Tagebuch Steffi Lippmann. Einweihung in die Spielkunst 11.05.2008


Nun bin ich schon eine Woche hier und ich muss sagen, dass diese wie im Flug vergangen ist. Jeden Tag wurden mir neue weitere wichtige Dinge erklärt und die Kinder gewöhnten sich sehr gut an mich und integrierten mich immer mehr in ihren Tagesablauf.

Julia schlug dann ein Spiel vor, wobei mir die Mädels mir immer ihre Namen sagten mussten. Es gab einen Stein und wer den Stein besaß, musste sagen: „My name is..." und musste zu einem anderen Mädchen hingehen und fragen „What is your name?". Danach schauten mich alle ganz gespannt an und ich musste alle Namen sagen. Und ich muss sagen: es hat super funktioniert, denn ich kann jetzt alle Namen und das soll schon was heißen bei 20 Mädels mit singhalesischen Namen. Nachdem wir fertig waren mit diesem Spiel kamen wir zu einem Spiel, wobei ein Löwe und eine Maus eine wichtige Rolle spielten. Einer war der Löwe und einer die Maus, die anderen mussten in einem Kreis stehen. Wenn die Maus nicht mehr konnte, dann ging sie zu einer anderen Person und die war dann nicht mehr die Maus, sondern der Löwe und musste den vorherigen Löwen, der ja nun die Maus dann war fangen und so ging das hin und her. Wir haben Tränen gelacht, denn du musstest dann jedes Mal umdenken und bist erschreckt, wenn der Löwe hinter dir war. Die Mädels hatten echt viel Spaß dabei und wir kamen aus dem Lachen nicht mehr raus.

Am Samstag sah ich das erste Mal bei ihrem Tanztraining zu und versuchte bei den Aufwärmübungen mitzumachen. Jedoch joggten Julia und ich zum Heim und ich war davon schon sehr fertig, was ich jetzt auch bemerke, denn der Muskelkater hat sich seinen Weg gebahnt. Da merkt man doch erst einmal, wie viele Muskeln man eigentlich in den Beinen besitzt. Ich zieh echt meinen Hut vor den Mädels, die das Tanztraining besuchen, denn die Schritte sind sehr schwierig und nicht leicht zu merken.

Auch wurde ich in das Geheimnis des Hüpfekästchen-Spiels von Hasini eingeweiht. Ich kenne dieses Spiel noch aus meinen Kindertagen, aber die Regeln waren mir nicht mehr so vertraut, sodass mir Kathrin einiges erklären musste, wie und warum das so ist...WinkenNach mehreren Runden war ich auch sehr geschafft, aber Hasini konnte nicht genug davon bekommen. Ein paar Momente später kam die kleine jedoch auf die Idee Memory zu spielen und es war sehr lustig und ich war fasziniert, wie gut sich die Mädels die einzelnen Felder merken konnten. Es war richtig schön, dass mich die Kinder gut aufgenommen haben. Jetzt muss mich nur noch Buddy akzeptieren, denn der macht mir irgendwie Angst und knurrt mich immer an, wenn ich das Heim betrete. Jedoch ein paar Minuten später möchte er dann wieder gegrault werden. Das wird sich hoffentlich bald legen.

Am Abend war ich dann schon sehr geschafft, 1. das frühe Aufstehen, 2. der Sport und dann noch 3. die Hitze, sodass ich relativ früh in meinem Zimmer mit einem guten Film von Frank verschwunden war.