Tagebuch Stefanie Wegner. Der Partybus wieder on Tour. 08.08.2008


Gestern war es soweit: Ich durfte den Partybus des Angels Home live miterleben. Denn gestern stand der Tagesausflug zur heiligen Stadt Anuradhapura an. Pünktlich um kurz vor 6 Uhr morgens waren wir, die Mädels und das Personal zur Abfahrt bereit. Was noch fehlte war der gegen diese Uhrzeit bestellte Bus. Wir warteten also... Da wir lange warteten, konnte ich ausreichend die Mädels mustern Grinsenund feststellen, dass sie sich alle sehr hübsch gemacht haben.

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Wir warteten immer noch... Langsam wurde es hell und es zeigten sich Unmengen an Moskitos, die uns auch langsam alle ärgerten. Doch wir warteten... Die Mädels blieben alle recht ruhig... Irgendwann zwischen 6:30Uhr und 7 Uhr kam dann die Miss an, und sagte, dass sie die Information bekam, dass der Bus jetzt in Stadt X losfährt, es musste noch die Batterie gewechselt werden. Die Minen von Frank und Julia veränderten sich schlagartig. Stadt X (Kurunagala) ist 1 1/2 Stunden Fahrtzeit entfernt. Was tun? Ausfallen lassen? Nein. Anderes Ausflugsziel? Hm. Entscheidung: Wir gehen alle nochmal eine Stunde schlafen. Ob es die Mädels uns gleich taten, weiß ich nicht. Gegen halb neun war es dann endlich möglich los zu fahren. Frank untertrieb nicht, als er mich "warnte", dass der Bus recht klein sei. Hier folgt also:


Andere Länder, andere Sitten No. 1:

Vom Amt waren auch wieder mal 3 Leute dabei, welche sich dann auch die Plätze in der ersten Reihe im Bus schnappten...


Andere Länder, andere Sitten No. 2:


Während Frank wollte, dass erstmal alle Kinder gut sitzen können, war es das Anliegen vom singhalesischen Personal, dass erstmal Frank sitzt.
Aber dagegen hat er sich erstmal erfolgreich gewährt, sodass mit zusätzlich reingestellten Stühlen alle Kids irgendwie einen Platz bekamen und Frank erstmal stehen blieb.

Kaum das der Bus losfuhr, fingen die Mädels auch schon an zu singen. Doch spätestens, als Musik angemacht wurde, ging die Party erst richtig los. Vorn im Bus standen Mali, Shanika, Nadisha, irgendwann auch Chanchalla und Dilki die dann die Gruppe um Jeeva, Dinesha, Hiruni, Udeshika, Nisansala und Co. besangen und andersrum. Die Mädels forderten sich ständig gegenseitig auf und die Party, das Singen und Getanze kam immer mehr in Gange. Ich fand es außergewöhnlich klasse, wie offen und mit wieviel Elan und unbekümmert die Mädels ihren Spaß hatten (und wir sicher auch). Anstrengend waren dabei höchstens die höchstens Sangestöne (aus dem Radio) Grinsen. Hier die hintere Reihe (leider etwas unscharf) zu erkennen:

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Andere Länder, andere Sitten No. 3:

Unsere erste Rast war auf einer Wiese am See.

Der Müll in Sri Lanka wurde ja bereits erwähnt, und natürlich lag er auch hier überall rum. Während ICH mir also einen Platz gesucht hätte, wo nicht allzu viel Müll liegt, breiteten die Kids die Matten ohne mit der Wimper zu zucken mitten im Müll aus...

Was mir jedoch sofort äußerst positiv auffiel, war, dass das Drumherum sehr gut organisiert war. Denn das 2. Frühstück, Mittag und Teatime wurde alles vorher vorbereitet und mitgenommen. Es bekam also jedes Kind immer sein Päckchen mit Essen drin und auch Wasser war ausreichend da.

Nachdem also alle die Ameisen von sich abgeschüttelt hatten, ging die Fahrt weiter. Und irgendwann - nach erneuter Party - erreichten wir den ersten Tempel, den Isurumuniya Vihara, ein Felsentempel welcher durch König Devanampiya Tissa erbaut wurde.

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Irgendwie liefen alle außer Julia, Laxman und Ich äußerst schnell durch den Tempel. Das fanden Julia und Ich etwas schade (evtl. Andere Länder, andere Sitten No. 4 Winken).
Schließlich ging es zum nächsten Tempel, dem Ruwanweli Stupa welcher vom König Dutugemunu in Bau gegeben wurde.

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Und anschließend machten wir dann Mittagsrast. Auch hier fand ich wieder alles sehr gut organisiert, jeder bekam sein Lunch-Paket Grinsen(Reis und Curry). Die Affen auf den Bäumen blieben vorerst auch ruhig.
Nachdem die Essensreste dann den Hunden, Affen und Kühen übergeben wurden, tobten sich die Kinder noch etwas aus.

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Schließlich ging es zum nächsten Tempel. Und damit es in diesem Bericht nicht zu eintönig wird, vielleicht einmal ein paar Informationen zur Stadt.
Die Stadt war früher (Gründung 380 v. Chr.) eine der größten und bedeutendsten Königsstädte Sri Lankas. Nach Befreiung der Stadt durch Dutugemunu und Armee baute dieser beeindruckende Gebäude, welche eben noch heute zum Teil zu sehen sind. Der letzte große König von Anuradhapura, Mahasena, errichtete die Jetavanarama-Dagoba im 3. Jahrhundert. Und wenn mich nicht alles täuscht, haben wir diesen auch besucht. Wenn nicht, so war es wohl der Abhayagiri, welcher ähnlich aussieht, und aufgrund ähnlicher Höhe leicht mit zuerst benannten Tempel verwechselt werden kann.

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Danach folgte irgendwann die Teatime. Frank orderte für die Kids Tee und die Miss hatte für den Kuchen gesorgt. Ich für meinen Teil trank mal wieder aus einer Kokosnuss.

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Abschließend fuhren wir noch hier und da vorbei. Unter Anderem am sogenannten Zwillingsbrunnen (Kuttam Pokuna)

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und wandten uns schließlich gen Heimat. Die Kids machten wieder Party, doch die Kleineren waren mittlerweile recht müde. Wobei ich mich als Schlafstütze Hasini und Emesha auslieh Grinsen.

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Doch irgendwann musste ich die Beiden wecken, da es Abendbrot gab. Dies war nicht mitgebracht sondern wurde in einer Art Schnellrestaurant gereicht.

Andere Länder, andere Sitten No. 4:


Personal, Officer und Wir bekamen etwas ausreichend warmes zum Essen, wo hingegen die Kids erstmal nur Hoppers bekamen. Das fiel Frank natürlich auf, und erst er brachte die Miss dazu, dass Sie auch für Kids Essen bestellt...ist in dem Trubel wohl untergegangen.

Und schließlich kamen wir - nach einer mir endlos vorkommenden Rückfahrt - wieder in Marawila an, und selbst die letzten Party-Mädels waren mittlerweile sehr müde.

Alles in allem einen schöner Tag, der mich aber teilweise aufgrund der anderen Sitten etwas aufgeregt hat.

Viele Grüße aus Sri Lanka,
Steffi


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