Tagebuch Mira. Geburtstag am Swimmingpool. 04.10.2007


Gestern an meinem Geburtstag haben wir 4 Praktikantinnen uns etwas ganz besonderes gegönnt. Durch einen srilankanischen Bekannten von mir, der als Reiseleiter in einem teuren all Inclusisve Club Hotel in arbeitet, hatten wir die Möglichkeit kostenlos den Vormittag in diesem Hotel zu verbringen und einfach mal ein paar Stunden auszuspannen, was besonders Julia und ich, da wir jetzt ja schon über 6 Wochen hier auf Achse sind, dringend nötig hatten Winken

Erst mal mussten wir uns aber zu viert in ein Tuktuk quetschen, das uns von Marawila nach Negombo brachte, wobei ich auf Annas Schoß saß und die halbe Stunde fahrt mit gekrümmten Rücken verbrachte. Die etwas unbequeme Fahrt hat sich aber voll gelohnt, denn am Ziel angekommen erwartete uns eine wirklich luxuriöse Ferienanlage, sowie man sie aus den Reisekatalogen aus Deutschland kennt.

Nachdem wir an der Rezeption freundlich empfangen wurden und geklärt hatten, dass wir Freunde von dem Reiseleiter waren, ging´s dann auch sofort Richtung Swimmingpool, vorbei am leckeren Frühstückbüffet, an dem sich vornehmlich westlichen Gäste gerade die Bäuche voll schlugen.

Als wir schließlich den großen Pool erreichten, staunten wir nicht schleicht über die schöne Lage direkt am Meer. Bis auf ein paar vereinzelte Hotelgäste, waren die meisten Holzliegen rund um den Pool auch noch leer. Wir mussten nicht lange suchen bis wir vier Liegen mit Meeresblick gefunden hatten, als auch sofort ein Hotelangestelter kam und uns Handtücher und Matten für die Liegen brachte. Schließlich gab es kein Halten mehr für uns und jeder plumpste auf seine gemütliche Liege und genoss den Ausblick auf Palmen und Meer. Kurze Zeit später wagten Julia und ich uns dann aber auch schon in den noch menschenleeren Swimmingpool. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal so auf kaltes Wasser freuen würde, aber es tut einfach super gut bei der Hitze hier mal eine nasse Abkühlung zu haben. Am Strand von Marawila kann man ja leider wegen der starken Strömung zur Zeit nicht baden.

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Nachdem dann auch Anna und Alina das kalte Wasser genossen hatten, verbrachten wir den Rest der Zeit auf unseren Liegen und relaxten, bis auf einmal gegen 10h an der Poolbar direkt neben uns Musik anfing zu spielen und das Animationsprogramm für die Gäste startete. Da wurde dann Minigolf, Wassergymnastik und Kugelweitwurf gespielt und wir waren uns alle vier einig, dass wir ganz froh waren, nicht mit so einem Animationsprogramm beschäftigt werden zu müssen, sondern mehr das wahre Leben in Sri Lanka durch unser Praktikum kennen zu lernen. Gegen 13h war dann auch der Ausflug in die luxoriöse Touristenwelt vorbei und es ging entspannt und relaxet mit dem Tuktuk wieder zurück nach Marawila ins Heim, wobei wir Anhand unserer roten Rücken und Beine feststellen mussten, dass wir alle wohl ein bisschen zu lange in der Sonne gelegen hatten, trotz Sonnencreme... Grinsen

Im Heim gab es dann erst mal wieder leckeres Essen und nachdem die Kids ihre Hausaufgaben erledigt hatten, versammelten sie sich auf einmal um mich, brachten einen kleinen Geburtstagstorte mit meinem Namen drauf und begannen mir einmal auf Englisch und einmal auf Singhalesisch ein Geburtstagsständchen zu singen. Nachdem ich dann die Kerze ausgeblasen hatte, überreichte mir jedes Kind der Reihe nach eine süße selbst gebastelte Geburtstagskarte und umarmte mich ganz lieb. Wie es der Brauch hier will, habe ich dann ein Stück von der Torte abgeschnitten und jedes Kind und das Personal davon abbeißen lassen, bevor sich jedes Kind selbst ein Stückchen nehmen durfte. Wenn die Kuchen hier in Sri Lanka nicht so zuckersüß wären und wir alle nicht auch schon gestern einen Geburtstagskuchen von Alina gegessen hätten, wäre die Begeisterung vielleicht noch etwas größer gewesen. Was an meinem Kuchen allerdings etwas besonders war, waren die Smartiverzierungen, weshalb diese Stückchen auch am schnellsten weg waren… Grinsen

Über das Geburtstagsständchen der Kids und den Kuchen habe ich mich auf alle Fälle sehr gefreut und möchte mich auch noch mal bei Frank bedanken, der innerhalb von 2 Tagen zwei Geburtstagstoren für Alina und mich gesponsert hat! Ich glaube er ist jetzt aber erstmal froh, dass in nächster Zeit oder zumindest diesen Monat kein Geburtstag mehr ansteht.

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Nach dem Kuchenessen haben Julia und ich mit den Kids noch ein kleines Zeitungstanzspiel gemacht, bei dem immer zwei Kids zusammen auf einem Zeitungsblatt tanzen mussten, was dann immer kleiner gefaltet wurde. Den Mädels hat es sehr viel Spaß gemacht, da sie ja alles was mit Musik und Tanz zu tun hat, mögen. Am Ende des Spieles kam dann allerdings die Metren auf die Idee, dass ich den Kindern etwas vortanzen sollte, weil ich mich ja angeblich so gut zur Hindi Musik bewegen würde. Da aller Widerstand leider nichts nützte, hab ich dann halt ein paar Drehungen und Schritte improvisiert, die die Kids zum Glück ganz gut nachgetanzt haben, womit die Metren dann auch zufrieden gestellt war und wir alle wieder normal tanzen konnten.

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Abends bin ich dann noch von meinem Bekannten, dem Reiseleiter und seiner Familie nach Negombo zum Essen eingeladen wurden und so fand mein Geburtstag weit weg von zu Hause einen schönen Ausklang.

Alles Liebe,

Mira