Tagebuch Steffi Lippmann. Ein schwerer Abschied. 08.07.2008


Nun werde ich mich ein letztes Mal zu Wort melden. Am Mittwoch ließ ich noch einmal in dem schönen Sri Lanka die Seele baumeln, denn Julia und ich gingen schwimmen und wir hatten echt Glück, denn die liebe Sonne ließ uns nicht im Stich...Somit hab ich mir zum letzten Mal einen schönen Sonnenbrand geholt und das wars mir wert. Grinsen

Es rückte der Donnerstag immer näher und ich konnte die letzte Nacht auch nicht wirklich schlafen, denn ich freute mich auch wieder auf meine Familie in Deutschland. Natürlich überlegte ich auch die ganze Zeit, wie ich mich von den Mädels verabschieden konnte. Somit kam ich auf die Idee ein Neptun-Fest zu veranstalten, wobei jedes Mädels eine Urkunde von mir bekam.

04-08-abschied-steffi-01

Vorher jedoch aß ich noch ein letztes Mal Reis und Curry und wollte den Mädels noch bei den Hausaufgaben helfen, aber irgendwie verheimlichten sie mir einiges. Nachdem sie fertig waren, ging es nun mit meinem Spiel los. Ich verkleidete mich als Neptun, bereitete einen Eimer vor mit Wasser und auch machte sich meine Assistentin Julia bereit WinkenJedes Mädchen kam nach und nach dran und sie mussten sich auf die Knie beugen und ich taufte sie auf Namen, die ich mir vorher überlegt hatte für die Kids. Somit bekam jedes Mädchen eine Urkunde von mir und einen ganz individuellen Namen, der sie immer an mich erinnern wird.

04-08-abschied-steffi-0204-08-abschied-steffi-0304-08-abschied-steffi-04

Nach dem Spiel vergab ich noch meine mitgebrachten T-Shirts und Stifte, darüber freuten sich die Mädels sehr. Nach der Teatime war es dann endlich soweit, ich teilte ihnen mit, dass ich nun gehen werde. Ich musste mich in die Mitte stellen und jedes Mädchen übergab mir eine Karte und umarmte mich zum Schluss noch. Nachdem alle fertig waren, musste nun auch ich was sagen und dann überkam es mich auch. Ich fing an mit weinen und viele Mädchen auch. Es war ein sehr trauriger Moment und am liebsten hätte ich gesagt: „Los, ich bleib noch einen Monat in Sri Lanka." Aber leider ging es nicht.

Alles in allem war es ein sehr schönes Praktikum. Die Mädels sind super und ich vermisse sie ganz doll, denn es war für zwei Monate meine Heimat und mein Job. Die Kids werden immer in meinem Herzen bleiben und sie haben mich auch lieb gewonnen. Während meines Praktikums haben wir viel erreicht, denn schließlich wurde der Englischunterricht ins Leben gerufen. Und das ist schon sehr viel wert und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die Mädels denke.

Noch einmal vielen Dank an Linus und Julia. Es war echt toll mit euch und auch ihr habt einen Platz in meinem Herzen. Ich vermisse Sri Lanka und wer weiß, vielleicht komme ich doch wieder...Winken

Viele liebe Grüße

STEFFI