen, um den Sonnenuntergang bei ihm zu beobachten. Nachdem wir den Sack Früchte auf die Terasse abgestellt hatten sind wir zu dritt zum Strand gegangen. Ich habe mir eine kurze Hose angezogen, an dem Strand geht so gut wie keiner ohne Kleidung ins Wasser, und ab ins Wasser (aber nur bis zur Hüfte).

Nach dem Sonnenuntergang habe ich mich dann erstmal an den Laptop gesetzt, denn ich wollte euch auch nicht länger warten lassen. Nebenbei haben wir auch noch Frankfurter Mettwürstchen gegessen, die Peter mitgebracht hatte. Er wird bis Dienstag hier bleiben.

Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und bis bald

Valeska