Tagebuch Valeska. Ankunft in Sri Lanka. 03.07.2007


Ich, vertieft in mein Buch, werde von einem Mann angesprochen: Bist du Valeska Borges?... Bist du Valeska Borges??? Da ich etwas verwirrt war konnte ich nicht besonders schnell reagieren. Ich dachte schon ich hätte was ausgefressen. Es war Horst Peter, der Name des "unbekannten", auch auf dem Weg nach Sri Lanka.
Jedenfals war er ganz enttäuscht, dass ich Ihn nicht erkannt habe. Er meinte: So ist dass, wenn man die Seite nicht richtig ließt. Mit "Seite" meinte der Peter natürlich die Homepage von Frank. In der wartenden Schlange vor dem Einsteigen in das Flugzeug hat Peter noch einen Freund aus dem Forum von Frank's Homepage getroffen: Dietrich. Auch ein sehr gut gelaunter Mann.
Gemeinsam haben wir auf das Losfliegen gewartet. In der Zeit hat er mir schon ein wenig über Sri Lanka und das Angel's Home berichtet.
Nach 10 Stunden Flug und dem Passieren der kontrollierenden Blicke auf den Reisepass kam uns auch schon Frank entgegen. Ein paar Minuten später kam auch Rukmal, ein sehr guter Freund von Frank, um uns nach Marawila zu bringen. Die Autofahrt war schonmal sehr interessant. Als Rad- oder Motorradfahrer sollte man wirklich schmale Hüften haben. Das kann nämlich sehr von Vorteil sein wenn ein anderes Auto oder ähnliches Fahrgestell dich düberholen möchte. Und nicht zu vergessen, LINKSVERKEHR!!
Auf die Frage von Frank, ob wir Durst und Lust auf Kokosnusssaft hätten, ist Rukmal beim nächsten Kokosnussstand (kene Ahnung, wie die Stände sonst heißen) an den Straßenrand gefahren. Kurze Zeit später hatte ich auch schon eine Kokosnuss mit Strohhalm in der Hand...sehr lecker und durstlöschend. Als wir dann endlich bei Frank angekommen waren hat er mir das Zimmer gezeigt, in dem ich die 2 Monate verbringen soll. Das Haus ist hübsch und liegt direkt am Strand schade nur, dass man im Meer nicht schwimmen kann. Die Strömung ist zu gefährlich, eigentlich ist hier ja jetzt Winter. Nach einer erfrischenden Dusche sind wir, Peter und ich im Dreirad (= Tuk Tuk) und Frank auf seinem Zweirad (= Motorrad) zum Angel's home gefaheren, das 500 m entfert liegt.
Zur Zeit Wohnen dort 14 Mädchen, es sollen aber in den nächsten Tagen weitere Kinder kommen. Das Personal (4Frauen) wovon zwei rund um die Uhr da sind. Bevor die Kinder um 1 Uhr von der Schule gekommen (zuerst die Jüngeren, danach die Älteren) sind, haben wir einen Milktea getrunken. Nebenbei hat Frank ein paar Abenteuer erzählt und einige Fragezeichen über meinem Kopf entfernt. Dann gab es auch schon etwas zu essen. Wir haben uns reingesetzt, da die Fliegen an dem Tag zu lästig waren. Ach ja, Fliegen mit Vampierzähnen, die so klein und süß wie unsere Fruchtfliegen sind. Da hat man kein Mitleid mehr, dass die nur einen Tag leben. Obwohl, hier leben sie bestimmt länger, bekommen ja Blut zum essen.
Fliegen bei Seite, dass Essen war lecker und sehr pikant. Nicht scharf, sonst hätte ich Krokodiltränen bekommen Winken
Nach dem Essen steht erstmal Hausaufgaben machen auf dem Plan der Kinder und anschließend dürfen sie spielen. Der Tag hat seinen geregelten Ablauf, der auch an einer Timetabele nochmal aufgelistet ist.
Die Mädchen sind sehr schüchtern und lächeln mich immer an, wenn ich sie anschaue. Ich bin sehr froh, dass wir uns ein wenig auf Englisch unterhalten können. Nochmal kurz zum Lächeln: Die Frauen lächeln auch, wenn sie dich hassen. Die Mädchen schauen mich an und sagen: You are beautiful. Mal schauen, was sie in 2 Monaten sagen.
Nach dem lernen haben die Kinder Cricket gespielt, ich sollte natürlich mitspielen. Es hat nur etwas gedauert, bis ich die Spielregeln verstanden habe. Schließlich habe ich noch nie Cricket gespielt.
Ab 6 Uhr darf sich im Angel`s Home kein Besuch mehr aufhalten und ab 8 Uhr muss es ruhig sein, es darf auch keiner mit dem Laptop arbeiten. Ich denke ich werde bei Frank wohnen bleiben, weil ich Abends gerne noch länger aufbleibe und mich bewege und auch weil es im Heim bald an Platzmangel herrschen wird.
Abends saßen wir dann noch zu dritt auf Franks Terrasse und haben Nudeln und Hänchen, das uns Rukmal von seinem Kiosk gebracht hat, den er mit seiner Frau betreibt. Rukmal hat sich noch ein wenig zu uns gesellt. So gegen 11 Uhr bin ich auf mein Zimmer gegangen, eigentlich um zu schlafen. Das hat nur leider schlecht geklappt, da es sehr windig war und beim Nachbarn ein Metallblech Einbrechergeräusche gemacht hat. Da hab ich mir erstmal meine Musik genommen, in der Hoffnung, dass ich damit in den Schlaf geschukelt werde. Hat nur leider immer nur für eine kurze Zeit geklappt. Das kommt davon, wenn Frank Einbrechergeschichten erzählt. Er meinte aber, dass ich dafür die nächste Nacht gut schlafen werde.
Viele Grüße Von Valeska
Hier noch ein paar Fotos von unserer Ankunft.
03.07.ankunft-0103.07.ankunft-0203.07.ankunft-03