Tagebuch Mira. Ankunft in Sri Lanka. 21.08.07


Gestern war es nun endlich soweit. Zusammen mit Julia, die schon zwei mal ein Praktikum im Angels Home absloviert hat, landete ich morgens um 9.30 in Colombo.

20.08.abflug

Ich war überrascht vom modernen und super sauberen Flughafen, da ich ihn mir viel schlimmer vorgestellt hatte. Nachdem wir die Passkontrolle hinter uns hatten und nach etwas Warten schließlich unsere 4 schweren Koffer gefunden hatten, wurden wir draußen auch schon von Frank und seinem Singhalesischen Freund Rukmal empfanen.

Mit dem Auto ging´s dann Richtung Marawila und bei einem kleinen Stopp bei dem wir frischen Kokusnußsaft aus Kokußnüssen tranken, realisierte ich erst so richtig, dass ich jetzt in Sri Lanka war.

20.08.ankunft

Wir fuhren direkt kurz ins Waisenhaus, da Frank meinte, dass die Kinder schon total aufgeregt wären. Dort angekommen wurden Julia und ich sehr lieb mit zwei Blumengestecken begrüßt und mit großen Augen bestaunt. Außerdem lernten wir Valeska kennen, die noch bis zum 03.Sep. ein Praktikum im Angels Home macht und gerade beim Kochen half. Nachdem wir dann unser Gepäck in Franks Haus abgeladen hatten, ging´s auch gleich wieder zurück ins Waisenhaus zum Essen, das super lecker war jedoch für meine westlichen Geschmacksnerven natürlich, wegen der Schärfe auch etwas gewöhnungsbedürftig war. Nachdem Essen hat mir Frank dann das ganze Heim gezeigt und welche Räume er gerne noch verbessern würde. So möchte er sobald er das Geld dafür hat noch gerne ein kleines Krankenzimmer anbauen lassen und noch ein größeres Dach für die Veranda einsetzen lassen, damit die Kinder auch draußen Essen können.

Am späten Nachmittag haben wir drei Praktikantinnen dann mit den Kindern etwas Volleyball gespielt. Schließlich habe ich dann versucht ein paar Sätze auf Singhalesisch zu sagen, worauf mich ein Kind sofort fragte aus welchem Dorf in Sri Lanka ich kommen würde GrinsenWenn das mal kein Kompliment ist…

Spät nachmittags bin ich dann noch mit Valeska ans Meer, in dem man wegen der starken Strömung aber leider nicht schwimmen kann. Nachdem wir dann noch mal kurz zum Wasser einkaufen und Geldwechseln gefahren sind, haben wir den Abend mit leckeren Singhalesischen Nudeln ausklingen lassen.

Der erste Morgen


Die erste Nacht war wegen der schwülen Hitze, die leider auch nachts nicht verschwindet nicht so erholsam. Ich hoffe mich echt bald an die Hitze hier zu gewöhnen. Ansonsten geht es mir aber ganz gut. Mein Magen bereitet mir noch keine Probleme und die Schärfe vom Essen hat mir heute sogar schon etwas weniger ausgemacht. Trotzdem gibt es hier natürlich soviel neue Eindrücke, die erst mal verarbeitet werden müssen. Da ich aber letztes Jahr schon einmal für 2 Monate in Indien war ist der Kulturschock diesmal nicht ganz so groß. Trotzdem bin ich froh, dass Julia, Valeska und Frank da sind und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Morgen wollen wir dann mit Frank einen Plan machen, in dem wir die anfallende Arbeit unter uns drei Praktikantinnen aufteilen werden.

Ein weiteres Ereignis ist, dass heute ein Kameramann von Sat.1 zu uns gekommen ist, der mich, aber auch Julia und Valeska die ersten 10 Tage in Sri Lanka für die Sendung 24 Stunden – My Story begleiten wird.

21.08.-flori-sat1

Diese ganze Filmaktion hat sich sehr kurzfristig entschieden. Ich habe erst am Donnerstag erfahren, dass sie filmen werden, so dass ich mich damit auch etwas überrumpelt fühle, aber ich hoffe mal dadurch das Drylands Projekt in Deutschland etwas populärer zu machen und vielleicht lassen sich so auch noch ein paar Sponsoren finden, denn wie gesagt, wird das Heim hauptsächlich nur durch private Spendengelder getragen, die immer noch sehr knapp sind. Mal sehen wie das Ganze so wird. Ein weiterer Grund warum Sat.1 hier mit mir dreht ist nämlich auch meine Vatersuche in Sri Lanka, wann ich damit beginne kann ich allerdings jetzt noch nicht sagen. Erstmal möchte ich hier in Ruhe ankommen und die Kultur auf mich wirken lassen. Das war ja auch schließlich mit der Hauptgrund warum ich nach Sri Lanka wollte. Ob ich meinen Vater oder eine Spur von ihm hier finde kann ich jetzt wirklich noch nicht sagen. Ich freue mich trotz der ganz anderen Lebensumstände hier auf alle Fälle in Marawila und bei den Kids zu sein und bin dankbar über jede kostbare Erfahrung, die ich hier nun in der nächsten Zeit machen werde.

Liebe Grüße aus Marawila

Mira

Powered by OrdaSoft!