Tagebuch Steffi Lippmann. Gleich zwei auf einen Streich. 01.06.2008


Hallo...

Nach etwas längerer Wartezeit melde nun auch ich mich wieder zu Wort. Denn außer, dass ich mit einer dicken Erkältung ein paar Tage ans Bett gefesselt war, ist nichts Spektakuläres passiert.

Jedoch habe nun auch ich den Schritt gewagt und bin mit den buddhistischen Mädels in den Tempel am Sonntag gegangen. Es war mein zweiter Besuch in einem Tempel nach dem Vesak-Fest. Ich war sehr aufgeregt und auch die Kids haben sich darüber gefreut, dass ich mitkomme. Somit starteten wir um halb acht (uiuiui, das war ganz schön früh, aber bekanntlich fängt der frühe Vogel ja den Wurm...Grinsen) und wie sollte es anders sein - es begann aus Eimern zu regnen. Naja, hab ich mir gedacht, die Mädels nehmen sonst zu jeder Gelegenheit einen Schirm mit - auch wenn die Sonne scheint. So jedoch nicht heute und somit mussten wir das gesamte Stück rennen. Sehr zum Nachteil meinerseits, denn ich sollte nach der Anweisung von Latta weißen Pulli und eine weiße Hose anziehen. Also waren wir bis auf die Knochen durchnässt und meine Hose nahm immer mehr die Farbe beige an. Als wir dort ankamen, gingen wir zuerst in die Schule, wo wir unsere Sachen ablegten und machten uns dann auf dem Weg zum Tempel. Ich muss sagen: beeindruckend, man ist dort wie in einer anderen Welt. Natürlich konnte ich mir es nicht verkneifen Fotos zu schießen, denn wann werde ich so etwas in nächster Zeit mal wieder zu Gesicht bekommen?! Es war ist umwerfend, wie groß die Figuren Buddhas sind und wie die Geschichte erzählt wird.

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Nachdem nun ein morgendliches Gebet abgehalten wurde, ging es wieder Richtung Schule und die Kids wurden gelehrt in dem Fach Buddhismus. Sie lasen Textpassagen vor und mussten Fragen dazu beantworten. Nach ca. einer Stunde waren sie damit fertig und es läutete zur Pause. Was ich jedoch nicht wusste: sie ging auch eine Stunde. Nun ja, hab ich mir gedacht, dann ist es schon um elf und um zwölf gehen alle nach Hause. So war es dann auch, nur leider machten die Lehrer nach dieser Stunde Pause keinen Unterricht mehr und wir saßen somit einfach nur die Zeit ab. Das fand ich echt schade, aber ich möchte mich ja mit keinem singhalesischen Lehrer anlegen und ihn kritisieren. Gegen halb eins und einer endlos langen Stunde kamen wir wohlbehütet wieder im Heim an und es gab dann auch gleich Mittag. Darauf habe ich schon die ganze Zeit gehofft, denn ich hab gegen um sieben am Morgen schon gefrühstückt und zwischendurch machte sich mein Magen dann doch bemerkbar.

Danach ging es dann gleich weiter für die Kids mit Englisch-Unterricht und mit den anderen Mädels, die nicht zum Tempel gehen, da sie einer anderen Religion angehören, malten wir ein wenig mit Wasserfarben. Dies ist anscheinend immer ein großes Highlight, denn alle wollten mitmachen und der Spaß war vorprogrammiert.

Als alle fertig waren, wurden nun auch die Vorbereitungen getroffen für die Geburtstagsparty für Nisansala.

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Denn sie hatte am Samstag Geburtstag, jedoch haben die Mädels am Samstagmorgen Tanztraining und am Nachmittag geht der größte Teil der Mädels bis Abends in die Kirche. Somit haben wir die Party verschoben und führten sie nun Sonntag durch. Dies war wieder einmal etwas ganz besonderes mit einem sehr, sehr leckeren Kuchen. Uiuiui, diesen Monat haben noch drei Mädels Geburtstag und wenn die Kuchen weiterhin so lecker bleiben, dann roll ich `gen Deutschland. Auf jeden Fall erklungen wieder die bekannten Töne aus dem Keyboard: HAPPY BIRTHDAY TO YOU...*sing* und dann wurde sie wieder mit Geburtstagsglückwünschen und Karten der anderen Mädels reich beschenkt. Danach verdrückten wir diesen wahnsinnig leckeren Kuchen und machten ein Spiel. Dabei wurde ein Packung mit Zetteln durch die Reihe gegeben und wenn die Musik ausgeht, muss derjenige der diesen Karton besaß einen Zettel rausziehen und machen was da drauf stand. Es war sehr lustig und alle waren glücklich.

Das werde ich bestimmt sehr vermissen, aber ich hab ja noch drei Geburtstage vor mir, die ich sehr genießen werde.

Viele liebe Grüße aus Sri Lanka

STEFFI