Tagebuch Steffi Lippmann. Auf großer „Weltreise“. 30.06.2008


Nach langem hin und her überlegen, entschloss ich mich eine dreitägige Tour nach Hikkaduwa zu machen um dort zu schnorcheln. Wie ich darauf gekommen bin? Nun ja, ich wollte ursprünglich nach Kandy fahren, aber ich hab mir hier schon in der Umgebung einige Tempel angeschaut und wollte einfach nochmal ein bisschen relaxen...Gesagt, getan. Am Donnerstag startete ich um Punkt 6 Uhr am Morgen (und ich muss sagen, das war verdammt früh Grinsen) mit meinem TukTuk-Fahrer Richtung Bushaltestelle, denn ich wollte mit dem IC-Bus die Reise antreten. IC-Busse sind etwas größere Vans, etwas teurer als die ganz großen Busse und haben Klimaanlagen drin. Nach 5 Minuten warten kam er auch schon und mein Abenteuer begann richtig...2 Stunden später kam ich nun endlich in Colombo an und ich bat den Fahrer mit meinem sehr vertrauenswürdigen Dackelblick Grinsen, ob er mir sagen könnte, wo denn die Haltestelle für den IC-Bus Richtung Galle ist. Eigentlich dachte ich ja insgeheim, dass er jetzt sagen würde: „Los, ich fahr dich schnell hin", aber nein. Er erklärte mir den Weg etwas umständlich, ich verstand nur den Anfang und somit war ich genauso schlau wie vorher, aber dieser nette Busfahrer, der überhaupt nicht fahren konnte, denn mir wurde innerhalb dieser zwei Stunden extrem schlecht, war wirklich der Meinung, dass ich seine Beschreibung verstanden habe. Nun ja, nichts desto trotz musste ich mir alleine den Weg suchen und versuchte mich an die Anweisung dieses Busfahrers (oh, wenn ich an diese Fahrt wieder denke, wird mir ganz übel...) zu halten und stapfte somit durch Colombo. Irgendwann fragte ich dann doch mal einen Polizisten, ob er denn wüsste wo die Haltestelle ist. Nach 5 Mal nachfragen, denn irgendwie verstand der mich nicht, erklärte er mir, dass ich in die falsche Richtung gelaufen bin. Das einzige, was ich mir zu dem Zeitpunkt dachte, war, dass das ja mal richtig heiter werden konnte. Nun ja, also nahm ich mein Säckchen und Päckchen und machte ich mich auf den Weg in die andere Richtung. Nach ungefähr 10 Minuten und 20 Anmachen von diversen Singhalesen später, hab ich die Bushaltestelle immer noch nicht gefunden. Okay, ab zum nächsten Polizisten. Der erklärte mir, dass ich wieder ein Stück zurückgehen muss, durch eine ganz kleine Straße laufen müsste und dann würd ich sie sehen. Ich glaube in diesem Moment hätte ich am liebsten meine Tasche genommen und wäre wieder Richtung Marawila gefahren. Aber ich gab der Stadt Colombo noch eine letzte Chance und siehe da: die Bushaltestelle. Keine 5 Minuten später ging die Fahrt Richtung Hikkaduwa los und ich war jetzt doch etwas entspannter, denn schließlich muss man ja trotzallem in Colombo an diverse Bombenattentate denken, denn Sri Lanka ist und bleibt ein Kriegsgebiet. Dieses Mal hatte ich einen sehr netten Busfahrer und ich erklärte ihm in welches Hotel ich gerne möchte und ob er mir Bescheid sagen könnte, wenn wir in Hikkaduwa sind. Er bejahte meine Frage und ich setzte mich genau neben ihn, damit er mich nicht vergaß...Winken. Auf dieser Fahrt ist nichts Besonderes passiert und somit kam ich halb zwölf endlich in meinem Hotel an. Ich fragte nach einem Zimmer für zwei Nächte und sie zeigte mir eines, es war das beste Zimmer des Hotels. Ich erkundigte mich nach dem Preis und fiel aus allen Wolken. Aber Gott sei Dank hatte mich Frank schon aufgeklärt und ich solle auch bei dem Preis des Zimmers verhandeln. Naja, ich sagte, dass mir das zu teuer ist und sie fragte mich nach meinen Vorstellungen. Ich teilte ihr diese mit, aber es war wahrscheinlich zu wenig, denn ich wurde in ein anderes Zimmer geschickt. Dies war aber genauso schön, nur ein Stück kleiner, aber trotzdem mit einem wunderschönen Blick auf das Meer.
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Nun begann ich mich ein wenig einzugewöhnen und erkundete ein bisschen die Stadt. Leider war auf den Straßen nichts los, denn es ist keine Saison zurzeit und somit sind auch keine Gäste da. Das sollte mir an diesen drei Tagen noch öfters auffallen Grinsen. Nach ungefähr einer dreiviertel Stunde war ich fertig mit meinem Rundgang und begab mich in ein kleines Restaurant, denn mein Magen machte sich dann doch schon bemerkbar, denn ich hab ja schon gegen 5 Uhr gefrühstückt. Danach begab ich mich zurück ins Hotel und tat endlich das, worauf ich zwei Monate lang schon sehnsüchtig gewartet habe: ich ging mit meinen Füßen ins Meer...*juhu*

