Tagebuch Sopie Mörbe. Besuch meiner Familie. 11.02.2009


Seit meinem letzten Tagebucheintrag ist jede Menge passiert.

Als erstes sind am 29.1. meine Eltern nach Marawila gekommen um mich zu besuchen. Grund dafür war zum einen die große Sehnsucht, zum anderen mein Geburtstag. Da die Beiden aber doch sehr geschafft von der langen Reise waren, trafen wir uns erst abends in einer gemütlichen Runde, wo ich alle einander vorstellte. Am Freitagmorgen ging es nach Chilaw, um einen Hindutempel zu besuchen.

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10-02-besucher_2Gegen 13.00 waren wir dann pünktlich zum Mittagessen im Heim und danach lernten sie dann auch endlich die Mädels kennen, sie beobachteten uns bei der Nachhilfe und meine Mutti, die Gärtnerin ist, war sofort hin und weg von dem schönen Garten. Auch die Mädels, Frank, Julia, Verena und Kathi waren den beiden sofort sympathisch. Also konnte am Abend auch nichts schief gehen. Da sollte nämlich in meinen Geburtstag rein gefeiert werden. (Außerdem war es gleichzeitig die Abschiedsfeier von Ani, einem der anderen Studenten) Wir trafen und also in einem gemütlichen Lokal und saßen den ganzen Abend zusammen, nebenbei lernte ich ein paar mehr singhalesische Wörter. Eigentlich wollten wir zu späterer Stunde den Lokal-eigenen Karaokeraum nutzen, da das nicht möglich war, machten wir unsere eigene Karaoke. Dabei fing einer an ein Lied zu trällern, wenn jemand eine Assoziation hatte, stieg er ein und gab damit den nächsten Song vor. Das machte so viel Spaß, dass ich Mitternacht fast verpasste, aber Julia, Kathi und Verena hatten alles im Blick und so ging einer der Songs in ein Geburtstagslied über. 10-02-besucher_3Dann gab's viele liebe Glückwünsche und sogar Geschenke. Von meinen „Mitbewohnern und Chefs" gabs ein Carrombrett. (Yeah! Jetzt steht meiner Karriere als professionelle Carromspielerin nichts mehr im Wege), außerdem von den Studenten eine super Fotokollage mit vielen kleinen Erinnerungen an die letzten 3 Monate und die Menschen, die ich hier kennengelernt habe und einen Kuchen, von dem auch jeder mal abbeißen durfte, wie sich das hier eben gehört.

Gegen 2.00 war die Party dann vorbei, was nicht schlimm war, da ich am nächsten Tag mit meinen Eltern zum Adam´s Peak fahren wollte. Früh um neun ging es los. Noch etwas verschlafen starteten wir Richtung Bergland, unterwegs hielten wir an einem Herbal Garden, einer Teeplantage, Aussichtspunkten, um dann gegen Abend am Fuße des Adam´s Peak zu sein. Als ich mein Zimmer mit Blick auf den Berg bezog, stellte ich schnell fest, dass dieses Mal sehr viel mehr los war. Die Menschen wurden in Massen in Reisebussen angebracht.10-02-besucher_6

Um 2.00 nachts sollte es dann losgehen, meine Mutti und ich machten uns auf den Weg. Diesmal war alles beleuchtet und die Leute drängten sich zwischen unzähligen „Schnickschnack"- , Tee- und Essensständen in Richtung Berg. Gegen 5.00 verließ mich allerdings die Kraft und die Lust, sodass meine Mutti alleine den restlichen Berg bezwang! (Herzlichen Glückwunsch nochmal!)

Um 10.00 starten wir dann in Richtung Kandy, auf dem Weg bewunderten wir Wasserfälle und machten einen Abstecher nach Nuwara Eliya, wo es die besten Erdbeercrepès gibt. Ein Traum!

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Gegen Abend kamen wir dann in Kandy an und bezogen unser Hotel mit einem super Blick über Kandy. Wir gingen zeitig ins Bett, da wir am nächsten Tag ein volles Programm hatten: Botanischer Garten, Zahntempel, weißer Buddha und zum Abschluss Kandydance. Danach machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

Am nächsten Tag fuhr ich mit meinen Eltern ins Angels Home. Nachdem Verena und ich ganz normal unseren Englischunterricht machten wurde noch einmal Geburtstag gefeiert. Ganz „traditionell" bekam ich einen super leckeren Geburtstagskuchen, die Mädels sangen für mich. Ich schnitt den Kuchen an und ging mit dem ersten Stück rum und jeder durfte mal abbeißen. 

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Zusätzlich gab es noch Eiscremé. Nach dem Festschmaus überreichten mir die Mädels ihre Geburtstagskarten. Als ich diese dann zu Hause gelesen habe, war ich wirklich sehr gerührt. Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben Am Ende tanzten die Mädchen dann noch für mich und überreichten mir einen Blumenstrauß. 

Alles in Allem war es ein ganz andere, aber wirklich schöner Geburtstag, natürlich weil meine Eltern da waren, aber auch, weil sich hier alle so viel Mühe gemacht haben mir einen schönen Geburtstag zu bereiten. Dafür Dank ich allen! 

Liebe Grüße aus der Sonne

Sophie

 

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