Tagebuch Sophie Mörbe. Sylvester in Colombo. 08.01.2009


Das Jahr 2009 hat nun also begonnen, genau genommen, ist es auch schon eine Woche alt... Trotzdem wünsche ich als erstes natürlich allen Lesern ein gesundes, erfolgreiches und wunderschönes neues Jahr!

Nachdem mein Weihnachtsfest ja sehr besinnlich und ruhig stattgefunden hat, sollte Silvester richtig gefeiert werden. Die deutschen Studenten, die zur Zeit hier in Marawila sind, und ich planten an Silvester nach Colombo zu fahren, um dort richtig zu feiern. Da es in Marawila dazu keine Möglichkeiten gibt, habe ich mich schon vorher riesig drauf gefreut. Wir hatten eine Einladung zu einer sehr großen Veranstaltung des „Singhalese Sports Club". Auf dieser waren ca.: 700 Menschen, in sehr schicker Abendgarderobe- da wir das natürlich wussten, kramten wir alle unsere besten Sachen raus, um so wenig wie möglich aufzufallen. So fuhren wir also nach Colombo, dort angekommen suchten wir als erstes unser Hotel- nach vielen Verhandlungen mit verschiedenen TukTuk Fahrern über einen angemessenen Preis, kamen wir gegen 19 Uhr- zu einem angemessenen Preis- dort an. Als erstes bezogen wir unser Nachtquartier, 2 wunderschöne Doppelzimmer, die wir uns zu fünft teilten- so gab es eins für die Mädchen und eins für die Jungs. Dann machten wir uns hübsch und los gings- vor der Feier wollten wir, entsprechend unserem Outfit noch schick essen gehen - man gönnt sich ja sonst nix war das Motto des Abends. Winken

Also bestellten wir 2 TukTuks zu dem Hotel und dann machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, das nicht allzu weit von dem Cricketstadion (wo die Veranstaltung stattfand) entfernt sein sollte. Leider stellte sich das als Problem dar, weil weit und breit nichts Passendes zu finden war. Da langsam die Zeit ein wenig knapp wurde- es war ca.: 21 Uhr, und wir sollten 22.30 Uhr auf der Party sein- entschieden wir uns für einen kleinen, wenig schicken und nur mittelmäßig leckeren Imbiss. Aber er erfüllte seinen Zweck und beruhigte unsere knurrenden Mägen. Punkt 22.30 Uhr standen wir vor dem Cricketstadion, in welches uns die Securities nicht einfach so rein lassen wollten, da wir keine schriftliche Einladung hatten. Also riefen wir den Chef der Veranstaltung an und er führte uns durch den Hintereingang hinein. Kaum angekommen wurde klar, dass es WIRKLICH alles eher gehobene Klasse war. So begegneten uns sofort die ersten Damen in glitzernden Abendkleidern. Leicht eingeschüchtert und mit einem kleinen unwohlen Gefühl in der Magengegend (vielleicht vom Essen, oder doch wegen der „komischen" Situation) wurden wir einmal durch den ganzen Saal geführt, um dann, neben ca.: 10 anderen von 700 Menschen, im VIP- Bereich Platz zu nehmen. Überrascht

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Wie wir zu dieser Ehre kamen, wissen wir nicht, aber OK. Die einzigen „Weißnasen" waren wir jedenfalls nicht- kann also nicht daran gelegen haben. Nachdem wir dann alle mit einer Großaufnahme gefilmt und fotografiert wurden, setzte sich der Chef der Veranstaltung zu uns und wir hielten ein wenig Smalltalk. Nach einer halben Stunde wurde es allerdings ein wenig langweilig, der Chef war mittlerweile auch wieder beschäftigt und weg, deshalb entschlossen wir uns gemeinschaftlich das Tanzbein zu schwingen. Auf der Tanzfläche, die schon seit unserem Eintreffen sehr voll war, verging die Zeit dann ziemlich schnell bis Mitternacht. Leider gab es kein Feuerwerk, da wir uns im Regierungsviertel und damit in der Hochsicherheitszone Colombos befanden. Na gut, vielleicht war das auch ganz gut, wer Julias Tagebucheintrag gelesen hat, wird verstehen warum. Winken

Gegen 1.00 Uhr entschlossen wir uns noch eine andere Lokalität aufzusuchen. Wir riefen also ein Tuk Tuk und machten uns auf die Suche: nach 3 fehlgeschlagen Anläufen (das Eintrittsgeld war einfach viel zu hoch) entschlossen wir uns in den, ein bisschen weiter vom Hotel entfernten, „r&b Club" zu fahren. Dort angekommen, ging es sofort auf die Tanzfläche. Wir hatten alle sehr viel Spaß, außerdem erblickten wir die ein oder andere „Weißnase". Sehr schnell kamen wir mit einigen von ihnen ins Gespräch. Wir starteten also sehr kommunikativ, schick, sportlich und gemeinschaftlich ins neue Jahr und das in einer ganz anderen Welt, wie wir sie von zu Hause kennen. Es war ein sehr gelungener Abend. Als wir dann gegen 4.30 Uhr zurück in unserem Hotel waren, wurden noch schnell die Familien in Deutschland angerufen, die ja zu dem Zeitpunkt gerade auf dem Höhepunkt ihrer Feierlichkeiten waren. Winken

Sonnige Grüße

Sophie