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Leider war die Strömung sehr stark, denn die rote Flagge hing an jedem Hotel und da sollte man ja bekanntlich nicht ins Meer gehen. Das einzige was ich in diesem Moment dachte, war, dass sich das hoffentlich bis zum nächsten Tag legen würde, denn ich wollte ja schnorcheln gehen - im Meer versteht sich...Grinsen

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Am Abend besuchte ich dann noch eine andere Snackbar und begab mich relativ früh ins Zimmer, denn der Tag hat mich schon sehr geschlaucht.

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Am nächsten Tag schaute ich dann aus dem Fenster und ich dachte, dass das doch nicht wahr sein könnte, denn es waren nur schwarze Wolken am Himmel und es regnete in Strömen. Naja, ich ging erst einmal zum Frühstück, denn manchmal regnet es nur 5 Minuten und dann kommt aus heiterem Himmel wieder die Sonne zum Vorschein. So aber nicht an diesem Tag, denn es regnete und regnete und regnete. Also suchte ich mir etwas anderes, was ich unternehmen konnte. Ich fragte einen Hotelangestellten, was man denn hier so noch erleben konnte in der Nähe und er bot sich gleich an mich herum zu führen. Wir machten uns mit einem TukTuk auf den Weg Richtung Colombo und hielten an einer Meeresschildkrötenfarm. Das war echt ein Highlight. Sie war relativ groß und ich wurde von einem Helfer herumgeführt und er erklärte mir sogar alles auf Deutsch. U.a. hatte ich Schildis in der Hand, die gerade mal ein Tag alt waren und welche, die schon 15 Jahre alt waren.

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Nach gut einer Stunde war ich fertig und wir begaben uns wieder auf die Heimreise und hielten noch an diversen Tempeln an und auch an einem Gewürzgarten. Auch hierbei wurde ich herumgeführt und es wurden auch einige Produkte an mir getestet..Grinsen Das war sehr entspannend.

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Gegen 14.00 Uhr kam ich dann wieder im Hotel an und ja, es regnete immer noch in Strömen. Am liebsten hätte ich echt meine Sachen gepackt und wäre ´gen Heimat gefahren. Aber somit konnte ich mich noch ausruhen ohne Ende und machte abends wieder einen kleinen Spaziergang Richtung Restaurant und wieder heim. Tja, es kommt immer anders als man denkt, denn - oh wunder - am nächsten Tag gab die Sonne wieder ihr Bestes. Aber da wollt ich nicht mehr und begab mich auf den Heimweg, denn ich wollt auch nicht im Dunkeln in Marawila ankommen.

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Ich fuhr wieder mit dem IC-Bus Richtung Colombo und wir gerieten mit dem Bus in zwei Polizeikontrollen. In den IC-Bussen sind immer Plätze reserviert für Geistliche, schwangere Frauen und für Behinderte. Sobald also ein Mönch in den Bus einsteigt, muss derjenige der auf seinem Platz sitzt diesen wieder frei machen. Ich denke, dass es in einiger absehbarer Zeit auch einen Platz für weiße Menschen gibt, denn jedes Mal nach einer Polizeikontrolle warteten die Leute darauf, dass ich eingestiegen bin und Platz genommen habe Grinsen Es hat manchmal doch etwas Gutes eine weiße Frau auf Sri Lanka zu sein. In Colombo angekommen, bat ich den Busfahrer mich an einer Stelle heraus zu lassen, wo ich die Haltestelle nach Chilaw - also Richtung Marawila - schnell finden konnte, denn ich hatte echt keine Lust mehr wie ein Angestochene durch Colombo zu tigern. Er machte es auch und ich fand sie sehr schnell. Tja, und was musste ich feststellen? Ich kam an dem Bus an und oh nein, es war wieder der selbe Busfahrer bei dem mir auf der Hinreise so schlecht geworden ist. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, ich kam nach gut 2 Stunden in Marawila an und das sehr kreidebleich.

Alles in allem war ich doch sehr entspannt, aber ich war auch froh wieder in meiner gewohnten Umgebung zu sein. Ich fand den Trip schon sehr gelungen, dass mir natürlich das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte, damit konnte ich nun wirklich nicht rechnen, aber ich hab ja trotzdem das Beste draus gemacht. Winken

Viele Grüße von der Sonneninsel Sri Lanka

STEFFI